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Strom aus dem Grätzl für das Grätzl

Die „Grätzl Energie“ hat sich der nachhaltigen Stromerzeugung mittels Photovoltaik verschrieben. Davon profitieren sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen im 23. Bezirk.
Roland Kuras, einer der Vorstände der Grätzl Energie und WK Wien-Bezirksobmann Matthias Schiffer
© Stuhlpfarrer | WKW v.l.: Roland Kuras, einer der Vorstände der Grätzl Energie und WK Wien-Bezirksobmann Matthias Schiffer

Am Anfang der Grätzl Energie stand ein neues EU-Gesetz. Es ist im Vorjahr in Kraft getreten und erlaubt erstmals Energiegemeinschaften, die über jene von Wohnhausanlagen hinausgehen. Rasch wurde die „WEG – Grätzl Energiegemeinschaft“ als Genossenschaft gegründet. „Im Gegensatz zum Beispiel zu einem Verein müssen sich Genossenschaften regelmäßig prüfen lassen. Das bietet unseren Mitgliedern mehr Sicherheit. Wir lassen uns freiwillig sogar jährlich prüfen“, erzählt Roland Kuras, Vorstand der Grätzl Energie und Geschäftsführer des Energieberaters Power Solution.

Das Konzept der Grätzl Energie wird hoffentlich auch in anderen Bezirken Nachahmer finden. Sie zeigt, wie man Regionalität, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit optimal verbindet.
Matthias Schiffer, WK Wien-Bezirksobmann für den 23. Bezirk

Vorteile für Wirtschaft, Private und Umwelt

Aktuell sind es drei Betriebe und eine Privatperson mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die ihren nicht benötigten Strom an andere Unternehmen und Privatpersonen verkaufen. Die Verbraucher haben den Vorteil, dass 40 % der Netzgebühren sowie verschiedene Abgaben entfallen.

Auch wenn der ökologische Gedanke im Vordergrund steht, sind diese Aspekte und vor allem die Preisstabilität enorm wichtig – gerade in Zeiten wie diesen. Wer Stromerzeuger werden will, muss übrigens kein eigenes Geld in die Hand nehmen: Mit der Volksbankengruppe im Hintergrund übernimmt Grätzl Energie die komplette Finanzierung und stellt die Anlage zur Verfügung.

Smart Meter ist Voraussetzung

Die Stromverteilung ist durchaus komplex: Viertelstündlich werden Erzeugung und Verbrauch der Mitglieder mittels Smart Meter gemessen. Unternehmen verbrauchen werktags und tagsüber mehr Strom als Konsumenten. Daher wird ihnen für diesen Zeitraum auch mehr Strom zugeteilt. Die Konsumenten haben dafür am Wochenende und außerhalb der Bürozeiten Vorrang. Laut Kuras können Haushalte ihren Strombedarf so zu rund einem Drittel decken, bei Unternehmen sind sogar bis zu 50 Prozent möglich.

Neben dem ökologischen Aspekt ist Kuras der soziale Gedanke ebenfalls wichtig: Auch in Österreich können immer mehr Menschen die Energiekosten kaum oder gar nicht mehr bezahlen. Ihnen will er helfen, zum Beispiel mit einer Energiespende der stromerzeugenden Mitglieder. „Bis Jahresende wollen wir die Grundstrukturen dafür geschaffen haben“, berichtet er.

Weitere Infos beim Grätzlfest

Wer mehr über die Grätzl Energie wissen will, hat am 16. September 2022 Gelegenheit dazu: Auf dem Areal der Tischlerei Holzträume findet das Grätzlfest statt, bei der sich zahlreiche Liesinger Betriebe präsentieren. Start ist um 13:00 Uhr mit einer Diskussionsrunde zum Thema Energie, für die auch Umweltministerin Leonore Gewessler angefragt wurde. Unterhaltung für Groß und Klein sowie ein Angebot an verschiedenen Speisen und Getränken runden das Programm ab.

Fakten und Zahlen 


  • Gründungsjahr der Grätzl Energie: 2021
  • Derzeit 31 Mitglieder
    • 4 Stromerzeuger (3 Unternehmen, 1 Privatperson)
    • 27 Kunden (4 Unternehmen, 23 Privatpersonen)
  • Mitgliedschaft: Einmalig 50 Euro (Privatpersonen), 100 Euro (Unternehmen)
  • Mitgliedsbeitrag: 50 Euro für Privatpersonen, 100 Euro für Unternehmen pro Jahr (jeweils exklusive USt)
  • Ein Smart Meter ist Voraussetzung für den Beitritt. Zusätzlich gibt es eine technische Prüfung, ob die Stromversorgung möglich ist.
  • Für den über Grätzl Energie bezogenen Strom erhält man eine eigene Rechnung. Alles andere steht auf der Rechnung des bisher alleinigen Stromversorgers – inklusive der Rabatte bei den Netzgebühren und den teilweise entfallenden Abgaben.