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Naderer und Denk
© Gutenthaler Photography

WKO Freistadt setzt auf Optimismus und positive regionale Standortentwicklung

Fachkräfte und Infrastruktur stehen im Bezirk Freistadt 2026 im Mittelpunkt.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 12.01.2026

Österreichs Wirtschaft kämpft mit schwachem Wachstum, hoher Inflation, und dem Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, angetrieben durch hohe Energiepreise, Lohnkosten und Bürokratie. Die Zeiten sind momentan alles andere als einfach. Nichtsdestotrotz blickt Christian Naderer, Obmann der WKO Freistadt, mit Optimismus in die Zukunft. „Das WIFO prognostiziert eine allmähliche wirtschaftliche Erholung für Österreich. Für 2026 wird mit einem Anstieg des Wirtschaftswachstums von 1,2 Prozent gerechnet. Das wird auch für den Bezirk Freistadt positive Impulse bringen.“

„Die Wirtschaft im Bezirk Freistadt zeigt sich nach wie vor als äußerst stabil und krisenfest. Die Stimmung unter den regionalen Unternehmen Im Bezirk Freistadt ist trotz der Flaute in der wirtschaftlichen Großwetterlage erstaunlich gut. Unsere Wirtschaftsstruktur im Bezirk mit vielen kleinen und mittelgroßen Familienbetrieben ist da ein großer Vorteil", so Christian Naderer. Außerdem werden unsere Unternehmen weithin sehr geschätzt, weil sie als bodenständig und zuverlässig gelten.“

Top-Arbeitslosenrate 2025 im Bezirk Freistadt – unter den TOP 5 österreichweit
Positiv beurteilt Naderer auch die Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt: Zum 1.1.2026 beträgt die Arbeitslosenquote im Bezirk 3,9 Prozent. Anfang Jänner des Vorjahres lag diese noch bei 4,0 Prozent.

Auch WKO-Leiter Thomas Denk bestätigt: „Trotz fünf wirtschaftlich sehr herausfordernder Jahre gibt es in unserem Bezirk immer noch erfreuliche Wirtschaftsdaten. Viele Unternehmen sehen auch neue Chancen, die sich aktuell wirtschaftlich auftun.“ Auf regionaler Ebene sieht die WKO Freistadt ihre Aufgabe darin, die Unternehmen mit besseren Rahmenbedingungen, moderner Infrastruktur, starken Netzwerken und engagierter Interessenvertretung zu unterstützen. „Gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten braucht es eine starke regionale Stimme für unsere Unternehmen“, so Naderer und Denk.

Naderer und Denk
© Gutenthaler Photography WKO-Freistadt-Obmann Christian Naderer (r.) und WKO-Leiter Thomas Denk blicken optimistisch auf das Jahr 2026.

Fokus auf Fachkräfte und Infrastruktur
„Ein zentraler Schwerpunkt im Jahr 2026 bleibt die Fachkräfte- und Lehrlingssicherung. Freistadt zählt mit derzeit 265 Lehrbetrieben und 746 Lehrlingen zu den führenden Ausbildungsbezirken im Mühlviertel. Initiativen wie ‚Mein Job Freistadt‘ oder der Berufserlebnistag bieten Jugendlichen und Betrieben wichtige Plattformen zur Berufsorientierung“, hält Naderer fest.

„Wir freuen uns, dass die öffentliche Hand in verschiedenen Bereichen im Bezirk Freistadt investiert, darunter Wohnbau, Schulbau, Kindergarten- und Horteinrichtungen, Gesundheits- und Sicherheitsversorgung und im Straßenbau.

Insbesondere die S10 zwischen Linz und Freistadt hat schon jetzt den erwarteten Entwicklungsschub für die Wirtschaft im Mühlviertel weit übertroffen. Die Fertigstellung der insgesamt sieben Kilometer langen Umfahrung Rainbach ist für die Jahresmitte 2027 vorgesehen. Jetzt gilt es, die Fertigstellung der restlichen 8,5 km bis zur Grenze rasch ins Ziel zu bringen“, so der WKO-Obmann.

Auch der rasche Ausbau der Summerauerbahn ist dringend notwendig: „Alle Prognosen gehen davon aus, dass die Verkehrsfrequenz auf der A7 Mühlkreisautobahn deutlich steigen wird. Wir müssen also Verkehr auch auf die Schiene verlagern, da haben wir dringenden Handlungsbedarf“, ist Naderer überzeugt.