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„Female Start Ups – Potenziale und Mythen“ 

Clubabend mit Staatssekretär Harald Mahrer am 11.04.2016
Stand:
Der Zukunft.Frauen Alumnae Club lud am 11. April in den Marmorsaal des BMWFW, um mit Staatssekretär Harald Mahrer zum Thema „Female Start Ups – Potenziale und Mythen“ zu diskutieren.
 
Nach einem kurzen Abriss über seinen unternehmerisch geprägten Werdegang berichtete Harald Mahrer über seine aktuellen Schwerpunkte in Innovation und Forschung. Er sieht Österreich in Forschung und Unis teilweise an der Weltspitze, ortet aber Nachholbedarf, die Innovationen auch in der Wirtschaft umzusetzen. Er sieht in der Digitalisierung eine disruptive Veränderung vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Alte Prozesse werden durch neue abgelöst und agieren von Produkten vielfach unabhängig. Ailbaba, der weltweit der größte Händler, kommt ohne ein einziges eigenes Produkt aus. Ähnlich ist airbnb der größte Tourismusanbieter, ohne ein einziges Zimmer zu besitzen. Diese Entwicklung führt zu einem kompletten Wandel in der internationalen Wirtschaftslandschaft. „Die bisherige Dynamik wird dabei in den nächsten Jahren noch weiter rasant zunehmen. Damit uns der Zug nicht vor der Nase davonfährt, müssen wir zukunftssichere Jobs schaffen und kreative Ideen in die Praxis umsetzen. Wir müssen den Zug lenken und nicht im Waggon hinten drinnen sitzen", so Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Harald Mahrer.
 
Staatssekretär Mahrer sieht die Kreativität, Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit Österreichs stark unter Druck. "Ich möchte, dass Österreich wieder die Top-Innovationsgruppe in Europa anführt", so Mahrer.
 
Harald Mahrer ortet in Österreich derzeit einen „elitären Pessimismus“, der wachstumshemmend wirkt. "Ich bin überzeugt, dass die Wirtschaft stärker von Frauen geprägt werden muss, damit Unternehmen nachhaltiger, ruhiger und resilienter auf Veränderungen reagieren und zukunftsorientierter wachsen können. Wir brauchen wieder mehr Eigenverantwortung, Engagement und Mut, um noch mehr bewegen und verändern zu können. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen noch härter daran arbeiten", so Mahrer. Laut Mahrer bedarf es der in der Start-Up-Szene herrschenden Aufbruchsstimmung samt Kreativität und unternehmerischem Mindset – genau in innovativen Gründern, Spin-offs und Social Entrepreneurs sieht er die Speerspitze der notwendigen Veränderung. Frauen haben dabei schon heute eine wachsende Bedeutung – und dies wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken.
 
Unter den Gästen waren:
Gerlinde Layr-Gizycki (LGT Bank), Elisabeth Förster-Waldl (MedUni Wien), Sabine Straßer (Albertina Hotel-Betriebs GmbH), Karin Schmidt-Mitscher (Unicredit), Ulrike Rauch-Keschmann (Österreich Werbung), Angelika Schätz (BMWFW), Sylvia Unger (Unger Rechtsanwälte), Sonja Holocher-Ertl (WKÖ), Manuela Lindlbauer (Lindlpower)

Von links beginnend: Ingeborg Bauer-Kunst, Manuela Lindlbauer, Gerlinde Layr-Gizycki, Harald Mahrer, Karin Meier-Martetschläger, Karin Schmidt-Mitscher, Maryrose Sutterlüty, Beatrice Schobesberger