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Ein Status zum Bezirksgeschehen

Interview mit Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer

Netzwerktreffen Hernals
© WKW/Kohler Bezirksobfrau Martina Pfluger und Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (v.l.) beim Netzwerktreffen im November 2019
Normalerweise laden wir die Bezirksvorsteherin zu einem unserer ersten Businesstreffen im Jahr ein. Aber was ist in diesen Zeiten schon normal? Wir wollten aber auf das Gespräch mit Ilse Pfeffer nicht verzichten. Und deshalb haben wir sie telefonisch zu einigen Themen befragt.

Ich halte ein Zusammenspiel zwischen der Bezirksvorstehung und der Wirtschaftskammer Wien für enorm wichtig. Aufgrund von Corona ist leider derzeit alles anders. Aber ich freue mich schon sehr auf die erste Netzwerkveranstaltung mit unserer Bezirksvorsteherin Frau Dr. Pfeffer, bei der wir uns über wirtschaftliche Anliegen mit unseren Hernalser Unternehmerinnen und Unternehmer austauschen können.
WK Wien-Bezirksobfrau Martina Pfluger

WKOimBezirk: Wie ist es Ihnen im letzten Jahr ergangen?
Ilse Pfeffer: So wie vielen Bürgerinnen und Bürgern auch. Es war und ist eine sehr herausfordernde Zeit, es kamen völlig neue Anliegen auf mich zu, wie beispielsweise die Maskenbeschaffung, Handschuhbeschaffung etc. 

Mit welchen Anliegen kommen die Bewohnerinnen und Bewohner von Hernals zu Ihnen?
Zum einen: Wer hat offen, welcher Betrieb stellt zu und wie ist diese oder jene Verordnung zu verstehen. Aber was ich auf jeden Fall feststellen konnte war, wie groß der Zusammenhalt in Hernals unter der Bevölkerung und den angesiedelten Betrieben ist. Ich konnte diesbezüglich wirklich positive Erfahrungen sammeln.

Was sind die Sorgen und Vorschläge der BezirksbewohnerInnen?
Die Besorgnis der Bevölkerung wird größer. Während des ersten Lockdowns wurde noch alles mitgetragen, viele Nachbarschaftshilfen entstanden, Betriebe stellten auf Abholservice bzw. Zustellung um … Menschen überlegten sich was. Bewohnerinnen und Bewohnern trugen den Vorschlag von Gutscheinen an mich heran, noch bevor es den Gastro-Gutschein gab. Doch jetzt wachsen die Sorgen. Warum hat die Gastro noch immer nicht offen? Was ist mit den Fitnesscentern? Die fungierten ja nicht nur als Sportstätte. Da war ja auch noch die soziale Komponente. Man trifft sich, man macht etwas gemeinsam … Eine Friseurin – den Friseur gibt es seit über 50 Jahren – fragte mich, ob sich ihr Chef die Kurzarbeit überhaupt leisten kann? Die Sorgen sind enorm groß und das hat nichts mit dem Alter zu tun. Auch junge Leute wie z.B. Lehrlinge sind verunsichert. Sie haben zwar auch Homeschooling, aber es fehlt ihnen die Praxis wegen der Lockdowns.

Wie haben Sie geantwortet? Skype? Live?
Ich habe versucht alles via Telefon zu beantworten. Manche Besprechungen fanden natürlich auch via Skype statt. Mir war es wichtig, erreichbar zu sein und wo ich konnte, Mut zu machen.

Welche Projekte sind für heuer geplant?
Die Begegnungszone in der Kalvarienberggasse, zwischen Antonigasse und Elterleinplatz. 80 Prozent der Bevölkerung stehen dem positiv gegenüber – auch die ansässigen Betriebe. Die Wünsche reichen natürlich von mehr Begrünung bis hin zu Schanigarten und Platz für Ausräumungen.
Im Frühjahr wird es noch eine Verkehrszählung geben: wie weit ist es eine Durchzugsstraße, welcher Verkehr – Auto, Fahrrad, Fußgänger … Es müssen heuer technische Erhebungen erfolgen, um dann in den nächsten Schritten das Projekt zu realisieren. Darüber hinaus gibt es noch andere Projekte wie z. B. Baumsetzungen in der Leopold-Ernst-Gasse, Sanierungsarbeiten zwischen Rosensteingasse und Leitermayergasse, aber eines nach dem anderen …

Was muss über diese Legislaturperiode hinaus angegangen werden?
Der U-Bahn-Bau der Linie U5 – die muss bis zur S 45 gehen.

Wo könnten Sie sich die Ansiedlung von Betrieben vorstellen und welche Betriebe würden Sie gerne im Bezirk haben?
Ansiedlung auf jeden Fall Hernalser Hauptstraße und Kalvarienberggasse, ein ganz wichtiger Bereich liegt in der HH zwischen Weißgasse und Gürtel. Hier wäre es notwendig, wenn die Auslagen gereinigt oder als Werbeflächen vermietet würden. Die Eigentümer tragen zum Erscheinungsbild des öffentlichen Raum etwas bei. Also bitte ich sie, die Geschäftsflächen und Auslagen instand zu halten. Ansonsten müssten wir uns überlegen, wie wir das Stadtbild verbessern können. Das wird nur über zusätzliche Abgaben gehen. 

Was sind für Sie die Highlights und Stärken von Hernals?
Die Geografie - Hernals geht vom Gürtel bis zum Wienerwald. Wir sind verkehrstechnisch gut angebunden. Wir haben eine soziale Balance im Bezirk, große Vielfalt und der Bezirk überzeugt auch durch die Menschlichkeit seiner Bewohnerinnen und Bewohnern.

Und wo sind die schönsten Plätze?
IP: Da gibt es viele, … z.B. den Schwarzenbergpark, Rupertusplatz, Bartholomäusplatz, der Park der Freiheit gewinnt auch immer mehr an Beliebtheit, Schafberg, Heuberg … Man ist in Hernals sofort in der Natur, aber auch schnell in der Stadt.

Wir möchten uns recht herzlich für dieses informative Gespräch bedanken und hoffen sehr, dass es bald die Möglichkeit für ein persönliches Treffen mit Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer vor Ort gibt.