Guyana: OECD verbessert Länderkategorie auf 4
Beim OECD-Ländermeeting am 14. und 15. Oktober 2026 in Brüssel wurde die Länderkategorie Guyanas von 5 auf 4 verbessert. Ausschlaggebend dafür sind die anhaltend positive wirtschaftliche Entwicklung des südamerikanischen Landes sowie die solide Steuerung der stark wachsenden Erdölindustrie.
Seit der letzten Anhebung im Jahr 2022 haben sich die makroökonomischen Kennzahlen Guyanas kontinuierlich verbessert. Die Einnahmen aus der boomenden Erdölförderung fließen in einen staatlichen Reservefonds, während das Risiko einer Überschuldung trotz steigender externer Finanzierungen weiterhin als gering eingeschätzt wird.
Positiv bewertet wurde zudem die geopolitische Entwicklung in der Region. Nach dem Regierungswechsel im benachbarten Venezuela Anfang 2026 hat sich das Eskalationsrisiko im langjährigen Territorialkonflikt um die ressourcenreiche Region Essequibo verringert.
Mit der Heraufstufung auf OECD-Kategorie 4 verbessert sich die Risikoeinschätzung für Guyana deutlich. Dies unterstreicht die zunehmende wirtschaftliche Stabilität des Landes und schafft günstigere Rahmenbedingungen für internationale Geschäfts- und Exportaktivitäten.
Die OECD-Länderkategorien dienen international als Maßstab für die Bewertung von Länderrisiken bei staatlich unterstützten Exportfinanzierungen. Eine niedrigere Kategorie steht für ein geringeres Risiko.