Fabriksgebäude mit Schornsteinen aus dem Rauch aufsteigt unter blauem Himmel, im Vordergrund Wasseroberfläche in der sich Gebäude spiegelt
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Hummer und Frommwald: Aus für praxisfremde Lieferkettenrichtlinie ist richtig!

Zurück an den Verhandlungstisch und dem Projekt die Giftzähne ziehen

Lesedauer: 1 Minute

01.03.2024

Die WKO Oberösterreich unterstützt ausdrücklich die Stärkung der Menschenrechte und die Vermeidung von Umweltschäden. Doch der abgewiesene Entwurf zur Lieferkettenrichtlinie, der Unternehmen zur umfassenden Überwachung ihrer gesamten Wertschöpfungskette verpflichtet hätte, war nicht das richtige Instrument, um diese Ziele zu erreichen. Man kann Betriebe nicht einfach für Missstände am anderen Ende der Welt verantwortlich machen, wenn diese gar nicht im Einflussbereich der Unternehmen liegen.

„Wir lehnen die Lieferkettenrichtlinie ab, da die Bestimmungen weder praktikabel noch verhältnismäßig sind. Eine Lieferkettenrichtlinie in der vorliegenden Dimension würde EU-Unternehmen im Wettbewerb deutlich schwächen“, kommentiert WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer die Ablehnung.

Auch Erich Frommwald, Obmann der WKOÖ-Sparte Industrie der WKOÖ, ist über die Blockade der EU-Staaten erleichtert: „Jetzt müssen wir allerdings zurück an den Verhandlungstisch, um dem Entwurf die Giftzähne zu ziehen, sprich ihn praxistauglich zu machen. Jedenfalls benötigen wir eine einheitliche europäische Regelung, um einen Länder-Fleckerlteppich zu verhindern.“

Zum Thema Bürokratie sind sich Hummer und Frommwald grundsätzlich einig: „Es ist allerhöchste Zeit, die Flut an wettbewerbsschwächenden Überregulierungen zu stoppen. Die Ablehnung der praxisfremden Lieferkettenrichtlinie ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

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