Griechenland startet 2026 in eine neue Ära der Energiespeicherung
Großprojekte bei Batteriespeichern gehen ans Netz und stärken den Übergang zu erneuerbaren Energien
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Griechenland Energiewirtschaft Erneuerbare Energien Umwelttechnologie2026 wird ein Schlüsseljahr für die Energiespeicherung in Griechenland. Zahlreiche Batteriespeicherprojekte, die aus den drei Ausschreibungsrunden der Regulierungsbehörde RAAEY (Griechische Energie-, Wasser- und Abwasserregulierungsbehörde) hervorgegangen sind und Förderung aus dem Wiederaufbaufonds erhalten, erreichen nun die Zielgerade. Einige Anlagen wurden bereits fertiggestellt, viele weitere werden in den kommenden Monaten ans Netz gehen. Dahinter stehen führende Energieunternehmen wie PPC, Helleniq Energy, Motor Oil, TERNA ENERGY, HERON und Principia.
Große Energieunternehmen treiben Projekte voran
Besonders dynamisch zeigt sich die PPC: Drei Batteriespeichersysteme mit jeweils 50 MW Leistung sind in Umsetzung. Zwei Einheiten in Kozani stehen kurz vor der Fertigstellung, während die Anlage in Amyntaio bis zum Frühjahr in Betrieb gehen soll.
Helleniq Energy setzt ebenfalls starke Akzente. Die erste 100-MW-Batterieanlage des Unternehmens in Thessaloniki wird bis Ende April ans Netz gehen. Parallel dazu entsteht bereits eine weitere Einheit mit 50 MW.
Fortschritte gibt es auch bei anderen großen Playern:
- TERNA ENERGY arbeitet an Speichern mit 20 MW in Arkadien und 40 MW in Fokida.
- Motor Oil setzt ein 72-MW-Portfolio um, verteilt auf Viotia, Fokida und Florina.
- HERON bringt ein 12-MW-System in Viotia voran.
Bereits abgeschlossene Anlagen
Mehrere Projekte wurden schon vollständig errichtet und warten auf die vollständige Integration ins Stromnetz:
- Metlen hat in Chalkidiki eine 48-MW-Anlage (96 MWh) aus der ersten Ausschreibungsrunde fertiggestellt.
- Faria Renewables betreibt nun ein Batteriesystem in Elassona mit 49,9 MW Leistung und 134,16 MWh Kapazität.
- Auch das Projekt „THEMELIO“ von Principia ist abgeschlossen.
Diese frühen Fertigstellungen markieren wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einem robusteren und flexibleren Energiesystem.
Weitere Großprojekte außerhalb der Förderprogramme
Parallel zu den staatlich unterstützten Initiativen bauen Unternehmen auch eigenständig große Speicherprojekte auf. Herausragend ist das gemeinsame Projekt von Metlen und der KARATZIS Gruppe (49 % / 51 %).
Die Anlage soll im zweiten Quartal 2026 ans Netz gehen und ist mit 330 MW Leistung und 790 MWh Kapazität das größte unabhängige Batteriespeicherprojekt Griechenlands – und eines der größten in ganz Europa. Gebaut wird in Thessalien.
Was 2026 für das griechische Energiesystem bedeutet
Mit der Inbetriebnahme zahlreicher Anlagen wird 2026 zum Jahr, in dem großskalige Batteriespeicher erstmals in signifikanter Größenordnung in das griechische Stromsystem integriert werden. Zusammen mit Wasserkraftspeichern schaffen sie:
- eine effizientere Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie,
- eine geringere Abhängigkeit von teuren thermischen Kraftwerken in Spitzenzeiten,
- eine stabilere Integration erneuerbarer Kapazitäten ins Stromnetz.
Damit wird die Energiespeicherung zu einem entscheidenden Baustein der griechischen Energiezukunft — und zu einem zentralen Motor für die tiefere Transformation des Strommarkts.
Quellen: https://ypodomes.com/
Stand: 03.02.2026