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Schub für die Energiewende

Mit Energiegemeinschaften will die EU die Energiewende vorantreiben. Ein Vorreiter in Wien ist die Grätzl Energie, WKOimBezirk - ON AIR hat sich am 11.01.2023 dieses Projekt näher angesehen.


Vier Personen im Studio
© Bulant | WKW V.l.: Moderatorin Sylvia Reim, WK Wien-Bezirksobmann Matthias Schiffer, Michaela Turetschek (PowerSolution/Grätzl Energie), Stefan Sattler (MA 20 - Energieplanung)

Im Rahmen der Grätzl Energie verkaufen Unternehmen mit PV-Anlagen auf dem Dach überschüssigen Strom günstig an andere Betriebe und Privatpersonen. Wer mitmachen will, benötigt lediglich ein Smartmeter. 

Liesing und fünf weitere Bezirke

Vor etwas mehr als einem Jahr ist man in Liesing erfolgreich gestartet. Heuer will die Grätzl Energie in fünf weiteren Bezirken aktiv werden, kündigt Michaela Turetschek, Energiemanagerin beim Energieberater PowerSolution an. Dessen Geschäftsführer Roland Kuras ist auch einer der Vorstände der Grätzl Energie. 

In einer Einspielung erzählt Kuras mehr über die Philosophie „seiner“ Energiegemeinschaft und die Vorteile, die eine Mitgliedschaft bringt – zum Beispiel eine bessere Nutzung von Photovoltaik-Anlagen, Nachhaltigkeit, niedrigere Stromkosten. Mit Hermann Deitzer erzählt ein Privatkunde, weshalb er mitmacht und über seine Erfahrungen, mit Florentine Kleyhons von der Tischlerei Holzträume auch eine Stromproduzentin.  

Ein Best Practice für Wien

Studiogast Stefan Sattler von der MA 20 – Energieplanung bezeichnet die Grätzl Energie als Vorzeigeprojekt für Wien. „Wir sind sehr froh, dass es diese Initiative gibt.“ Sattler stellt auch die Sonnenstromoffensive vor, mit der bis 2030 die Leistung der PV-Anlagen in Wien im Vergleich zu 2021 auf das 16-Fache steigen soll. Mit der Integration in die gebaute Umwelt und die Kombination von PV-Anlagen und Grünflächen soll das gelingen. 

WK Wien-Bezirksobmann Matthias Schiffer berichtet, dass er bei der Errichtung einer PV-Anlage auf dem Dach seiner Europahalle einige bürokratische Hürden zu überwinden hatte. Sattler verspricht einerseits einen Bürokratieabbau, andererseits helfe ab sofort das neu gegründete Kompetenzzentrum Erneuerbare Energie bei Einreichungen und Genehmigungen. 

Vermieten Sie doch Ihr Dach

Sie möchten selbst Sonnenstrom erzeugen, aber nichts mit Behördenwegen, Errichtung und Betrieb der PV-Anlage zu tun haben? Dann gibt es mit dem sogenannten Grätzldach eine durchaus interessante Alternative. 

Die Grätzl Energie pachtet in diesem Fall zum Beispiel das Dach einer Fabrikhalle und errichtet und betreibt darauf eine PV-Anlage. Nach 20 Jahren geht die Anlage in das Eigentum des Unternehmens über und kann bis zum Ende der Nutzungsdauer kostenlos weiterbetrieben werden. Im Schnitt sind das in etwa 10 zusätzliche Jahre. 

Zahlreiche Förderungen

Für das Errichten einer PV-Anlage gibt es eine Reihe von Förderungen. Neben bundesweiter Unterstützung über das Erneuerbaren-Ausbaugesetz gibt es die Wiener Landesförderung, zum Beispiel für die Errichtung von PV-Anlagen auf Gründächern, auf überdachten Parkplätzen sowie für elektrochemische Speicher.  

Die Wirtschaftskammer Wien wiederum helfe mit der geförderten Unternehmensberatung, mit der im Vorfeld alle wichtigen Fragen geklärt würden, berichtet Schiffer: „Wie groß soll die Anlage sein? Welche Art der Anlage wird benötigt? Wann rechnet sie sich?“ Gemeinsam mit der Stadt Wien hat die WKW außerdem den Ökobusiness Check geschaffen, bei dem Umweltexperten die internen Energie-, Rohstoff und Abfallströme eines Unternehmens analysieren und bei der Beschaffung neuer Anlagen beraten. 

Hilfe bei Energiearmut

Neben ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten will die Grätzl Energie auch in sozialer Hinsicht ein Zeichen setzen. Man sei im Austausch mit einem Verein im 23., der sich für Bedürftige einsetzt, sagt Turetschek. Diese sollen den Strom besonders günstig, eventuell sogar gratis erhalten. Die Rahmenbedingungen dafür werden heuer erarbeitet.