Im Innviertel werden wieder „Kletzerl“ produziert
Die Premium-Metzgerei Wasner aus dem bayrischen Bad Birnbach hat den traditionsreichen Wursthersteller Kletzl aus Wildenau im Innviertel, der 2024 Insolvenz anmelden musste, übernommen. Demnächst kehren auch die bekannten „Kletzerl“-Hartwürstel in den Handel zurück.
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Die Produktion beim Innviertler Wurstspezialisten Kletzl war nach der Insolvenz im Frühjahr 2024 zunächst eingestellt worden. Ende 2024 erhielt die Premium-Metzgerei Wasner aus Bad Birnbach in Bayern den Zuschlag für die Übernahme. Die Abwicklung erfolgte im März 2025. Seitdem hat sich einiges getan. „Die Übernahme von Kletzl war für uns eine bewusste Standortentscheidung“, sagt Hannes Weber, Inhaber der Metzgerei Wasner. „Wir haben 3,5 Millionen Euro investiert, um die Produktionsanlagen zu modernisieren und gleichzeitig die handwerkliche DNA zu erhalten. Damit schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und die Rückkehr des ‚Kletzerl‘ in seinem ursprünglichen Geschmack“, so Wasner.
Fertigung nach Originalrezeptur
Seit August 2025 fertigt Wasner in Wildenau Wurstwaren für den deutschen und österreichischen Markt. Parallel dazu lief eine Testproduktion der in Österreich bekannten Hartwurst „Kletzerl“. „Die Rezeptur gilt als gut gehütetes Geheimnis“, so der neue Kletzl-Eigentümer. Die Rückkehr der Kultwurst aus regionalen, heimischen Zutaten in den Handel ist für März geplant. Das Sortiment wurde erweitert, neben Classic und Feurig wird es auch eine vegane Variante sowie eine mit Käse geben.
Am Wasner-Stammsitz in Bayern fehlten bislang die technischen Voraussetzungen für die Herstellung von Rohwürsten, Salami, Pökelwaren und Rohschinken. Diese Produktgruppen werden nun gebündelt am Standort im Innviertel produziert. 25 ehemalige Kletzl-Mitarbeiter konnten bereits wieder beschäftigt werden. Mittelfristig plant der neue Eigentümer, die Belegschaft auf rund 60 Personen zu erweitern.