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Betriebsübernahme gut überlegt

Manchmal lässt man/frau es (vorerst) lieber bleiben
Formular unterzeichnen
© rtifacts Images/cultura/Corbis

Im Spätsommer 2020 wandte sich eine angehende Jungunternehmerin an WK Wien-Bezirksobmann Christian Enöckl. Sie stand kurz vor der Übernahme eines Gastronomiebetriebes, in dem sie bis dahin selbst als Kellnerin angestellt war: 

Eine Bitte um Hilfe zum Thema Härtefall-Fonds und Fixkostenzuschuss … 

Die topmotivierte und engagierte 19-Jährige wollte Informationen zum Fixkostenzuschuss, da die Einnahmen (nicht nur coronabedingt) sehr niedrig waren, jedoch der Vermieter bezüglich der (viel zu) hohen Lokalmiete nicht mit sich reden ließ.

Schon bei der Vorbereitung auf das Gespräch bemerkte Enöckl, dass auf diesen Namen keine gültige Gewerbeberechtigung zu finden war. Beim Treffen selbst wiederholte die Jungunternehmerin ihr Anliegen und war über die kurze Präsentation der Corona-Hilfen für Unternehmen sehr dankbar. 

… entwickelt sich zur Gründungsberatung mit einer überraschenden Wende …

Im Laufe des Gesprächs und während der Durchsicht der vorgelegten Unterlagen (wie z.B. Mietvertrag und Gewerbeanmeldung) wurde allerdings klar, dass die potenzielle Jungunternehmerin noch gar keine eben solche war.

In dem Glauben Unternehmerin zu sein, zahlte sie ‚lediglich‘ alle laufenden Kosten (wie z.B. Miete, Renovierung/Instandhaltung, Wareneinkauf und Personal). Als dann noch weitere Forderungen auf sie zu kamen, wandte sie sich an WKOimBezirk. Die offenen Mietrückstände des Vorbesitzers, den Betreuungsvertrag mit dessen Steuerberater sowie die Kosten für die Gewerbeanmeldung konnte sie nicht mehr übernehmen. 

Tatsächlich hatte sie aber weder einen Kaufvertrag, noch einen Mietvertrag und auch keine Gewerbeberechtigung. Die Vermutung lag nahe, dass Vorbesitzer und Steuerberater auf der Suche nach einem gutgläubigen Opfer waren.

… und endet mit einer erfolgreichen, schuldenfreien Nichtübernahme. 

WK Wien-Bezirksobmann Enöckl riet daher dringend von der Unterfertigung des Kaufvertrages und sämtlicher anderen Schriftstücke dieses Lokal betreffend ab. Außerdem legte er den Stand der Dinge aus seiner Sicht dar und skizzierte in groben Zügen das Thema Kalkulation eines Gastro-Betriebes.

Abschließend gab er der angehenden Unternehmerin noch weitere gute Tipps mit auf den Weg. Diese betrafen unter anderem die Gründungsberatung der Wirtschaftskammer Wien, das Bildungsangebot des WIFI Wien, die Nachfolgebörse der WKO und freielokale.at.

Aber vor allem redete er ihr ins Gewissen, zuerst die bereits angefangene kaufmännische Ausbildung abzuschließen und erst danach den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. 

(Gründer-)Services der Wirtschaftskammer Wien & Netzwerken

Christian Enöckl verweist im Zusammenhang mit Neugründungen/Betriebsübernahmen gerne auf die Serviceleistungen der Wirtschaftskammer Wien und streicht außerdem gerade für neugegründete Unternehmen die Wichtigkeit des Netzwerkens hervor. 

Sie sind (Jung-)Unternehmer in der Brigittenau und interessiert an (Online-) Netzwerkveranstaltungen? Melden Sie sich zum Newsletter der Wirtschaftskammer Wien an und/oder schreiben Sie uns an wkoimbezirk-20@wkw.at!