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Fachbegriffe mit B

Aus dem Lexikon der Mode und Bekleidungstechnik

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Baby-Doll
Kurzes Hängerkleidchen/Nachthemd in der A-Linie der 60er Jahre
Babycord
leichter Cord mit sehr feinen Rippen
Bäckerkaro
Zweifarbig koloriertes, mit ca. 3 cm Musterumfang, sehr großes Blockkaro (doppelt so groß wie Vichy-Karo) Auch: Bistro-Karo oder Tischtuchkaro
Badge
Modebrosche in Form eines großen Knopf mit kurzem, meist humorigem Text oder Bild.
Baggy-Pants
Zu weit und zu lang geschnittene, sackartig auf der Hüfte hängende Hosenform
Bahnenrock
Aus mehreren Einzelbahnen bestehender Damenrock
Bajaderenstreifen
Bordürenbreit rapportierende, aus vielen Farben zusammengefügte Querstreifen. Farblich meist ungleich abgestuft und oft auch in der Bindungstechnik von der Grundware abweichend
Balconnet
Trägerloser Halbschalen-BH
Ballerina
Den klassischen Ballettschuhen nachempfundene flache, tief ausgeschnittene, jugendliche Sommerschuhe mit oder ohne Knöchelriemen
Ballerina-Länge
Handbreit über dem Knöchel endende Rocklänge
Ballon-Hose
Sehr stark gebauschte, ballonartige Bloomers
Ballonärmel
Ballonförmiger Ärmel der bis zum Ellbogen reicht und hier eng abschließt
Ballonrock
Bauschiger, oval geformter Rock (Bubble-Stil)
Bananenrock
Rock der, in zum Saum breiter werdenden Bahnen, geschnitten wird welche aber schräg verlaufen
Bandana-Technik
Knotenfärbung Auch:Tie-dyeing
Bandanas
Kopftuch, oft mit Batikdruck (=Piratenlook) das nach hinten im Nacken gebunden ist
Bandeau-BH
Bandartiger BH
Bandeau-Oberteil
Trägerloses Bikinioberteil das glatt, gerafft oder vorne in der Mitte geknotet sein kann
Barbour-Jacke
Wetterjacke aus gewachster und imprägnierter Baumwolle. Seit 1890 von engl. Jägern und Fischern als Schlechtwetterjacke getragen - vorzugsweise von Aristokraten. "Barbour" ist eine als "königl. Hoflieferant" mehrmals ausgezeichnete Firma
Barockdessin
Musterung im Kunststil des Barock-Zeitalters. Charakteristisch durch Formenreichtum und üppige Verzierungen
Barockrose
Flach und leicht kantig gezeichnete Rose
Basics (engl.)
Einfache, alltägliche Kleidungstypen und -formen die zu vielem kombiniert werden können. z.B. T-Shirts, Rollis, Jacken, Hosen, Röcke
Bateau-Ausschnitt
Ovaler, halsferner oder halsnaher, dem Schlüsselbein folgender, Ausschnitt. (von franz. Bateau=Boot)
Bathrobe coat (engl.=Bademantel)
Bequemer, schmal geschnittener Mantel mit Bindegürtel
Batik
Alte handwerkliche Stoffdrucktechnik bei der das Muster, durch Auftragen von Wachs, nach dem Einfärben des Stoffes hell bleibt
Batist
Feines, leinwandbindiges Gewebe aus Baumwolle, Leinen, Wolle oder BW/Polyester
Battle-Dress
Der englischen Pilotenuniform nachempfundener, weit geschnittener, Blouson-Anzug mit großen Brusttaschen, Schulterlaschen und breitem Bund. (von engl. Battle=Schlacht)
Battle-Hose
Hose mit typischen Details des Military-Stils, z.B.seitlichen Blasebalgtaschen
Bavaria-Look
In der Herrenmode Bezeichnung für einen modifizierten alpenländischen Stil. (Bavaria=Frauengestalt als Sinnbild Bayerns)
Beachwear (engl.=Strandmode)
Beaver
Biberpelz, auch filziger Wollstoff. (von engl.Beaver=Biber)
Beflocken
Aufbringen von kurzen Faserflocken auf textiles Trägermaterial
Beleg
In der Mode Besatzstück zur Kanten- und Kragenverarbeitung
Bell Bottoms (engl.=Glockenfüße)
Bezeichnung für Hosen, die bis zum Knie eng sind und dann glockenförmig, zum Saum hin, weiter werden. Typisch dafür: Die Hippie-Hosen der 70er Jahre
Bellshaped (engl.=glockenförmig)
Z.b.Bellshape-Jacke: glockenförmige Jacke in A-Linie
Belseta
Markenname für eine Gruppe von funktionellen Geweben, die auf der Kombination von Mikrofasern und auf starker Schrumpfausrüstung aufbauen. Die hohe Faserdichte sorgt ohne zusätzliches Beschichten für hohen Wasserwiderstand bei gleichzeitig hoher Wasserdampfdurchlässigkeit
Bengali-Streifen
In der Mode Streifen in unregelmäßigen Breiten und Abständen
(Bengale=Angehöriger eines indischen Volksstammes)
Bengaline
popelineartiger Seiden- oder Chemiefasertaft mit deutlichen Querrippen, feiner als Ottoman
Berberfarben
Beige- und Brauntöne wie sie typisch in Berberteppichen zu finden sind.
(Berber=Volk in Nordafrika)
Berberstreifen
Meist zweifarbige, unregelmäßige Streifen in Beige und Braun wie sie die Kaftans der Nordafrikaner (Berber) zeigen
Bergère-Kleid (franz.=Schäferinnen-Kleid)
Kleid mit Details wie Fichu, Schürzenteil, bauschig-einseitig hinaufgerafftem Rock, Unterröcken usw. Nachempfunden der Bürgerkleidung des späten Rokokos
Bermudas
Verkürzte Hosen die knapp über den Knien enden. Nach den Bermuda-Inseln benannt
Beschichtung
Einseitiger Aufstrich von filmbildenden Substanzen auf ein Gewebe oder Gewirke zur Erzielung einer Oberfläche mit bestimmten Gebrauchseigenschaften oder mit einem neuen Warenbild. z.B. Kunstleder, Knautschlack
Between-Länge
Bezeichnung für Jackenlänge. Liegt zwischen langer Jacke und Blousonlänge (ca. 78 cm)
Biba
Ursprünglich der Name einer Londoner Boutique, gegründet 1964 von Barbara Hulanicki.Von dort ausgehend ein Modestil der die frühen 70er Jahre beeinflußte: dünne, langbeinige Mädchen mit schwarzen Augen und Lippen, in düsteren Kleidern, die von Art Nouveau und Art Deco inspiriert waren
Biberlamm
Lammfell, das durch Scheren und Färben das Aussehen des edleren flachen Biberfells erhalten hat
Bicolor
Zweifarbig bzw. Zweifärbigkeit von Garnen, Geweben oder Drucken
Bigshirt (engl.=großzügig geschnittenes, langes Hemd)
Bijoux-Look/Knöpfe
Kleidungsstücke oder Knöpfe, die mit Perlen und farbigen Steinen dekoriert sind. (von franz.=Schmuck)
Biker-Jacket (engl.=Radlerjacke)
Bikerpants
Radfahrerhosen. Eng anliegend und kniekurz aus Elastikmaterial
Billettasche
Kleine Tasche oberhalb der rechten Seitentasche am Herrensakko. Oft mit blinder Patte vorgetäuscht
Bisamwamme
Bauchseite des Felles der Bisamratte. Seidig dicht, wird geschoren und gefärbt
Bistro-Karo
Andere Bezeichnung für Bäckerkaro oder Tischtuchkaro. Zweifarbiges, großes Blockkaro
Blackwatch
Original-Schottenkaro in Schwarz/Marine/Dunkelgrün des Regiments der 42nd Black-Watch-Highlanders
Blasebalgtasche
An Uniformen und sportlichen Bekleidungsstücken aufgenähte Tasche mit mittlerer Quetschfalte oder seitlichen Falteneinsätzen, die eine große innere Taschenweite ermöglichen
Blaudruck
Blauer, farbechter Baumwoll-Kreton mit weißen, kleinen Blümchen oder Ranken. Durch Ätz- oder Reservedruck hergestellt
Blaudruck-Dessin
Druckdessin mit weißen, kleinen Motiven auf blauem Fond (siehe auch: Blaudruck)
Blazer (von franz."blason"=Wappenschild)
urspr. Clubjacke mit großen aufgesetzten Taschen, aufgesticktem Wappen und Metallknöpfen; heute allgemein gebräuchlich für leicht taillierte Jacken mit Reverskragen.
Blockfalten
Blockweise angeordnete Falten
Blockkaros
Sportliche, große und symmetrische Karos aus Blockstreifen gebildet
Bloomers
Sehr weite und bauschige Shorts mit eingezogener Weite in Taille und Hosenlänge. Benannt nach der amerikanischen Frauenrechtlerin Amalia Bloomer
Blouson
Schoppende Jacke mit Bund in Taillen- oder Hüfthöhe
Blouson-Sakko
Mischung zwischen Blouson und Sakko. z.B. Blouson mit Revers
Blusenblazer
Aus leichten, sommerlichen Geweben gefertigter Blazer
Boa
Schlangenförmiger Schal aus Federn oder Pelz
Body
Kurzbezeichnung für Bodysuit. Hautenger Anzug ohne Beine, mit oder ohne Ärmel, ausgeschnitten oder hochgeschlossen, aus elastischem Material (von engl. body=Körper) Auch: Bodyshirt oder Holiday-Shirt
Bodydress
Hautnahes bis -enges (Unter)Kleid, mit oder ohne Ärmel, aus Stretchmaterial
Bodyline/Bodyfashion
Begriff für die körperbetonende Form und Linie der femininen Mode. Diese wird vor allem durch die Verwendung von elastischen Materialien ermöglicht
Bodypainting (engl.=Körperbemalung)
Bodystockings
Body mit angearbeiteter Strumpfhose. Übersetzt etwa: "Strumpf bis zum Hals" Auch: Leotard oder Jumpsuit
Bodywarmers
Übergilet bzw. ärmelloses Blouson, oft wattiert
Bogie-Trench
Im Stil Humphrey Bogarts gestalteter Trenchcoat
Bolero
1. kurzes, vorne offenes, meist knopfloses Jäckchen
2. Hut mit rundherum aufgeschlagener Krempe
Bondage-Look
Kleidungsstücke aus gekreuzten Bändern, die auf Mousseline oder Tüll aufgearbeitet werden.
Bonded fabrics (engl. textile Verbundstoffe, Multitextilien)
Entstehen durch Kaschieren=nachträgliche Verbindung zweier textiler Flächengebilde mit Hilfe von Klebern (= Bonding)
Boot-Cut (engl. Stiefelschnitt)
Ab dem Knie leicht ausgestellte Hosenform
Bordüren-Druck
Sich wiederholender, streifenartiger oder die Saumbetonung eines Kleidungsstückes bildender Musterdruck
Borkenkrepp
Gewebe mit baumrindenartiger Oberflächenstruktur, die durch Laugieren, Prägen (Gaufrieren) oder seltener durch Verwendung von Kreppgarnen im Schuß erreicht wird
Bottlegreen (engl.=Flaschengrün)
Boubou
Aus einer lose umgelegten Stoffbahn geschlungenes afrikanisches Gewand
Bouclé (franz. gelockt)
1. Effektgarn mit Schlingen und Knoten
2. Gewebe oder Gewirke mit strukturierter Optik und höckeriger, noppiger Oberfläche, die unter Verwendung von Bouclégarnen hergestellt werden
Boudoir-Stil
Leicht frivole, ultrafeminine Mode. Gekennzeichnet durch geschnürte Corsagen, tiefe Dekolletés, Volants, Rüschen und Transparenz
Bourette
1. unregelmäßige, mittelfeine bis grobe Naturseidengarne
2. daraus hergestellte Gewebe die noppig und unruhig wirken
Bouteille (franz.=Flasche)
Farbbezeichnung für Flaschengrün
Boutonné
Gewebe mit gleichfarbigen oder farblich abgesetzten Noppen, die über das einfarbige Gewebe unregelmäßig verstreut sind = belebte Unis
Boutonner (franz.=zuknöpfen)
Zugeknöpfte oder hochgeknöpfte Kleider. Auch: Nonnenkleider
Bowlingbluse
Gerade geschnittene Reversbluse mit weiten, halblangen Ärmeln und Rückenfalten die Bewegungsfreiheit vermitteln. Oft mit dekorativen Druck-Emblemen am Rücken
Boxcalf
Feines, festes und glattes Kalbleder für Schuhe und Taschen - chrom-gegerbt
Boxer-Shorts
Dem Boxsport entnommene kurze, weite Hose mit Seitenschlitzen
Brassière/Brassière-Top (franz.=Leibchen, Mieder)
Unter der Brust endendes, leibchenartiges Oberteil mit oder ohne Ärmel oder BH
Breeches
Sporthose, deren Form von der Reithose mit Ballon oberhalb des Knies und engem Wadenteil (Stiefel) übernommen wurde
Breitcord
Cordsamt mit breiter Rippe. Auch: Trenkercord oder Kabelcord
Breitschwanz
Fell der Frühgeburt des Karakulschafes. Flaches, kurzes Haar und moiréartige Musterung. Durch das extrem dünne Leder (feinste Fellqualität) läßt sich dieser Pelz wie Stoff verarbeiten
Breitschwanzpersianer
Fell des Karakulschafes mit flach gezogener, zigarrenartig-länglicher Locke. Im Aussehen ähnlich dem Breitschwanz, in Festigkeit, Fellstärke und Strapazfähigkeit eine Persianerqualität
Bretonne-Spitze
Französische Klöppelspitze mit schnurartiger Fortsetzung der Musterformen
Brillantsamt
Samt mit metallisch glitzerndem Garn. Auch: Brillantgarn
Brique (franz.=ziegelrot)
Brisé
Organdykrepp. Voile mit organdyähnlicher Ausrüstung
Broché
Durch Bindungstechnik hervorgerufene Musterung von Geweben. Hergestellt durch zusätzliche Schußfäden die, auf der Rückseite von Muster zu Muster flottierend, anschließend abgeschnitten werden
Broderie Anglaise
Franz. Bezeichnung der Lochstickerei. Auch als Madeira-Stickerei bekannt
Brogue (engl.)
sportlicher, fester Herren-Schnürschuh mit Lochmusterung, urspr. schottischer Golfschuh (entspricht dem bei uns gebräuchlicheren Ausdruck "Budapester")
Brokat (ital.=bestickt)
Großzügig webgemusterter, mit Glanzmaterial durchsetzter, Seidenjacquard
Broken Suit
Sakko und Hose in ähnlichen Farben jedoch in unterschiedlicher Materialstruktur
Broken-Thinking
Ein kalkulierter, raffinierter Bruch in der Zusammenstellung der Teile oder Accessoires innerhalb eines Outfits, z.B.: Lederjacke zum Spitzenrock
Bubble Stil
Stil mit eiförmiger Silhouette oder Details wie z.B. Ballonrock, bauschiger Ärmel (von engl. bubble=Blase)
Buchara
Bekannter Nomadenteppich (Turkmene) mit einer Musterung aus abgezählten, gleichmäßig hintereinanderliegenden, achteckigen Formen. Bordüren aus Sternen, Dreiecken und geometrischen Ranken. Die Grundfarbe ist Rot in verschiedensten Schattierungen (Buchara-Rot)
Buntgewebe
Gewebe die durch verschiedenfarbige Kett- und Schußfäden, die sich farblich auch abwechseln können, gemustert werden
Bure
Derber, rauher Wollstoff mit Meltonausrüstung
Business-Dress (engl.=Geschäftskleidung)
Dezente, optisch von der Qualität her, sehr anspruchsvolle Kleidung für berufstätige Frauen und Männer. Auch: Business-Oufit, -Look, -Stil
Bustier
Anliegendes, leibchen- oder miederartiges Oberteil, knapp bis zur Taille reichend, mit oder ohne Träger
Bustier-Kleid
Einteiliges Kleid mit Bustierdetail bzw. zweiteiliges Kleid mit Taillen-Dekolleté. Bauch-, nabelfrei
Button-Fly
Geknöpfter Hosenschlitz. Im Gegensatz zu Zipfly/Zipperfly (mit Reißverschluß). Von engl."button"=Knopf)
Buttondown-Kragen
Hemdenkragen dessen Kragenspitzen - mit Knopfloch ausgestattet - auf das Hemdvorderteil aufgeknöpft sind