Kreisler: Vier Schnellladestationen lösen regionale Spezialitäten ab
2020 eröffnete Andreas Höcher das erste teilautomatisierte Spezialitätengeschäft Österreichs. Jetzt sattelt er gänzlich um.
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Der Name war beim „Kreisler“ lange Zeit Programm: Anfang 2020 ging Andreas Höcher am Kreisverkehr zwischen St. Veit und Labuttendorf mit einem regionalen Spezialitätenmarkt an den Start. Wie beim Greisler konnten Kunden regionale Produkte erwerben, doch anders als üblich erfolgte der Einkauf digital. An vier Terminals gaben Kunden die Bestellung auf, ein Roboter stellte sie im Hintergrund zusammen. Bezahlt wurde kontaktlos am Terminal. Mit Ende 2023 ist jedoch zumindest damit Schluss. Höcher verlagerte seinen Fokus auf das Bereitstellen einer Schnellladeinfrastruktur für E-Autos. Bereits 2020 verfügte der Kreisler über zwei Schnellladestationen. Im Dezember wurde auf vier aufgestockt. Zeitgleich ging eine weitere in Wolfsberg in Kärnten in Betrieb.
Keine E-Autos ohne passende Infrastruktur
Warum man sich beim Kreisler ab diesem Jahr gänzlich dem Stromgeschäft widmet? „Seit 2020 haben wir eine ständige Zunahme an Ladetätigkeit bemerkt. Das wollten wir ausbauen. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und glauben, dass E-Autos ohne Schnellladestationen ihren Durchbruch haben werden“, so Höcher, an dessen Ladesäulen E-Autos innerhalb von 15 bis 20 Minuten aufgeladen werden können.
Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und glauben, dass E-Autos ohne Schnellladestationen ihren Durchbruch haben werden.

Andreas Höcher
Kreisler
Den Strom für die vier 150 kW- Ladestationen bezieht Kreisler aus einer 200 kWp-Photovoltaikanlage und einem 300 kW-Speicher. Um die Abläufe im Ladepark zu optimieren, arbeitet das Unternehmen seit 2023 auch mit Joanneum Research zusammen. Mit dessen Unterstützung werden historische Daten analysiert, um so das Speichern von Strom, den Verkauf über die Ladestationen und den Stromzukauf weiter zu optimieren. In Planung sei ebenso die Einbindung einer Software, um Strom aus verschiedenen Quellen effizient beziehen und verteilen zu können. Das Konzept gehe jedenfalls auf: Nach weiteren Standorten für Schnellladestationen im ländlichen Raum wird laut Höcher bereits gesucht.