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Ein Bezirk der Gegensätze

Bezirksporträt: Barocker Prunk trifft im Dritten auf gelebte Nachbarschaft und Familienbetriebe. Großstadtflair und Forschungszentren finden sich hier genauso wie dörfliches Wohnfeeling.
Marktstand
© Krewenka/Steinbrenner Der Rochusmarkt im 3. Bezirk zählt zu den meistbesuchten Märkten Wiens.

Mit all seinen Gegensätzen ist der dritte Bezirk sowohl für Bewohner als auch Betriebe attraktiv: Mit einem Fuß schon in der Wiener Innenstadt und mit dem anderen im Brachland, wo dörfliche Wohngebiete entstehen werden. Mit Orten, wo Geschichte geschrieben wurde, und neuen Vierteln, die die Zukunft Wiens noch wesentlich mitbestimmen werden, könnte der dritte Wiener Gemeindebezirk gegensätzlicher nicht sein.

Im Westen finden sich prunkvolle Gebäude und Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Belvedere, die die Landstraße zum Touristenmagneten machen. Im Vorjahr zählte der Bezirk mehr als 450.000 Gästeübernachtungen und belegte nach der Inneren Stadt und der Leopoldstadt damit den dritten Platz. 2019 - vor der Corona-Pandemie - waren es fast 1,8 Millionen Nächtigungen. Im Osten liegt das Industriegebiet in Erdberg, wo auf einem ausgedehnten Gebiet Wohnungen und Industriebetriebe entstehen. 

Hohe Kaufkraft, hoher Bildungsstand

Überdurchschnittlich hoch ist auch die Zahl der Botschaften, die im westlichen Teil des Bezirks rund um alte Prunkbauten angesiedelt sind. Mit einem Akademikeranteil von 38,3 Prozent bei allen 25- bis 64-Jährigen liegt die Landstraße deutlich über dem Wiener Schnitt von 28 Prozent.

Das wirkt sich auch auf die durchschnittliche Kaufkraft im Bezirk aus: Der Kaufkraftindex liegt mit 106 über dem Wiener Durchschnitt von 100. An der Stadtfläche nimmt der 3. Bezirk zwar nur zwei Prozent ein, mit mehr als 8.000 Betrieben finden sich hier aber rund sieben Prozent aller Wiener Unternehmen.

Jede Menge Geschichte(n)

Auch aus historischer Sicht hat der Dritte einiges zu bieten: Immerhin liegt der Bezirksteil Erdberg auf dem ältesten Wiener Grund, wo sich schon die alten Römer ansiedelten und Richard Löwenherz auf dem Rückweg vom Kreuzzug gefangen genommen wurde. Geschichte geschrieben wurde im Dritten auch bei der Unterzeichnung des Staatsvertrags im Schloss Belvedere.

Und auch die Landstraßer Hauptstraße, heute nach der Mariahilfer Straße und der Innenstadt die drittgrößte Einkaufsstraße, war schon in der Antike ein wichtiger Straßenzug, der sich vom Stubentor stadtauswärts über den Rochusmarkt bis zur Schlachthausgasse zieht.

Authentisch und einzigartig

Die Landstraßer Hauptstraße zeichnet sich durch ihre Vielfalt und ihre vielen familiengeführten Unternehmen aus. Vom Lederhändler über das Beisl von nebenan, wo man sich zur Mittagspause trifft, bis zum Marktstand oder dem Kosmetikstudio - viele der Betriebe gibt es bereits in dritter Generation. Man kennt sich, und das macht die Straße und den Bezirk authentisch und einzigartig.
Klaus Brandhofer, WK Wien-Bezirksobmann für den 3. Bezirk

In Summe zählt die rund drei Kilometer lange Einkaufsstraße 449 Geschäftslokale aller Branchen. Hier ist auch der Einkaufstraßenverein „Landstraßer Kaufleute” beheimatet, der sich unter der Leitung von Stefan Fellner mit unterschiedlichen Aktionen für die Unternehmen im 3. Bezirk engagiert.

Event-Arena in St. Marx

Viel Neues entsteht im Stadtteil St. Marx. In den letzten Jahren entwickelte sich das Grätzel im Süden des Bezirks zum Mediencluster und Hotspot für Biotechnologie. „Bis in die 1990er waren hier Fleischproduktion und der Viehhandel ansässig, mittlerweile haben sich hier viele Biotechnologiefirmen angesiedelt - das ist vor allem dem Biologiezentrum der Universität Wien zu verdanken”, schildert Brandhofer. Auch eine Eventhalle soll hier in den nächsten Jahren aus dem Boden gestampft werden.

Laut aktuellen Plänen soll die neue „Wien Holding-Arena” in St. Marx ab 2028 den Event-Betrieb der alten Stadthalle übernehmen. Unbedingt mit berücksichtigen müsse man dabei aber den Verkehr, so Brandhofer. Denn: „Der Verkehr macht uns jetzt schon zu schaffen, bei einer Event-Halle in dieser Dimension muss man die Verkehrsbedingungen entsprechend anpassen. Man muss sich Gedanken über zusätzliche Wege und Möglichkeiten zum Beispiel über den Donaukanal machen.”

Verkehrsdrehscheibe

Fast ein Drittel der Bezirksfläche in der Landstraße ist bereits dem Verkehr gewidmet: Rund 65 Kilometer Radwege, aber auch die S-Bahn-Stammstrecke, zwei U-Bahn-Linien, der City Airport Train und der Busbahnhof im Bezirksteil Erdberg finden sich im Dritten. Nicht ohne Grund, weiß Brandhofer: „Wir zählen aktuell mehr als 83.000 Einpendler, also Menschen, die hier arbeiten und in anderen Bezirken wohnen - Tendenz steigend.” 

Zahlen, Daten, Fakten

  • 7,4 km2 beträgt die Gesamtfläche der Landstraße. 29 % davon entfallen auf Verkehrsflächen, 56 % auf Bauland, 15 % auf Grünland und Gewässer.
  • 93.248 Menschen leben aktuell im Bezirk Landstraße (Stand 2021).
  • 38,3 % der 25- bis 64-Jährigen haben einen Hochschulabschluss (Stand 2019).
  • 40,9 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Wohnbevölkerung (Stand 2021).
  • 8.560 Unternehmen aus mehr als 620 unterschiedlichen Branchen sind hier angesiedelt.
  • 210.983 Übernachtungsgäste zählte der 3. Bezirk im Jahr 2020.