Johannes Homa und Johannes Benedikt haben 2011 den 3D-Druck- Spezialisten Lothoz gegründet. Heute sind sie am Weltmarkt erfolgreich. Unterstützt hat sie dabei auch die WK Wien mit ihren Außenwirtschaft-Services.
© Hans Schubert

Am Weltmarkt erfolgreich

Mit keramischem 3D-Druck hat sich das Wiener Vorzeigeunternehmen Lithoz binnen weniger Jahre international einen großen Namen gemacht. Die Außenwirtschaft der WK Wien hat mitgeholfen.

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Aktualisiert am 05.08.2023

Als Johannes Homa und Johannes Benedikt 2011 das damals noch völlig unbekannte Technologie-Start-up Lithoz als Spin-off der Technischen Universität (TU) Wien gründeten, ahnte noch niemand, welch atemberaubende Entwicklung das Unternehmen einschlagen würde. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Spezialisten aus den Bereichen Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Chemie schafften die beiden jedoch ein neues Fertigungssystem, das die Herstellung von keramischen Werkstoffen für Industrie und Medizin ermöglicht. Heute ist Lithoz ein international gefragter Komplettanbieter für die additive Fertigung von Hochleistungskeramik mit fast 100 Prozent Exportanteil, beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und unterhält Tochterfirmen in den USA und China.

„Die Wirtschaftskammer hat uns auf unserem zwölf Jahre dauernden Weg sehr geholfen”

Export-Service der WK Wien

Dass Lithoz-Maschinen heute auf allen Kontinenten zu finden sind, hat auch mit dem Außenwirtschaftsservice der Wirtschaftskammer zu tun. „Die Wirtschaftskammer hat uns auf unserem zwölf Jahre dauernden Weg sehr geholfen”, sagt Homa. „Beim Einstieg in den Export war die go-international-Initiative von unschätzbarem Wert, da sie uns nicht nur finanziell unterstützt hat, sondern auch aufschlussreiche Workshops veranstaltete. Dies hat uns geholfen, uns zu einem exportorientierten Unternehmen zu entwickeln.” Auch die Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer haben geholfen, das Geschäft von Lithoz im Ausland aufzubauen und zu erweitern, sagt Homa.


Das Wiener Unternehmen Cubicure stellt 3D-Drucker und dazu passende Kunststoffe für den industriellen Einsatz her. Im Bild: Geschäftsführer Robert Gemeiner (l.) mit einem Mitarbeiter.
© Otmar Winterleitner/Cubicure

Partner finden für Innovationen und Kooperationen

Gemeinsam kann man mehr erreichen. Nach diesem Motto funktioniert das Innovations-/Kooperationsservice der Wirtschaftskammer Wien. Hier ist richtig, wer eine Innovation hat und dafür einen Entwickler, Produzenten oder Zulieferer sucht. Oder aber auch Betriebe, die ihr Angebot oder Kontaktnetzwerk über eine Kooperation erweitern wollen oder ein Großprojekt gemeinsam mit anderen umsetzen wollen. In einem persönlichen Gespräch analysieren Fachleute der WK Wien das Anliegen, unterstützen bei der strategischen Ausrichtung der Geschäftsidee und begleiten bei der gezielten Suche nach potenziellen Partnern. Für Wiener Unternehmen, die Partner suchen und von Interessierten gefunden werden wollen, bietet die WK Wien zwei öffentlich zugängliche Plattformen an: Die Innovationsbörse und die Kooperationsbörse. Nach Themengebieten übersichtlich geordnet, präsentieren sich hier Betriebe mit ihren Leistungen und Kontaktdaten. Fast 400 Anbieter sind derzeit in der Kooperationsbörse gelistet, in der noch jungen Innovationsbörse sind es schon knapp 160. Einer davon ist der Wiener 3D-Druck-Spezialist Lithoz (siehe Bericht oben). Als Innovationsunterstützer bietet der Technologie-Vorreiter hier Umsetzungsmöglichkeiten, die das Angebot vieler Innovatoren bereichern kann.