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Zukunft.Frauen Alumnae Club Neujahrsempfang 2016 

„Schwedisches Flair trifft Wiener Eleganz“ im Svenskt Tenn Pop-Up Store mit Maria Veerasamy, Helen Eduards und DDr. Christoph Thun-Hohenstein
Stand:

Das erste Meeting des Clubjahres 2016 (gleichzeitig unser Neujahrsempfang), fand im stylischen Svenskt Tenn Pop-Up Store in der Operngasse 8 in 1010 Wien statt. Über 80 Teilnehmerinnen des Alumnae Clubs Zukunft.Frauen sowie des  EY-Frauennetzwerkes „All Eyes on Women“ nahmen im Rahmen der Kooperation der beiden Netzwerke  an der Veranstaltung teil.

 

Svenskt Tenn  wurde vor mehr als 90 Jahren von einer Frau, Estrid Ericson, gegründet. Heute wird das Unternehmen, das zu den wichtigsten schwedischen Designunternehmen zählt, von der weiblichen CEO Maria Veerasamy gemanagt. Maria Veerasamy gab uns einen spannenden Einblick in die Geschichte des äußerst erfolgreichen Unternehmens sowie des Textil- und Möbeldesigns in Schweden. Svenskt Tenn gehört interessanterweise einer gemeinnützigen Stiftung zur Förderung von wissenschaftlicher Forschung und Lehre v.a. in den Bereichen Ökologie und Medizin und verwendet den Gewinn ausschließlich für Research.

 

Helen Eduards, schwedische Botschafterin in Österreich (und darüberhinaus auch in Slowenien, der Slowakei und bei den Vereinten Nationen) gab einen kurzen Abriss über ihren bisherigen Lebenslauf, der v.a. unter dem Leitbild „Equal Rights“ steht. Dabei gab sie spannende Einblicke in Unterschiede zwischen Österreich und Schweden, aber auch im Vergleich zur EU, so zB

  • Geburtenrate in Schweden 1,85 vs. 1,4 in Österreich
  • Niedrigerer Wage Gap in Schweden bei gleichzeitig viel weniger verbreiteter TZ-Arbeit
  • In Österreich niedrigeres Pensionsantrittsalter von Frauen und damit verbunden auch niedrigere Pensionshöhe
  • Während EU-weit nur 66% der Frauen ggü. 89% der Männer arbeiten, beträgt der Wert bei schwedischen Frauen 83%
  • Haushalt wird als gemeinsame Aufgabe gesehen (EU-weit arbeiten Frauen wöchentlich 26 h im Haushalt, Männer nur 9 h)
  • Gender Equality (gleiche Rechte + Chancen) als Topthema der schwedischen Regierung

DDr. Christoph Thun-Hohenstein, Direkor des MAK, sprach in seiner anschließenden Keynote über die Relevanz der Wiener Eleganz für schwedisches Design und stellte die Verbindung des erfolgreichsten schwedischen Designers aller Zeiten, Josef Frank, zu Österreich her. Josef Frank, 1885 in Baden bei Wien geboren, zählt nicht nur zu den bedeutendsten österreichischen ArchitektInnen des 20. Jahrhunderts, sondern mit seinen Entwürfen für Textilien und Mode auch zu den Gestaltern der Moderne, denen das internationale Design bis heute wichtige Impulse verdankt. Nach seiner Emigration 1933 war er bis zu seinem Tod 1967 in Schweden unter anderem als Designer von Svenskt Tenn tätig und schuf unzählige Entwürfe, die bis heute realisiert werden.

 

Christoph Thun-Hohenstein sprach weiters über die aktuelle Ausstellung im MAK zu Josef Frank, welche unter dem Titel „Against Design“ noch bis 3. April 2016 läuft. Die Ausstellung mit zahlreichen Exkursionen und sehenswertem Katalog widmet sich dem gesamten Werk von Josef Frank, das sich über Möbel- und Textilentwürfe sowie seine intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Architektur und Wohnen erstreckt. Der Ansatz des heute noch als „zeitgenössisch“ geltenden Designers und Designkritikers Frank mit seinem pragmatischen Gestaltungsansatz und seinem Plädoyer für einfache und bequeme Architektur und Formgebung ist heute aktueller denn je und bringt mit teilweise sehr bunten Entwürfen damals wie heute Farbe in Schwedens Wohnungen. Mit einem schwedischen Buffet klang der Abend gemütlich aus und gab ausreichend Möglichkeit zum Netzwerken.


Alle Fotos der Veranstaltung zum Nachsehen finden Sie hier.


Titelfoto (von links nach rechts): Christine Marek, Karin Schmidt-Mitscher, DDr. Christoph Thun-Hohenstein (MAK), Mag. Elfriede Baumann (EY), Gerlinde Layr-Gizycki, Helen Eduards (schwedische Botschafterin in Ö), Beatrice Schobesberger, Maria Veerasamy (Svenskt Tenn)