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Gesundheitsberufe

Im breiten Feld der Gesundheitsberufe trägst du maßgeblich zum Wohlbefinden deiner Kunden bei. Ob modische Brille, maßgefertigte orthopädische Einlagen, hochtechnologische Hörgeräte oder exakt angepasster Zahnersatz – es sind die vermeintlich kleinen Dinge, die den Menschen das alltägliche Leben enorm erleichtern oder sogar erst ermöglichen.
ZahntechnikerIn

Der Beruf des Zahntechnikers

Als Zahntechniker stellst du auf Basis von zahnmedizinischen Verordnungen und Abdrücken technischen Zahnersatz wie Inlays, Keramikkronen, Brücken, Prothesen u.v.m. her. Weitere Aufgaben beinhalten Korrekturen, Reparaturen und Reinigungsarbeiten von Zahnersatz und kieferregulierenden Geräten wie Zahnspangen. Dabei verarbeitest du verschiedenste Werkstoffe wie Gips, Kunststoffe, Metalle, Keramik und spezielle High-Tech-Werkstoffe.

 

Welche Voraussetzungen bringe ich für den Beruf mit?

Du hast großes handgeschickliches Talent und eine gute räumliche Vorstellungskraft für Modellierarbeiten. Daneben bist du präzise und hast ein Auge für Details. Innovative Methoden, Werkzeuge und Werkstoffe sind immer eine neue, spannende Herausforderung für dich.

 

Was lerne ich?

  • Anfertigung und Auswertung von Skizzen und Zeichnungen für prothetische und kieferorthopädische Arbeiten

  • Herstellung von Modellen jeglicher Art

  • Reparaturen und Instandsetzung von herausnehmbarem Zahnersatz

  • Herstellung von Teilprothesen und deren Befestigungen

  • Herstellung von Vollprothesen inklusive aller dafür benötigten Vorarbeiten

  • Anwendung feinmechanischer Bindungen und Frästechnik

  • Anfertigung von Teil- und Vollkronen sowie von Brücken aus Metall, Kunststoffen und Keramikmaterialien

  • Anfertigung von kieferorthopädischen und orthodontischen Geräten

  • Beachtung von Hygiene-Vorschriften, berufsspezifischen Gesetzen und Normen

 

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Zahntechniker dauert 4 Jahre. Danach trittst du zur Lehrabschlussprüfung an.

 

Wie sieht mein Arbeitstag aus?

Als Zahntechniker arbeitest du 40 Stunden pro Woche.
Je nachdem was für dein aktuelles Lehrjahr vorgesehen ist, wirst du in den obenstehendes Fertigkeiten von deinen Ausbildnern unterrichtet und gefördert.

 

Wieviel verdiene ich?

Als Lehrling verdienst du laut Empfehlung der Bundesinnung der Gesundheitsberufe im ersten Lehrjahr 340,-- Euro brutto, im zweiten 430,-- Euro brutto, im dritten 530,-- Euro brutto und im vierten 670,-- Euro brutto.

 

Wie sieht mein Schulalltag in der Berufsschule aus?

Die Unterrichtszeit in der Berufsschule gilt als Arbeitszeit und wird auf deine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden angerechnet. Dazu gehören Unterrichtsstunden, Freigegenstände (bis 2 Stunden pro Woche), Förderunterricht und Exkursionen.

Als angehender Zahntechniker erhältst du Unterricht in den Pflichtfächern Politische Bildung, Deutsch und Kommunikation, einer berufsbezogenen Fremdsprache und Religion, sowie in Betriebswirtschaft mit Wirtschaftskunde und Rechnungswesen und im Fachunterricht, wo Technologie, Anatomie und Physiologie, Prothetik, Fachzeichnen und Laboratoriumsübungen unterrichtet werden. Auch ein Praktikum gehört zu deiner schulischen Ausbildung.

Daneben kannst du unter mehreren Freigegenständen wie einer zusätzlichen Fremdsprache wählen.

Zahntechnikerlehrlinge können in Baden (Niederösterreich) oder Wien die Berufsschule absolvieren.

 

Wo kann ich nach meiner Lehre arbeiten?

Zahntechniker arbeiten in Zahntechnikerbetrieben, zahntechnischen Labors und zahnärztlichen Praxen und Spitälern. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich im Bereich der Dentalindustrie.

 

Meine Karriere als Zahntechniker

Nach deiner Lehrabschlussprüfung kannst du weitere Berufserfahrung sammeln und die Meisterprüfung ablegen. 
Auch „Lehre mit Matura“ steht dir natürlich offen. 
Mit wachsender Erfahrung kannst du Führungspositionen in Betrieben übernehmen. 
Wenn du Interesse an der Selbstständigkeit hast, bist du als Zahntechnikmeister bestens dafür gerüstet, dein eigenes Unternehmen aufzubauen.


Im Sinne der besseren Lesbarkeit haben wir auf die Genderung der Berufsbezeichnungen verzichtet und bitten hierfür um Verständnis.