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Verwerfungen in Lieferketten bremsen Aufschwung

Gestresste Lieferketten und die Knappheit von Rohstoffen beherrschen nach wie vor den Alltag jedes Unternehmens und werden auch noch Auswirkungen in den kommenden Monaten haben.

Lieferketten Welt
© AdobeStock
Kaum ein Thema wurde durch die Covid-19-Pandemie so stark in den Mittelpunkt gerückt wie die Lieferketten. Von einem Tag auf den anderen wurden Lieferketten weltweit unterbrochen. Corona-Cluster haben nicht nur Fabriken, sondern auch wichtige internationale Verkehrsstraßen lahmgelegt. Nach einem Nachfrageeinbruch infolge der Lockdown-Maßnahmen kam es seit Jahresbeginn 2021 zu einer überraschend schnellen Erholung und damit zu einem sprunghaften Anstieg der globalen Nachfrage, auf die sich Lieferanten nicht rechtzeitig einstellen konnten. Ein wesentliches Risiko für die wirtschaftliche Erholung liegt jetzt in den zunehmenden Lieferengpässen. Die Ursachen für die Engpässe sind mannigfaltig und liegen vor allem in der Corona-Krise begründet.

Bremsklötze Lieferengpässe und Rohstoffknappheit

Die Knappheit an Rohstoffen und wichtigen Zulieferteilen bremst die wirtschaftliche Erholung in der sommerlichen Entspannungsphase der Corona-Krise aus. Der Mangel an Rohstoffen setzt nun auch heimischen Produktionsunternehmen deutlich zu. Die Rohstoffknappheit führt weltweit zu steigenden Preisen, längeren Lieferzeiten und geringeren Verfügbarkeiten. „Sehr heikel ist, dass neben bisher knappen Rohstoffen, wie Technologiemetallen, jetzt auch bislang unproblematische Materialien verstärkt nachgefragt werden. Die Folgen sind extreme Preiserhöhungen und bei den Lieferzeiten ist Geduld angesagt. Lieferschwierigkeiten sowie deutliche Preissteigerungen bei Vorprodukten und Rohstoffen machen derzeit nicht nur der Exportwirtschaft zu schaffen, sie treffen Unternehmen sämtlicher Branchen und Größenklassen“, berichtet Mag. Thomas Albrecht, Leiter des WKS-Fachbereichs Handelspolitik und Außenwirtschaft.

Produktion besonders hart getroffen

Durch unterbrochene Lieferketten, behördlich veranlasste Betriebsschließungen zur Eindämmung des Corona-Virus, oftmals aber auch durch das Fehlen von wichtigen Zulieferteilen, wurde der Produktionsbereich besonders hart von der Covid-19-Pandemie getroffen. Angesichts der zunehmenden Globalisierung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite und der damit einhergehenden Abhängigkeit von Unternehmen von globalen Warenströmen ist wohl auch in Zukunft davon auszugehen, dass immer wieder kleinere oder größere Angebots- oder Nachfrageschocks auch heimische Unternehmen beeinflussen.

Schlüssel zur nachhaltigen Liefersicherheit

Im Bereich der Internationalisierung sind Aktivitäten schon lange nicht mehr nur auf den Export ausgelegt, sondern ist der Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette gerichtet. Damit umfasst sind ebenso Aktivitäten des Beschaffungswesens. „Verantwortliche im Bereich der Beschaffung sind mehr denn je gefordert, die bestehenden Lieferketten genauer und tiefergehend zu betrachten, um Risiken exakt zu bewerten und damit robuste Lieferketten für die Zukunft sicherzustellen“, sagt Mag. Thomas Albrecht. Die Organisation von Lieferketten (Supply Chain Risk Management) ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein stetiger Begleitprozess in der gesamten Lieferkette. Mit adäquater Resilienz können sich Unternehmen zumindest darauf vorbereiten, Schäden im eigenen Wirkungsbereich zu minimieren.

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unterstützt bei Global Sourcing

Vor der Covid-Pandemie machten die österreichischen Importe von Vorprodukten rund 42% der gesamten Wareneinfuhren aus. Die Covid-Krise führte bei einem Drittel der heimischen Industrieunternehmen zu Zulieferproblemen. Bei etwa 30% der Unternehmen hängt die gesamte Produktion an nur einigen wenigen oder überhaupt nur an einem Lieferanten. Laufend ist damit zu rechnen, dass es aufgrund von covidbedingten Verdachts- oder Infektionsfällen in der eigenen Belegschaft aber auch von Zulieferunternehmen zu Produktionsverzögerungen kommen kann. „Daher ist die oberste Priorität vieler Unternehmen, negative Auswirkungen der Covid-Pandemie möglichst abzufedern, um nach der Krise wieder wirtschaftlich und wettbewerbsfähig agieren zu können. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA mit weltweit 100 Stützpunkten unterstützt Unternehmen bei ihrer österreichweiten sowie internationalen Einkaufsorganisation mit dem Ziel, vorrangig die Versorgungssicherheit im produzierenden Bereich bestmöglich sicherzustellen“, erläutert Mag. Thomas Albrecht. Die AußenwirtschaftsCenter identifizieren Lieferanten, prüfen deren Leistungsfähigkeit und übermitteln Ihre Spezifikationen mit den konkreten Anforderungen. Für nähere Auskünfte stehen der Bereich Handelspolitik und Außenwirtschaft der WKS zur Verfügung und die AUSSENWIRTSCHAFT Industry/Machinery/Materials in der WKÖ.


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