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EU-Notverordnung
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Energieinfrastruktur, Netze und Speicher

Die WKOÖ setzt sich dafür ein, dass die Betriebe auch künftig erfolgreich arbeiten können. Das bedeutet: Versorgungssicherheit gewährleisten, Kosten senken und den Ausbau der Energienetze und Speicher vorantreiben

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 14.01.2026

In einer neuen Broschüre ist dargestellt, wie erneuerbare Stromproduktion stetig zunimmt. Zeitgleich muss der Netzausbau mitziehen, in Oberösterreich ist synchron ein massiver Ausbau der Speicherkapazitäten erforderlich. Denn die Zunahme der volatilen Energieerzeugung aus PV und Windkraft im gesamten Bundesgebiet führt zu einem wachsenden Bedarf an Speichern. 

Oberösterreich ist führend bei der Erzeugung von PV-Strom und setzt damit auf die volatilste Form der Erzeugung. Für 2025 geht man für Oberösterreich von 2,2 GW installierter Peak-Leistung aus. Voraussetzung für eine effiziente Nutzung von PV-Strom sind entsprechende Speicher- und Exportkapazitäten für saisonale Überschüsse. OÖ braucht dezentrale Batterie-Großspeicher, um das Stromnetz stabil zu halten.

Kurzzeitspeicher in OÖ

Photovoltaik-Großspeicher und Pumpspeicherkraftwerke helfen kurzfristig, den Unterschied zwischen Stromverbrauch und der Energie aus unregelmäßig erzeugten, erneuerbaren Quellen auszugleichen. Um die Differenz zwischen Verbrauch und Einspeisung aus erneuerbaren Energien im Tagesverlauf zu beheben und ein stabiles Netz zu garantieren, sind Investitionen in Speichertechnologien unumgänglich. Derzeit existieren nur kleine PV-Speicher. Es besteht der Bedarf an Batterie-Großspeichern und Pumpspeichern, dazu sind substanzielle Investitionen nötig.

Langzeitspeicher in OÖ

Eine saisonale Verschiebung von Überschüssen in den Sommermonaten zur Rückverstromung und Einspeisung in den Wintermonaten benötigt Langzeitspeicher mit einer Kapazität von ca. 850 GWh bis 2040. Das ist fast eine Verdreifachung der vorhandenen Kapazität. Der weitere Ausbau der Wasserkraft stößt an seine Grenzen. Oberösterreich braucht die Möglichkeit zur chemischen Speicherung von mittels Power-to-Gas saisonal erzeugtem Wasserstoff in ausgeförderten Gasfeldern.

Erdgasspeicher und Wasserstoff

Die größte Kapazität für Langfristspeicher liegt in den ausgeförderten Poren-Erdgasspeichern im Alpenvorland. Überschüssiger saisonaler erneuerbarer Strom wird mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und im Winter rückverstromt.

Energienetze und -speicher

Für eine nachhaltige Energiewende braucht es:

  • Ausbau der Leitungsnetz- und Umspannwerke-Infrastruktur 
  • Ausbau und Nutzung aller Speichermöglichkeiten: Großbatteriespeicher, Wasserkraft (Langzeitspeicher und Pumpkraftwerke) sowie die Nutzung eines Teils der Poren-Erdgasspeicher für Wasserstoff
  • mehr langfristige Energiespeicher in OÖ
  • koordinierten Ausbau der Netz- und Speicherinfrastruktur in ganz Europa

Broschüre Energieinfrastruktur in Oberösterreich: Netze & Speicher