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Weniger leere Geschäfte im Dritten

Dank der umfangreichen Hilfen gab es während der Corona-Krise weniger Firmenpleiten als davor. Die Zahl der leeren Geschäftslokale im 3. Bezirk nimmt daher ab. Die Inflation bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich.

Klaus Brandhofer
© Stuhlpfarrer | WKW Auch wenn man den gegenteiligen Eindruck haben könnte: Die Leerstände im 3. Bezirk sind seit Jahren rückläufig.
Wenn man durch den 3. Bezirk geht, sieht man immer wieder leere Geschäftslokale. Auch wenn subjektiv der Eindruck entstehen mag, dass in den vergangenen zwei Jahren mehr Betriebe geschlossen wurden, so ist das Gegenteil der Fall. Trotz Corona und den wirtschaftlichen Verwerfungen sind auch im 3. Bezirk mehr Betriebe gegründet und geöffnet als geschlossen worden.

Rochusmarkt und Wien Mitte besonders gefragt

Das „Freie Lokale“-Service der Wirtschaftskammer Wien bemerkt daher einen Rückgang der am Markt verfügbaren Geschäftslokale.

Generell sind im 3. Bezirk seit 2010 immer weniger freie Geschäftslokale zu finden. Besonders gefragt sind derzeit vor allem die Gebiete um den Rochusmarkt und um Wien Mitte.
Klaus Brandhofer, WK Wien-Bezirksobmann für den 3. Bezirk

Weshalb sind derzeit dennoch gefühlt mehr Geschäfte leer als üblich? „Viele nützten und nützen die Zeit, um ihre Geschäfte zu renovieren“, erzählt WK Wien-Bezirksobmann Klaus Brandhofer. „Die dann geschlossenen Geschäfte fallen natürlich auf. Andere wiederum stehen leer, weil die neuen Mieter die Verträge dafür zwar unterschrieben haben, aber mit der Öffnung noch zuwarten.“

Energiepreise und Inflation als Herausforderung

Auf der gesamten Landstraßer Hauptstraße bewegen sich die Leerstände seit geraumer Zeit im üblichen Bereich von fünf bis sechs Prozent. Die Gründe für eine Schließung sind übrigens nicht nur auf finanzielle Probleme zurückzuführen. Dazu gehören auch Standortverlagerungen, Umgründungen, zeitlich befristete Pop-ups oder Pensionierungen.

Der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Unsicherheiten usw. treiben aktuell die Preise nicht nur für Energie enorm in die Höhe. Zusätzlich gibt es zum Teil gravierende Lieferschwierigkeiten. Experten rechnen damit, dass sich das auch auf die Insolvenzzahlen auswirken wird. Aktuell ist davon im 3. Bezirk aber noch nichts zu spüren.

Hilfe bei der Standortsuche

Die Wirtschaftskammer Wien unterstützt Gründer und Unternehmer mit dem „Freie Lokale“-Service bei der Standortsuche in der Erdgeschoßzone. Neben einer Onlineplattform können sie auch persönliche Beratungen und Standortinformationen in Form von Standortanalysen in Anspruch nehmen. Das Ziel ist, geeignete Mieter für die Geschäftslokale zu finden und das nachhaltig und dem jeweiligen Standort entsprechend. 

Zusätzlich betreibt das „Freie Lokale“-Service seit jeher ein Monitoring der Erdgeschosszone in Geschäftsstraßen und Grätzeln. Augenscheinlich freie Geschäftslokale werden erhoben und in ein Leerflächenmanagement eingepflegt. Darüber hinaus werden die zuständigen Hausverwaltungen bzw. Eigentümer kontaktiert, um den Status des Geschäftslokals zu eruieren (vermietet/vergeben, in Umbau/Sanierung, tatsächlich frei und eventuell am Markt verfügbar etc.). 

Das „Freie Lokale“-Service tauscht sich auch regelmäßig mit der Wiener Immobilienwirtschaft aus sowie mit den „Kreativen Räumen Wiens“, deren Fokus die temporäre Aktivierung von Geschäftsflächen ist.