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1000 Unterschriften gegen Fahrverbot in der Märzstraße

Verkehrs- und Standortpolitik gehen an den Bedürfnissen der Unternehmer und Bewohner vorbei – WK Wien-Bezirksobmann Peter K. Estfeller fordert vernünftiges Verkehrskonzept
Unterschriftenübergabe vor Nähcenter Egelwolf
© Sabine Kortanek/Nähcenter Egelwolf Im Bild v.l.: Die Unternehmer Christof Mechtler (Trötzmüller Tankstelle, Garage), Norbert Egelwolf (Nähcenter Egelwolf) und Alexa Dubovy (Belflor Blumen) überreichen Peter K. Estfeller 1000 Unterschriften gegen das Fahrverbot in der Märzstraße

Laut jüngst verlautbarten Plänen soll die Märzstraße auf Höhe des Reithofferplatzes durch ein Fahrverbot unterbrochen werden. Auf Initiative von engagierten Unternehmern im Bezirk wurden inzwischen 1000 Unterschriften von Anrainern, Kunden und Wirtschaftstreibenden gesammelt, die sich vehement gegen dieses Projekt aussprechen. Auch die Wirtschaftskammer Wien sieht das punktuelle Brechen des Verkehrsflusses auf einer der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen nicht zweckmäßig. Zudem würde es einen erheblichen Stellplatzverlust für die Einkaufsstraße bedeuten.

Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Wien für den 15. Bezirk Peter K. Estfeller vermisst in erster Linie ein klares Verkehrskonzept, das wesentliche Straßenzüge von den Verkehrsberuhigungsmaßnahmen ausnimmt. Dazu zählen laut dem Bezirksobmann vor allem Straßen, die für die Zufahrt oder für Verbindungen im Bezirk wichtig sind. „Die Märzstraße ist eine traditionelle, noch funktionierende Einkaufsstraße, eine Lebensader, die große Teile des Bezirkes erschließt, aber nun abgeschnitten werden soll“, so Estfeller und argumentiert weiter: „Es wird auf eine ganzheitliche Bezirksentwicklung verzichtet, die alle Lebensbereiche wie Leben, Wohnen und Arbeiten gleichermaßen berücksichtigt. Die Stadt Wien spricht in ihrem Konzept ‚Step 2025‘ unter anderem von der Notwendigkeit verbesserte Rahmenbedingungen für Kleinunternehmen zu schaffen. Mit solchen Maßnahmen wird das nicht gelingen!“ 

Estfeller kritisiert außerdem, dass bestehende Geschwindigkeitsbeschränkungen noch gar nicht ausreichend kontrolliert werden und fordert eine durchgehende Tempo-30-Beschränkung in der Märzstraße. „Der Reithofferplatz hat bereits eine sehr große Parkanlage mit hohem Erholungs- und Ertüchtigungswert, dessen Erweiterung durch zwei umgewandelte Parkstreifen nicht maßgeblich ins Gewicht fallen wird“, so Estfeller weiter.

Die Nähe von Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsstätten ist ein Erfolgskonzept moderner Stadtentwicklung. Dafür müssen den Unternehmern allerdings ausreichend Anreize geboten werden, Betriebsstätten und Geschäfte zu erhalten oder zu errichten. Daher verlangt Estfeller von der Bezirkspolitik eine gewisse Planbarkeit unter Einbeziehung aller Beteiligten:

Diese Verkehrsberuhigungsmaßnahme gefährdet nicht nur den Lebensraum Märzstraße und deren Umfeld, es trifft vor allem den Unternehmensstandort Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Bezirkspolitik sendet damit Signale der Unberechenbarkeit bezüglich des Standortes an Unternehmer. Auch ein Mitspracherecht gibt es per se nicht. Die 1000 gesammelten Unterschriften sehe ich als starkes Zeichen, dieses Vorhaben nochmals zur überdenken. Ich lade alle Beteiligten ein, sich mit mir an einen (digitalen) Tisch zu setzen, um eine für alle zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten.
Peter K. Estfeller, WK Wien-Bezirksobmann für den 15. Bezirk

Zwei Unternehmen von 1000 Unterzeichnern der Unterschriftenaktion zeigen die Problematik dieses Projektes auf: 

Es soll die Einbahn vor unserer Tankstelle umgedreht werden. Damit sind wir nicht mehr direkt von der Hütteldorfer Straße erreichbar. Da können sie uns gleich den Strom abdrehen. Unser Betrieb ist Lebensgrundlage meiner Mitarbeiter und mir. Wir beschäftigen neun Mitarbeiter, acht davon wohnen im Umfeld unseres Betriebes. Diese lokalen Arbeitsplätze sind damit gefährdet. 
Christof Mechtler von Trötzmüller Tankstelle/Garage

 

Wir haben unser Unternehmen vor einem halben Jahr auf den jetzigen Standort an der Märzstraße verlegt. Entscheidend dafür waren die Erreichbarkeit und das Parkplatzangebot im Umfeld unseres Geschäftes, da Kunden oft schwere Nähmaschinen zur Reparatur bringen - etwa 70 Prozent unserer Kunden kommen mit dem PKW. Ich habe viel in diesen Standort investiert - ohne Parkplätze für unsere Kunden werde ich zu einem Standortwechsel gezwungen.
Norbert Egelwolf vom Nähcenter Egelwolf