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Wiederaufbauhilfen Recover.EU

Salzburger Unternehmen können nicht nur von den EU-Wiederaufbauhilfen für Österreich, sondern auch von den europäischen Unterstützungen für alle anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union profitieren.

EU
© AdobeStock

Die Europäische Union stellt mit ihrem Programm "Next Generation EU" insgesamt 806,9 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie bis 2027 bereit. Den größten Anteil davon macht die Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) mit 723,8 Milliarden Euro an Darlehen und Zuschüssen für die von Covid am meisten betroffenen Länder aus.

Das Ziel besteht darin, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft abzufedern. Darüber hinaus sollen Wirtschaft und Gesellschaft in Europa nachhaltiger und widerstandsfähiger werden und besser auf die Herausforderungen und Chancen des ökologischen wie digitalen Wandels vorbereitet werden.

Wie kommen Mitgliedstaaten zu Mitteln aus „Next Generation EU“?

Die Mitgliedstaaten mussten nationale Aufbau- und Resilienzpläne erstellen, wobei mindestens 37% der Mittel für klimarelevante Maßnahmen und mindesten 20% für Digitalisierung zu verwenden sind. Nach positiver Bewertung durch die Kommission und Genehmigung durch den EU-Rat könnte eine erste Tranche in Höhe von 13% der für den betreffenden Mitgliedstaat reservierten Mittel fließen. Wie stark ein EU-Mitgliedsstaat von der Coronavirus-Krise wirtschaftlich getroffen wurde, ist ein wesentlicher Faktor für die Höhe der Zuschüsse. Den größten Anteil der Hilfen werden voraussichtlich Italien und Spanien erhalten.

Österreich darf sich rund 3,5 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaupaket erwarten. Unsere Wirtschaft kann aber auch von den Hilfen profitieren, die andere EU-Mitgliedsstaaten erhalten. Die Wirtschaftskammer Österreich hat das Projekt „Recover.EU – Chancen nützen“ gestartet, damit heimische Unternehmen auch von EU-Aufbauhilfen in anderen Mitgliedstaaten profitieren können.

Wie können Unternehmen aus Salzburg konkret profitieren?

Damit sich Unternehmen besser zurechtfinden, hat die Wirtschaftskammer Österreich das Onlinetool Recover.MAP entwickelt. Mit dem Analysetool Recover.EU können die geplanten Investitionsvolumina der Mitgliedsstaaten in unterschiedlichen Branchen abgerufen werden. Salzburgs Unternehmen können auf einen Blick erkennen, wo für ihre Geschäftsfelder Investitionen geplant sind.

Beispielsweise sind in Italien Investitionen in Höhe von rund 60 Milliarden Euro im Bereich der grünen Transformation geplant. Salzburgs Produzenten von Fenstern, Türen, Wärmepumpen, Isolierungen, aber auch Beratungsdienstleister können davon profitieren. Der Schutz der Umwelt und der sparsame und nachhaltige Umgang mit vorhandenen Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Salzburgs Unternehmen verfügen im Bereich der Umwelttechnik über hohe Expertise und Innovationskraft. Sie sind Beispiel dafür, dass sich Ökologie und Wirtschaft nicht ausschließen, sondern einander bestens ergänzen können. Italiens künftige Investitionen in die grüne Transformation kann auch für Salzburgs Unternehmen gute Aufträge einbringen.

„Wir sind überzeugt, dass unsere Dienstleistungen auch in Italien vermehrt angefragt werden. Unser Unternehmen ist Vorreiter bei der ökologischen, klimaneutralen und ungiftigen Behandlung von Kunstwerken gegen Schadinsekten. Im Rahmen einer kürzlich vom AußenwirtschaftsCenter Mailand organisierten Executive Reise konnten wir bereits direkt in Italien wertvolle Kontakte zu italienischen Stakeholdern knüpfen, die uns bei der weiteren Positionierung unserer umweltfreundlichen Technologie eine große Hilfe sein werden“, erläutert Dipl.-Ing. Bernhard Schachenhofer, Geschäftsführer der Firma Thermo Lignum International GmbH, Salzburg.

„Österreichs Wirtschaftsbeziehungen mit Italien boomen und wir unterstützen unsere heimischen Firmen, von den Projekten im Wiederaufbauplan zu profitieren“, betont Gudrun Hager, Wirtschaftsdelegierte in Italien.

Kroatien stehen bis 2026 alleine aus dem RRF 6,3 Milliarden Euro an Zuschüssen zu. Dazu kommen noch günstige Finanzierungen und weitere Zuschüsse aus der laufenden EU-Finanzperiode, sodass Kroatien in den nächsten 10 Jahren auf rund 24 Milliarden Euro an EU-Mitteln zugreifen kann. Kroatische Firmen werden Förderungen für Investitionen in ökologische Nachhaltigkeit (Kreislaufwirtschaft, Emissionsreduktion, Energieeffizienzmaßnahmen, erneuerbare Energie etc.), Digitalisierungsvorhaben oder auch Kommerzialisierung von Innovationen und deren internationale Vermarktung beantragen können. „Über die dadurch zu erwartenden Investitionen kroatischer Firmen, erhöhen sich auch die Chancen für Salzburger Unternehmen, bei Zulieferungen nach Kroatien zum Zug zu kommen“, berichtet Wirtschaftsdelegierte Mag. Sonja Holocher-Ertl. Für Unterstützung beim Export nach Kroatien steht das Team des AußenwirtschaftsCenters Zagreb gerne zur Verfügung.

„Salzburg ist traditionell ein wichtiger und verlässlicher Wirtschaftspartner vieler EU-Mitgliedsstaaten. Unternehmen aus Salzburg können im Besonderen von den EU-Aufbauhilfen unserer Nachbarstaaten enorm profitieren“, sagt Mag. Thomas Albrecht, Leiter des WKS-Fachbereichs Handelspolitik und Außenwirtschaft.

Individuelle Beratungen

Das Online-Anlaysetool Recover.EU wird durch maßgeschneiderte persönliche Beratung ergänzt. Bei individuellen Anliegen bieten die Wirtschaftsdelegierten der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA direkt in den EU-Mitgliedsstaaten Beratungen an. Kompakte Erstinformationen gibt es direkt über das Enterprise Europe-Netzwerk der WKÖ. Auch die Experten des Bereichs Handelspolitik und Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Salzburg helfen Ihnen gerne weiter.

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