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Exkursion zur voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Pankl Racing Systems

10. Dezember 2019: TIP-Exkursion zu Hochöfen und Rennautos
© Helmut Kahrer


„Zwischen Stahlerzeugung und hightech additive manufacturing“ war das Motto einer durch die Technologie und InnovationsPartner und die Sparte Industrie durchgeführten Fachexkursion zu voestalpine und pankl racing systems nach Donawitz und Kapfenberg.  

voestalpine Stahl Donawitz GmbH 

Gebannt sahen 30 interessierte Unternehmensvertreter aus NÖ live, wie eine 50 mm dicke Bohrkrone den „Anstich“ durchführt und anschließend das 1.400 Grad heiße flüssige Eisen aus dem Hochofen rinnt. Alles beobachtet, visualisiert und gesteuert von Mitarbeitern in einer zentralen Leitwarte, die unterstützt durch einen selbstlernenden Algorithmus – einer künstlichen Intelligenz – alle Daten auswerten, analysieren und die entsprechenden Steuereinstellungen übernehmen. Im anschließenden Stahlwerk wird aus dem Roheisen das Vormaterial (die Knüppel) für die Weiterverarbeitung hergestellt. So können dann im Schienenwalzwerk 120 unterschied-liche Schienenprofile produziert und in die ganze Welt exportiert werden. Im nahe gelegenen welt-weit modernsten Drahtwalzwerk präsentierte der Geschäftsführer der voestalpine Wire Rod Austria GmbH, Gunter Korp, den hohen Digitalisierungsgrad des Unternehmens. Die Besucher waren besonders von der auftragsbezogenen Produktion, dem vollautomatischen Hochregallager und dem Laser gesteuerten Ortungssystem der Stapler beeindruckt. 

Know-how bei Pankl Racing Systems in Kapfenberg

Nicht weniger beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer vom Know-how bei Pankl Racing Systems in Kapfenberg. Das Unternehmen ist Zulieferer für alle vier- und zweirädrigen Rennserien der Welt. „Egal, ob F1, MotoGP, DTM, IndyCar oder WRC – überall sind Teile aus unserer Produktion in Kapfenberg verbaut“, erzählt CTO Stefan Seidel. Auch in allen High Premium Autos wie Aston Martin, Ferrari, Lamborghini etc. fährt ein Teil aus Kapfenberg mit. Die Partnerschaft mit Böhler und EOS im Bereich der additiven Fertigung macht es möglich, auch höchst beanspruchte Teile für die Luftfahrt, wie zum Beispiel Helikopterwellen, zu produzieren. So zählt Pankl unter anderem auch Unternehmen wie Airbus oder Sikorsky Aircraft zu seinen Kunden. Auch im Transporthubschrauber des österreichischen Bundesheeres dem Black Hawk sind Wellen aus Kapfenberg eingebaut.
Für Markus Resch, Head of Business Development & Innovation bei Georg Fischer Fittings, war es „ein äußerst interessanter Tag, an dem es gelungen ist, den Bogen vom etablierten Hochofenprozess zum hochmodernen additiven Fertigungsprozess zu spannen.“
In dieselbe Kerbe schlägt Jürgen Paal, Engineering-Experte bei Schoeller-Bleckmann: „Ich bin da-von überzeugt, dass viele Teilnehmer Denkanstöße zur Umsetzung im eigenen Betrieb von diesem Tag mitnehmen konnten.“

Die Präsentation erhalten Sie auf Anfrage.

Fotogalerie, Fotos: Helmut Kahrer