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Revitalyze by David Plaseller

revitalyze – das Uber für Bauschutt

Das Start-Up revitalyze unterstützt als erste digitale Plattform Bauunternehmen dabei, die Entsorgung von Bauschutt schneller, transparenter und komfortabler zu gestalten. Sie wollen damit die Recyclingraten von Rohstoffen erhöhen und gleichzeitig den Ausstoß von CO2 reduzieren, ein Gewinn auf ganzer Linie.

Bauschutt macht allein in Europa über 30% des gesamten Abfallaufkommens aus, und ist bedingt durch den anhaltenden Boom in der Baubranche einer der größten Abfallströme weltweit. Im Jahr 2019 lag der Anteil des Bauschutts in Deutschland und Österreich sogar bei über 50%. Doch während bei Haushaltsabfällen Systeme zur Trennung und Wiederverwertung von Rohstoffen durch die Abfallwirtschaft in unserer Region flächendeckend etabliert wurden, ist der Entsorgungsprozess für Baufirmen aufgrund eines stark fragmentierten Marktes eine zunehmende Herausforderung.  

Der One-Stop-Shop für Bauschutt

Es ist unter anderem der Boom im Straßen- und Tunnelbau, der das Aufkommen von Bauschutt jährlich steigen lässt. Unterdessen nimmt jedoch die Zahl der Deponien stetig ab. „Diese gegensätzliche Entwicklung und die Tatsache, dass digitale Innovationen in der Abfallwirtschaft eher schleppend voran gehen, haben zur Folge, dass die Planung und Koordination der Entsorgung von Bauschutt für Bauunternehmen zunehmend zeit- und kostenintensiv werden“, so David Plaseller, Mitgründer von revitalyze. Selbst aus einem Familienbetrieb in der Baubranche stammend, kennt Plaseller die Probleme der Unternehmen aus erster Hand. Die Koordination von Fahrzeugen gestaltet sich deshalb so kompliziert, da ein Austausch der Daten mit Deponien und Fahrern noch immer per Telefon und E-Mail erfolgen muss. Dieser Vorgang ist nicht nur arbeitsaufwändig und zeitintensiv, sondern verursacht steigende Kosten, da Bauunternehmen aufgrund dieser umständlichen Prozesse keine ausreichenden Kapazitäten für die Analyse der Entsorgungskosten haben. Dies hat direkte Auswirkungen auf unser Ökosystem: die Transportwege der LKW sind meist zu lang, was einen erhöhten CO2-Ausstoß bedeutet, und Materialien werden aufgrund fehlender Trennung nicht ausreichend recycelt, wodurch wichtige Rohstoffe verloren gehen.

© Ringler

© Ringler

© Ringler

© Ringler

Weniger Verwaltung. Mehr Transparenz. Alles digital.

Mit revitalyze bringen David Plaseller und sein Geschäftspartner Patrick Gössl, der für die Softwareentwicklung verantwortlich ist, jetzt die fehlende Schnittstelle zwischen Bauunternehmern, Deponien und Transportunternehmen auf den Markt. Die Bauunternehmer haben die Möglichkeit, „mit nur wenigen Klicks das Beste aus ihrem Bauschutt zu holen“ so Patrick Gössl. Der Ablauf ist einfach: Alle Materialien der Ladung werden in einer Maske mit ihrem Standort eingegeben und das System kalkuliert die besten Angebote in der Nähe. Der Bauunternehmer kann den Ablageort sowie Lieferzeitpunkt frei wählen und entweder einen eigenen Fahrer oder Drittanbieter aus dem Pool der revitalyze Vertragspartner mit der Lieferung beauftragen. Sowohl Bauunternehmer als auch Deponien und Transportunternehmen erhalten in ihrem Login-Bereich eine Übersicht mit diversen Analysetools, der gesamten Auftragshistorie und einem Live-Tracking der terminierten Lieferungen. All diese Daten können direkt auf dem Smartphone erfasst und eingesehen werden. So profitieren alle Parteien von der besseren Planbarkeit ihrer Fahrzeuge und Maschinen, der CO2-Ausstoß kann reduziert und Materialien wesentlich besser recycelt werden. 

Bauschutt 4.0

Das Tool von revitalyze basiert auf einem Kommissionsmodell mit niedrigen Eintrittsbarrieren: Bauunternehmer können das Angebot kostenfrei nutzen, Deponien und Transportunternehmen zahlen für jeden erfolgreich vermittelten Auftrag eine Provision.  

Seit dem Sommer 2021 ist das Projekt in der Entwicklungsphase, Prototypen wurden erstellt und die Software wird getestet. Für Ende des Jahres haben David Plaseller und Gössl den Start eines Pilotprojekts mit einer der modernsten Recyclinganlagen Europas in Planung – damit sollten dem Launch der Plattform im DACH-Raum für 2022 keine Steine mehr im Weg liegen. 

Mehr Informationen unter: www.revitalyze.io


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