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Flagge der Elfenbeinküste
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Politische und wirtschaftliche Entwicklungen in der Côte d’Ivoire

Phase politischer Neuaufstellung: Land setzt wirtschaftlich auf Kontinuität

Lesedauer: 1 Minute

Côte d´Ivoire
28.01.2026

Präsident Ouattara bestätigt mit der erneuten Ernennung von Premierminister Mambé den politischen Kurs der Kontinuität. Die neue Regierung setzt dabei auf Stabilität sowie den beschleunigten Ausbau zentraler Versorgungs- und Infrastrukturleistungen.

Die Côte d’Ivoire befindet sich Anfang 2026 in einer Phase politischer Neuaufstellung, die aus wirtschaftlicher Sicht jedoch klare Kontinuität signalisiert. Präsident Alassane Ouattara, dessen lange Amtszeit aufgrund der Überschreitung der verfassungsrechtlichen Mandatsbegrenzungen immer wieder kontrovers diskutiert wird, bleibt weiterhin im Amt. Der Rücktritt der gesamten Regierung zu Jahresbeginn war ein verfassungsmäßiger Prozess im Anschluss an die Parlamentswahlen, um Doppelmandate zu verhindern.

Im parlamentarischen Übergang wurde Patrick Achi, ein ehemaliger Premierminister, zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt – ein Vorgang, der die Funktionsfähigkeit zentraler Institutionen bestätigt und die politische Steuerungsfähigkeit sichert. Kurz darauf ernannte Präsident Ouattara Robert Beugré Mambé erneut zum Premierminister. Diese Entscheidung gilt als wichtiges Signal wirtschaftlicher Berechenbarkeit: Die bisherige Regierungsarbeit dürfte ohne wesentliche Kursänderungen fortgeführt werden, wodurch laufende staatliche Programme und Investitionsprojekte verlässliche Rahmenbedingungen behalten.

Mit der Vorstellung des neuen Kabinetts wurde dieser Kurs weiter gefestigt. Die Regierung umfasst 34 Mitglieder, alle bisherigen sieben Ministerinnen und ein Großteil der Minister blieben im Amt, während viele Zuständigkeiten lediglich intern neu verteilt wurden. Gleichzeitig setzte die Präsidentschaft gezielt neue Akzente, indem strategisch wichtige Bereiche wie digitale Transformation, Infrastruktur und Umwelt mit neuen Führungspersonen besetzt wurden, um die zentralen Entwicklungsziele der kommenden Jahre stärker zu priorisieren. Premierminister Mambé betont dabei ausdrücklich den raschen Ausbau grundlegender öffentlicher Dienstleistungen – insbesondere den flächendeckenden Zugang zu Wasser und Strom – sowie eine konsequente, messbare Ergebnisorientierung der Regierungsarbeit. Für Unternehmen sind diese Weichenstellungen relevant, da sie klare wirtschaftliche Schwerpunkte setzen: eine beschleunigte Modernisierung von Versorgungsinfrastrukturen, effizientere staatliche Dienstleistungen und eine insgesamt stärker leistungsorientierte Verwaltung. Diese Prioritäten orientieren sich am Nationalen Entwicklungsplan 2026–2030 und sollen die Rahmenbedingungen für Investitionen weiter verbessern.

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