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Coronavirus: Informationen und Hilfsmaßnahmen für Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker

Ist Ihr Unternehmen vom Coronavirus (Covid-19) betroffen? Was Unternehmen der Installations- und Gebäudetechnik wissen sollten.

Zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in Österreich hat die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, die auch Einschränkungen auf den betrieblichen Alltag haben.

Diese Maßnahmen werden laufend von der Bundesregierung entsprechend der aktuellen Lage evaluiert und angepasst. Die jeweils aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen, die gerade einzuhalten sind, finden sich im Corona-Infopoint der Wirtschaftskammern Österreichs.

Neuerungen der Covid-19 Notmaßnahmenverordnung, die mit 17.11. in Kraft und mit 6.12. außer Kraft tritt: Informationen und FAQs

Kriterienliste: Welche Betriebe aufgrund der angekündigten Coronavirus-Einschränkungen geschlossen bleiben müssen? Welche Betriebe dürfen offen bleiben?

Weitere Informationen, Hilfsmaßnahmen und Tipps der Innung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker:

Dienstleistungserbringung während der Ausgangsbeschränkung

Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs und das Verweilen außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs grundsätzlich untersagt, jedoch u.a. aus beruflichen Zwecken und Ausbildungszwecken, sofern dies erforderlich ist, zulässig.

Sollten Arbeitnehmer in dem genannten Zeitraum eingesetzt werden, wird zur Mitnahme und ev. Vorweis gegenüber Sicherheitskräften nachstehende Arbeitgeberbestätigung empfohlen.

Arbeitgeberbestätigung über die Notwendigkeit der Erbringung von Dienstleistungen

Fahrten zu der und von der Baustelle und Orten der Leistungserbringung außerhalb des Betriebes

  • Fahrten von Arbeitnehmern mit Privat-PKW (§ 4  COVID-19-NotMV)
    • wenn in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. 
    • Zusätzlich ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. 
  • Fahrten von Arbeitnehmern mit Firmen-Fahrzeug (§ 6 COVID-19-NotMV)
    • Kann der Abstand von mindestens einem Meter zwischen den Personen nicht eingehalten werden, ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams oder die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden.
    • Darüber hinaus können zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer strengere Vereinbarungen zum Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und eng anliegenden mechanischen Schutzvorrichtung getroffen werden.

Arbeiten auf Baustellen

Gemäß zweier Verordnungen des Gesundheitsministers (98. Verordnung vom 15.3.2020 sowie 107. Verordnung vom 19.3.2020) sind Arbeiten auf Baustellen grundsätzlich zulässig, wenn zwischen allen Personen auf der Baustelle jederzeit ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten kann.

Falls dieser Mindestabstand bei gewissen Tätigkeiten nicht eingehalten werden kann, sind diese Arbeiten nur dann zulässig, wenn das Infektionsrisiko durch entsprechende "Schutzmaßnahmen" minimiert wird.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf die Broschüre Maßnahmen zum Gesundheitsschutz auf Baustellen hin, die auf einer Einigung von Baugewerbe, Bauindustrie und Gewerkschaft Bau-Holz in Zusammenarbeit mit dem Zentral-Arbeitsinspektorat (Bauarbeiten und COVID-19 Maßnahmen zum Gesundheitsschutz auf Baustellen aufgrund von COVID-19) vom 26.3.2020 beruht, aktualisiert am 29.10.2020 beruht.

Maßnahmen zum Gesundheitsschutz auf Baustellen

Coronavirus-Kurzarbeit

Die Sozialpartner haben ein vereinfachtes Coronavirus-Kurzarbeitsmodell vereinbart, damit möglichst viele Beschäftigte in den Betrieben gehalten werden können.

Wie die Corona-Kurzarbeit funktioniert und was Betriebe unternehmen müssen, wird einfach erklärt auf:  

FAQ Corona-Kurzarbeit

Vorgangsweise zur Einreichung von Kurzarbeitsanträgen in den einzelnen Bundesländern:

Steuerliche Sonderregelungen betreffend Coronavirus

Das Bundesministerium für Finanzen hat Sofortmaßnahmen zu Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen sowie zur Abgabeneinhebung für 2020 bekannt gegeben. Damit sollen Liquiditätsengpässen vermieden und Zahlungsverzögerungen vorgebeugt werden.

Mit dem "Kombinierter Antrag" stellt das BM für Finanzen ein einziges Antragsformular zur Verfügung, mit dem Unternehmen alle steuerlichen Erleichterungen (Stundung/Ratenzahlung/Herabsetzung Steuervorauszahlung ESt/KöSt) beantragen können.

Zum Download "Kombinierter Antrag"

Maßnahmen der Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und der SVS

Die ÖGK hat ein Maßnahmenpaket für Dienstgeber zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und Regelung der Beitragszahlungen auf den Weg gebracht.

Die Maßnahmen der SVS richten sich an Unternehmen, die direkt oder indirekt durch Erkrankung und Quarantäne oder mit massiven Geschäftseinbußen und Zahlungsschwierigkeiten betroffen sind.

Hilfsmaßnahmen für vom Coronavirus betroffene Betriebe

Die Bundesregierung hat ein vier Milliarden Euro schweres Hilfspaket für die österreichische Wirtschaft präsentiert. Die Wirtschaftskammer Österreich hat an der Konzeption dieses Hilfspaketes mitgewirkt.

Ganz besonders geholfen werden sollen u. a. Einpersonen-Unternehmen (EPU), Familienbetrieben und besonders betroffene Branchen, wie die der Installateure. 

Übersicht der Hilfsmaßnahmen

Maßnahmen zur Einstellung des Kundenverkehrs

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wurden Maßnahmen zur Einschränkung des Kundenverkehrs ergiffen. 

Konkret geht es darum, dass der Kundenverkehr in Geschäftslokalen im Handels- und Dienstleistungsbereich (nicht erfasst ist der produzierende Bereich) aufgrund der damit verbundenen Weiterverbreitung des Coronavirus einzustellen ist. Davon ausgenommen sind Handels- und Dienstleistungen zur Sicherstellung von Leben und Gesundheit.

Welche Betriebe sind von der Schließung betroffen?

Pflicht zur Bekanntgabe von Leistungsstörungen bzw. Leistungsverzug 

Aufgrund der am 16.3.2020 in Kraft getretenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie (Betretungsverbote öffentlicher Orte, Arbeitsanweisungen iSv Einhaltung von Sicherheitsabständen, Beschränkung bestimmter Leistungserbringungen u. a.) ist es vielen Gewerbetreibenden nur eingeschränkt möglich, bestehenden Leistungsverpflichtungen nachzukommen.

Für diesen Fall trifft den aufgrund der staatlichen Maßnahmen in Verzug kommenden Gewerbetreibenden unverzüglich die Verpflichtung zur Bekanntgabe der Leistungsstörung bzw. des Leistungsverzugs gegenüber dem Auftraggeber.

Dazu wurde ein Muster zur Bekanntgabe erarbeitet, das von Mitgliedern verwendet werden kann. In jedem Fall ist jedoch darauf hinzuweisen, dass jeder bestehende Leistungsauftrag auf spezielle Verzugsklauseln zu prüfen ist, auf die im konkreten Fall einzugehen ist.

Nachdem aktuell von der Behörde Kontrollen auf Baustellen durchgeführt werden, empfehlen wir den Mitarbeitern im Außendienst, wenn diese Arbeiten "zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens“ durchführen, eine entsprechende Bestätigung (Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur) mitzugeben.

Zum Download Musteranschreiben "Leistungsstörung"

Die wichtigsten Infos für Unternehmen rund um Corona am Coronavirus-Infopoint der WKÖ und berufsspezifische Informationen für Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker sind auf der Homepage der Bundesinnung verfügbar.
Stand: