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Berufsorientierungskongress

Pubertät — eine Zeit der Veränderung und Unsicherheit

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Das Thema Pubertät stand im Mittelpunkt des diesjährigen Berufsorientierungs-Kongresses im WIFI Oberösterreich, an dem rund 250 Lehrerinnen und Lehrer teilgenommen haben. Was geht in Jugendlichen vor und wie können wir sie stärken, damit sie für die Herausforderungen des Berufslebens gerüstet sind?

Bei dieser Veranstaltung der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule OÖ gab Hauptreferentin Silvia Dirnberger-Puchner, Psychotherapeutin und Wirtschaftscoach, zu Bedenken, dass die Berufsorientierung zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt stattfindet. „In der Phase der Pubertät ist eine treffsichere Entscheidung schier unmöglich, vergleichbar mit einem Zufallstreffer.

Für Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer ist entscheidend, die Jugendlichen frühzeitig zu erreichen, um Fehlentscheidungen und Lehrläufe bei der Berufswahl zu verhindern.

WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer sieht in ihrer Funktion als Präsidentin der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft OÖ einen speziellen Schwerpunkt der VWG in der Wirtschaftsbildung von jungen Menschen. Unter dem Titel „Schule trifft Wirtschaft“ gibt es in allen oö. Bezirken zahlreiche Aktivitäten, bei denen Jugendliche frühzeitig Kontakte mit der Wirtschaft knüpfen können.

„Die richtige Berufsorientierung für unsere Schülerinnen und Schüler sehen wir als ganz wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung für die Zukunft“, betonte WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner.

 „Neugierig sein und sich auf seine Stärken konzentrieren“ – Josef Kinast, stv. Obmann der Sparte Industrie, sieht im Wissen und Know-how den wichtigsten Rohstoff unserer Jugend.

Für Rektor Herbert Gimpl von der Pädagogischen Hochschule OÖ ist Oberösterreich hinsichtlich Bildungsberatung und Berufsorientierung geradezu ein sensationelles Bundesland. Seiner Einschätzung nach werden künftig die Soft skills immer wichtiger. „Darum müssen wir bei den jungen Menschen frühzeitig die Talente und Fähigkeiten erkennen und diese fördern“.

Für Kriminalpsychologe Thomas Müller ist eine absolute Behütung das Schlimmste für unsere Kinder. „Kinder und Jugendliche brauchen schwierige Situationen, sie müssen sich die Knie aufschlagen, um Resilienz zu entwickeln. Sonst wachst du mit 25 auf und merkst, die Welt ist nicht nur rosarot. Und dann wird es schwierig.“

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