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Wolfram Bergbau und Hütten AG

BGF-Unternehmen stellen sich vor

Name des Unternehmens:

Wolfram Bergbau und Hütten AG Standort Mittersill

Branche:

Bergbau 

Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:

75

Wolfram Bergbau und Hütten AG - Standort Mittersill



Interview:


1. Warum haben Sie Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in Ihrem Unternehmen eingeführt?

Die Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten 40 Jahren stark geändert. Klassische Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten konnten durch ständig verbesserte Sicherheitseinrichtungen, geänderte Aufgabenstellungen sowie Schulungen stark reduziert werden. Psychische Erkrankungen und stressbedingte Erkrankungen sind im Vormarsch. Derzeit beträgt der Anteil, der durch Arbeitsunfälle verursachten Fehlzeiten nur noch 3% der gesamten Fehlzeiten. Diese Zahlen zeigen, dass es längst nicht mehr ausreicht sein Augenmerk nur auf die Ausfalltage durch Arbeitsunfälle zu geben.

Die wirtschaftlichen Zusammenhänge auf der Erde werden immer komplexer. Das führt dazu, dass zum Beispiel die WBH direkt mit Bergwerken in China konkurrieren muss, einem Land in dem die Lohnkosten nur einen Bruchteil der unseren ausmachen. Es entsteht ein enormer Kosten- und Leistungsdruck. Wir können in diesem Umfeld nur bestehen, wenn wir alle verfügbaren Ressourcen zur Verbesserung unseres Unternehmens konsequent nutzen.

Dafür wollen wir Rahmenbedingung schaffen, unter denen alle Mitarbeiter gerne arbeiten und sie weiters für den hohen Wert der körperlichen Gesundheit sensibilisieren. Proaktive Gesundheitsförderung, Hilfe in Krisensituationen und ein offenes Betriebsklima sind die Voraussetzungen dafür.

2. Was war die Maßnahme?

Die Maßnahmen wurden in Gesundheitszirkel erarbeitet. In dem Gesundheitszirkel werden alle Arbeitsbereiche eines Betriebes beleuchtet und Verbesserungspotnetial aufgezeigt. Der Gesundheitszirkel wird von der Belegschaft gebildet. In dem Gesundheitszirkel ist von jedem Tätigkeitsbereich eine Person vertreten.
Ein die umgesetzten Maßnahmen teilen sich grob in folgende Einheiten.

Psychische und zwischenmenschliche Probleme (Stressmanagement, Konfliktmanagement,)
Physische Probleme (Rückenschule, Hebehilfen,…)
Ernährung (gesunde Jause)
Belastungen am Arbeitsplatz (Schallschutzverkleidungen, Staubniederschlagungen,. bessere Beleuchtungen, …)
Annimation zu mehr körperliche Betätigung (Wandertag, Schitag, Rodeln, …)

Zusätzlich gibt es für jedes Jahr ein eigenes Gesundheitsprogramm. Die abarbeitung der Punkte auf den Gesundheitsprogramm wird verfolgt.

3. Wie groß war der Aufwand? Wie war der Verlauf von der Einführung bis zur Umsetzung?

Die betriebliche Gesundheitsförderung wurde im Rahmen des Projektes "Wirtschaftlicher Erfolgsfaktor Gesundheitsförderung“ in unserem Betrieb eingeführt. Dieses Projekt war ein vom Fond Gesundes Österreich unterstütztes Pilotprojekt für Klein- und Mittelbetriebe. Daher war der Zeritrahmen und von ca. 3 jahren unüblich lange. Normalerweise sollte ein Zeitrahmen von einem Jahr ausreichen.
Der Verlauf war von der Erhebung des Zustandes am Projektbeginn (Grundevaluierung) über Einführung von Gesundheitszirkeln zur Ermittlung von Verbesserungspotentialen hin bis zu Umsetzung von Maßnahmen aus den Gesundheitzirkeln. Die Wirkung der Maßnahmen wurde durch eine Abschlußbefragung ermittelt.

4. Haben Sie konkrete Tipps oder Empfehlungen, die Sie anderen Unternehmen Ihrer Branche geben möchten?

Ein Gesundheitsprojekt sollte zügig durchgeführt werden. Die Belegschaft bekommt so einen intensiveren Eindruck über die Verbesserungen. Ansonsten geht die Motivation bzw das Wissen über die Veränderungen und die Verbesserungen etwas verloren.
Eine intensive Zusammenarbeit mit Spezialisten auf dem Gebiet der Betrieblichen Gesundheitsförderung (Gebietskrankenkassen,…) ist unbedingt notwendig. In den meisten Betrieben ist das human Kapital, um ein solches Projekt ohne externe Hilfe durchzuführen, nicht vorhanden. Sehr hilfreich in diesen Zusammenhang ist auch die Organisation von zusätzlicher, externer Hilfe (z. B. Seminare,…)

5. Hat sich die Einführung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung für Ihr Unternehmen gelohnt?

Die Einführung der betrieblichen Gesundheitsförderung hat sich für das Unternehmen gelohnt, da:

Facharbeiter sind gerade im Bereich Bergbau in Mitteleuropa schwer verfügbar sind. Die Einschulzeiten sind recht lange bzw. bilden wir unsere Fachkräfte selber aus. Daher ist eine geringe Fluktationsrate für uns wichtig. Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein gutes Instrument, die Mitarbeiter besser an den Betrieb zu binden und die Leistungsfähigkeit lange zu erhalten.

Eine Verbesserung des Betriebsklimas durch mehr soziale Kompetenz und Kommunikation, eine Verbesserung des Gesundheitsstandes durch Mitarbeiter die "top in Form“ sind und Gesundheit als Teil der Unternehmenskultur, mehr Leistung durch die Reduzierung von leistungshemmenden Faktoren und Wohlbefinden am Arbeitsplatz wurden durch die betriebliche Gesundheitsförderung erreicht.

Unser Ziel ist nicht nur der Schutz vor Unfällen und Berufskrankheiten sondern umfasst sämtliche Maßnahmen, die dem Erhalt und der Förderung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit und der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter dienen.

 

Wolfram Bergbau und Hütten AG, Betriebliche Gesundheitsförderung

 

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