44 Prozent der Energie in OÖ aus Erneuerbaren
44,1 Prozent des Energieverbrauchs in Oberösterreich wird derzeit aus erneuerbaren Energien gedeckt. 28,5 Prozent kommen nach wie vor aus Öl, 18 Prozent aus Gas und 9,4 Prozent aus Kohle.
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Diese Zahlen gaben vergangene Woche Energielandesrat Markus Achleitner und Landesenergiebeauftragter Gerhard Dell bekannt. Während der Stromverbrauch (91 Prozent aus Erneuerbaren) und die Raumwärme (71 Prozent) eher sauber sind, besteht in der Industrie und vor allem beim Verkehr noch Handlungsbedarf.
Denn die 28,5 Prozent Energie aus Öl sind zu einem großen Teil auf Benzin und Diesel zurückzuführen, die Kohle auf die Stahlerzeugung. Für die Dekarbonisierung der Industrie werde man Wasserstoff brauchen, so Achleitner, „und da muss man dazu sagen, dass man viel importieren wird müssen“.
Österreich ist Stromexporteur
Dennoch sieht er OÖ unter den Spitzenreitern bei der Umsetzung der Energiewende. Die Entkoppelung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum sei gelungen, so Achleitner. Er zieht dazu einen Vergleich mit 2005 heran. Seither ist die Wirtschaft um 98 Prozent gewachsen, der Endenergieverbrauch aber um 4 Prozent gesunken. Die erneuerbare Stromerzeugung ist in den vergangenen 4 Jahren um 19 Prozent gestiegen, mittlerweile ist Österreich sogar Stromexporteur und hat 2024 rund 842 GWh (bilanziell) exportiert.
2025 wurden in OÖ Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 220 MW errichtet sowie Solarstrom-Speicher mit einer Gesamtleistung von 220,6 MW. 2024 wurden knapp 3400 Wärmepumpen eingebaut. Die Zahl der Ölheizungen sank von der Heizsaison 2021/22 bis 2023/34 um knapp 21.400. Allerdings gibt es in OÖ nach wie vor 90.000 mit Gas und 60.000 mit Öl beheizte Hauptwohnsitze, rechnete Dell vor.
40 Mio. Euro an Förderung
Heuer stehen im Energiebereich insgesamt 40,6 Mio. Euro an Förderungen zur Verfügung, 90 Prozent davon für den Ausbau von erneuerbaren Energien. Auch die Gemeinden seien gefordert, so LR Achleitner. Vor allem bei der Straßenbeleuchtung, die für bis zu 45 Prozent der gesamten Stromkosten einer durchschnittlichen Gemeinde verantwortlich ist. Das Land hat bereits 198 Gemeinden beim Umstieg auf LED-Lampen unterstützt, in Summe 48 Mio. Euro wurden investiert.