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WK Tirol

Kaunertaler Gletscherbahnen GmbH

Eine neue Art der Gondel-Garagierung am Kaunertaler Gletscher

In unserer schnelllebigen, digitalen Welt suchen die Menschen mehr denn je Erholung sowie Sport- und Freizeitmöglichkeiten in den Bergen. Um als Tourismusstandort punkten zu können, müssen Regionen und Seilbahnbetreiber den Spagat schaffen zwischen der Gestaltung eines modernen, attraktiven Angebots für Ski- und Bergsportler:innen und dabei jedoch gleichzeitig den Eingriff in die Natur möglichst gering halten. Hierfür braucht es intelligent durchdachte, neue Herangehensweisen.  

Ausgeklügeltes Garagierungssystem

Ideengeber des innovativen Garagierungssystems war der Hauptgesellschafter der Kaunertaler Gletscherbahnen, Dr. Hans Rubatscher. Er bestand bei der Planung der neuen Gletscherbahn darauf, die Kubatur so klein wie möglich zu halten. Mit ihrem langjährigen Kooperationspartner Leitner GmbH konnten sie diese Planungsvorgabe letztlich erfolgreich realisieren: Das weltweit einzigartige System spart rund 40 Prozent des Volumens vom Seilbahngebäude ein - ein eigenes Garagengebäude wird so nicht mehr benötigt. Die Stichgleise links und rechts der Seilbahn werden so knapp wie möglich an das Profil der eigentlichen Seilbahn herangeführt - so können alle 33 Kabinen in der Talstation vollautomatisch garagiert werden und stehen auf engstem Raum zusammen. Bei Bedarf kann auf 41 Kabinen aufgerüstet werden: weitere 12 Kabinen können in der Bergstation garagiert werden. 

WK Tirol, Ringler

© Ringler

WK Tirol, Ringler

© Ringler

Weniger Energieverbrauch & mehr Komfort

Die neue Bahn führt von 2.494 Metern Höhe auf das 3.044 Meter hoch gelegene Weißseejoch und wurde mit einem energieeffizienten, leisen Direktantrieb ausgestattet – dieser Antrieb bringt nicht nur eine deutliche Lärmreduzierung mit sich, auch der Energieaufwand wird so um acht Prozent gesenkt. In den Außenwänden der Stationen wurde eine Photovoltaik-Anlage integriert, der restliche Strom wird aus Wasserkraft abgedeckt. Auf Sitzheizungen wurde gänzlich verzichtet - stattdessen sind die Sitzbezüge aus Schladminger Loden gefertigt. Diese spenden den Wintersportler:innen natürliche Wärme und vermitteln gleichzeitig regionalen Wohlfühlcharakter in den Gondeln. Auch auf Barrierefreiheit wurde geachtet: der eigens entwickelte Zugang zu den Gondeln ist so konzipiert, dass der Monoskifahrer selbstständig und ohne fremde Hilfe in die Kabine gelangen kann. Ein 40cm breiter Streifen mit einem speziellen Belag ermöglicht es den Monoskifahrern, zur Kabine zu gleiten. 

Viel Natur, wenig Technik

Mit der Weißseejochbahn konnten die Kaunertaler Gletscherbahnen ein Projekt realisieren, das schon seit rund 40 Jahren in ihren Entwicklungsplänen enthalten war und zur Modernisierung des Skigebiets beiträgt: Der Bau erweitert das Pistenangebot sowie das Areal für Freerider. Die Architektur der Tal- wie auch Bergstation ist zurückhaltend, um sich möglichst schonend in die Landschaft zu integrieren. “Es war uns ein großes Anliegen, in dem hochalpinen, sensiblen Naturraum die Seilbahn so nachhaltig, platzsparend und unauffällig wie möglich zu integrieren”, so Franz Wackernell, Geschäftsführer der Kaunertaler Gletscherbahnen, “die Technik soll sich in den Hintergrund stellen und der Natur anpassen.” Die Kaunertaler Gletscherbahnen wollen so einem ökologischen Weg folgen, der nicht auf Verzicht, Einschränkung und Reduktion basiert, sondern wo Fortschritt und Technik die Errungenschaften unserer Zeit sozial-intelligent zusammenführt und nutzt. 

Mehr Informationen: https://www.kaunertaler-gletscher.at 

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