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Moderne Begrünung, Cooling und viel Platz

Neue Zollergasse: „Zollerbach“ fließt und kühlt - XL-Bäume folgen im Herbst
Sima und Reiter in der Zollergasse
© WKW/Kolokolow
In neuem Kleid präsentiert sich die neugestaltete Zollergasse im 7. Bezirk. Sie wurde in den letzten Monaten zwischen Lindengasse und Mariahilfer Straße verkehrsberuhigt und begrünt, die sogenannten XL-Bäume – großkronige Bäume mit großem Stammumfang - werden im Herbst gepflanzt. Auch für Cooling-Maßnahmen ist gesorgt, der von Bezirksvorsteher Reiter benannte "Zollerbach", ein kleines mit aus Wasserdüsen gespeistes Bächlein, kühlt die Umgebung und erfreut schon am ersten Tag Groß und Klein. 

Planungsstadträtin Ulli Sima und Neubaus Bezirksvorsteher Markus Reiter haben die neue Zollergasse heute eröffnet. "Ich freue mich, dass die Umgestaltung so rasch über die Bühne gegangen ist, wir haben auf Wunsch des Bezirks gemeinsam eine verkehrsberuhigte Straße mit modernen Begrünungs- und Cooling-Elementen geschaffen. Im Herbst folgen noch die großen Bäume, die von Anfang Schatten spenden werden, die sogenannten XL-Bäume werden die ersten sein, die in Wien gepflanzt werden, ich freue mich auf diese Premiere", so Planungsstadträtin Ulli Sima. Sie sind rund 25 Jahre alt, haben großen Kronenumfang und werden von Anfang an Schatten spenden. Aufgrund technischer Einbauten wie etwa Versorgungsleitungen für die U-Bahn war es eine echte Herausforderung, den passenden Platz für Bäume zu schaffen. Für Bezirksvorsteher Markus Reiter ist das Projekt "ein weiteres Vorzeigeprojekt im Rahmen des Programms 'Kühle Zone Neubau', welches gemeinsam mit der Wiener Stadtregierung realisiert werden konnte."

Cooling und Entsiegeln im Kampf gegen Hitzeinseln 

Die Neustrukturierung der Zollergasse hat es ermöglicht, den Versiegelungsgrad zu reduzieren und Beete mit blühenden Staudenmischungen anzulegen, man setzt auf naturnahe Bepflanzung. Die Oberfläche ist im Bereich der Baumscheiben zu 100 Prozent entsiegelt und nach dem sogenannten Schwammstadtprinzip konzipiert. Dieses schafft größere Wurzelräume für Bäume, was sie wiederum hitzeresistenter und langlebiger macht. Wasserdüsen und Trinkbrunnen sorgen für die nötige Kühlung während der heißen Sommermonate und tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Straßenmittig werden im Herbst acht großkronige Zelkoven gepflanzt, die zur Pflanzengattung der Ulmen gehören. Sie sind die ersten XL-Bäume, die in Wien gepflanzt werden, weitere sollen auch am Neuen Markt folgen. 

Zollergasse
© WKW/Kolokolow
Konsumfreie Räume für alle

Bis zu 20 konsumfreie Sitzgelegenheiten wie Sitzhocker, Pendelsitze in den Pergolen, Sessel und Sitzbänke mit Arm- und Rückenlehnen laden zum Verweilen einladen. Die konsumfreien Flächen können auch für temporäre Kunst und Kultur im öffentlichen Raum genutzt werden. Für Fahrräder stehen künftig in diesem Abschnitt der Zollergasse 20 Radbügel zur Verfügung. Das taktile Leitsystem soll blinde und sehschwache Menschen sicher durch den Straßenraum führen.

Das Prinzip der Schwammstadt für klimafitte Bäume 

Im Bereich des Multifunktionsstreifens in der Straßenmitte kommt das Schwammstadtprinzip zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein innovatives System zur Verbesserung des Lebensraums der Bäume sowie des Regenwasser-Managements. Bäume bekommen durch dieses System mehr Luft und Wasser. Durch die sukzessive Verdunstung kommt es zu einer permanenten Verbesserung des Mikroklimas.

Zudem wird die Kanalisation bei Starkregen-Ereignissen entlastet. Dafür sorgt eine Schicht aus grobkörnigem Schotter sowie wasserspeichernden Materialien wie Aktivkohle, die im Straßenraum eingebracht wird. Die Bäume stehen in ihren Baumscheiben, haben aber direkten Kontakt zu den Schotter-Schichten und können diese durchwurzeln. Auch Regenwasser-Sammler-Sonnenschirme beim "Europa"-Schanigarten speisen die Schwammstadt. Die Entwässerung kann von Sommer- auf Winterbetrieb umgestellt werden, damit durch Streusalz verunreinigtes Wasser direkt in die Kanalisation abgeleitet wird und nicht in den Wurzelbereich der Bäume eindringt.

Begegnungs- und Fußgängerzone

Die Zollergasse wurde zwischen Lindengasse und Mariahilfer Straße niveaugleich ausgestaltet. Konkret ist die Zollergasse von Lindengasse bis zur bestehenden Postfiliale in der Höhe Zollergasse 2 nun eine weitere Begegnungszone Wiens inklusive Wendebereich. Damit bleibt die Zufahrt zu den bestehenden Garagenplätzen ebenso wie die Zufahrts-, Halte- und Lademöglichkeit im Bereich der Postfiliale weiterhin gewährleistet. Im Anschluss an die Begegnungszone von der Postfiliale bis hin zur Mariahilfer Straße ist die Zollergasse eine Fußgängerzone. Die Zufahrt zur Mariahilfer Straße für den Lieferverkehr wird zeitlich an die dortige Fußgängerzone angepasst.

Pflasterung im Teppichmuster erinnert an Namensgeber der Zollergasse

Namensgebend für die Zollergasse ist übrigens der Tuchhändler Michael von Zollern (1665-1756). Passend dazu wurden die quadratischen Granitpflastersteine aus dem Waldviertel – inspiriert von Stoffmustern – angeordnet. Die gepflasterte Fläche soll einen Teppich symbolisieren - ein Teppich, der darauf wartet, von Menschen betreten zu werden. Pergolen, die an Webstühle erinnern, werden mit modernen Sitzmöbeln versehen und ebenfalls begrünt.