Internationale Fachkräfte sind Schlüssel für Wachstum und Innovation
WKOÖ und Land OÖ schnüren Maßnahmenpaket. Neue App "Come2Austria" bündelt alle Angebote.
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Oberösterreich steht vor einem zunehmenden Fachkräftemangel: Alle Personen, die bis 2040 in den Arbeitsmarkt eintreten werden, sind bereits geboren, dennoch wird das verfügbare Arbeitskräftepotenzial den prognostizierten Bedarf nicht decken können. Laut Fachkräftemonitor werden bis 2040 rund 151.000 Arbeitskräfte fehlen.
Internationale Arbeitskräfte spielen dabei schon heute eine zentrale Rolle. Rund 153.000 der etwa 690.000 unselbständig Beschäftigten in Oberösterreich stammen aus anderen EU-Staaten, Drittstaaten oder aus Asien – das entspricht rund 22 Prozent. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer betont, dass internationale Fachkräfte bereits ein fixer Bestandteil des Arbeitsmarkts sind und künftig noch gezielter für Oberösterreich gewonnen werden müssen. Gleichzeitig setzt die Wirtschaftskammer verstärkt auf die Zielgruppen Lehrlinge und Studierende sowie auf ein breites Informations-, Beratungs- und Förderangebot für Betriebe.
Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner verweist auf das Standort- und Arbeitsmarktprogramm upperWORK. Es soll sicherstellen, dass Betriebe auch künftig rasch und flexibel auf Veränderungen am Arbeitsmarkt reagieren können. Das Come2Upper Austria Service Center der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria unterstützt Unternehmen beim Recruiting und hilft internationalen Studierenden und Beschäftigten beim Ankommen und Einleben in Oberösterreich.
Come2Austria-App als digitales Kernangebot
Ein zentrales neues Instrument ist die Come2Austria-App. Sie bietet internationalen Fachkräften einen digitalen Einstieg in Leben, Arbeiten, Studieren und Behördenwege in Oberösterreich. Ein integrierter KI-Assistent bündelt Informationen aus Karriereplattformen und Servicestellen und beantwortet häufige Fragen direkt. Dadurch werden Unternehmen und HR-Abteilungen entlastet, während Fachkräfte schneller Orientierung finden. Oberösterreich ist als erste Region vollständig integriert, weitere Ausbauschritte sind geplant.
Bereits in der Konzeptionsphase der App war das Linzer Unternehmen MIC Datenverarbeitung mit dabei. „Wir sehen die App als gute Ergänzung zu unserer Integrationsarbeit im Unternehmen. Sie richtet sich sowohl an Fachkräfte, die bereits in Oberösterreich leben, als auch an jene, die erst kommen möchten“, erklärt Personalleiterin Margit Klima-Bencic.
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