Entlasten und investieren – OÖ Wirtschaft auf stabilen Wachstumskurs bringen
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer fordert gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
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Die Frühindikatoren deuten für 2026/2027 auf eine langsame, aber spürbare Erholung der Konjunktur mit realen Zuwächsen von bis zu zwei Prozent hin. „Um diese Entwicklung nachhaltig zu verankern, braucht es einen klaren Kurswechsel – weg von Überregulierung und Belastung, hin zu Entlastung, Investition und Innovation“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. Die WKOÖ präsentiert daher 2026 gezielte Schwerpunkte und Forderungen für diesen nachhaltigen Erholungspfad:
- Leistbare Energie sichern
- Faktor Arbeit entlasten
- Arbeitskräfte sichern
- Deregulierung beschleunigen
- Exportmärkte ausbauen
- Kapitalbasis stärken
- Innovation & Produktivität
„Durch Entlastung bei Energie und Arbeit, konsequente Deregulierung, Investitionsanreize, neue Märkte sowie Technologie- und Kapitalmobilisierung soll Oberösterreich auf einen resilienten, nachhaltigen Wachstumspfad zurückgeführt werden“, fasst Doris Hummer zusammen.
Wirtschaftsforscherin Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria, sieht ebenfalls erste Erholungstendenzen bei Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Auf der Habenseite des Standortes stehen in ihrer Analyse die Hightech-Industrie, die gute Ausbildung, die F&E-Förderung sowie Greentech und Kreislaufwirtschaft – speziell in Oberösterreich.
Auf der anderen Seite belasten Bürokratie und hohe (Grenz)-Steuern auf Einkommen den Standort. Die Sozialausgaben zählen zu den höchsten unter den entwickelten Staaten. Auch ein gewisse Risikoscheu und damit verbundene zu geringe Gründungsabsichten wirken sich auf mittlere und lange Sicht negativ aus. Die Wirtschaftsforscherin plädiert daher dafür, die Kris als Chance zu nutzen, um etwa das Pensionssystem nachhaltig zu reformieren. Andere Länder wie Dänemark, Schweden oder Deutschland hätten das in der Vergangenheit erfolgreich gemacht.