Schwarzarbeit legt zu
Heuer wird die Schattenwirtschaft in Österreich um 4,5 Prozent gegenüber 2025 zulegen, erwartet der Ökonom Friedrich Schneider von der JKU Linz.
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„2026 wird sich die Schattenwirtschaft auf 41,96 Milliarden Euro oder 7,91 Prozent des BIP belaufen“, rechnet Schneider. Baugewerbe und Handwerksbetriebe (inkl. Reparatur) haben mit 39 Prozent den größten Anteil an der Schattenwirtschaft. 2026 werden in diesem Bereich 16,36 Mrd. Euro umgesetzt. 17 Prozent entfallen auf sonstige Gewerbebetriebe und haushaltsnahe Dienstleistungen.
Nach Schneiders Schätzung entgehen der öffentlichen Hand Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 2 bis 3,5 Mrd. Euro pro Jahr. Etwas abgemildert werden die Verluste, da das im Pfusch verdiente Geld im Schnitt zu 80 Prozent sofort wieder in der offiziellen Wirtschaft ausgegeben wird. Verlierer sind auch Unfall- und Krankenversicherungen, die die erhöhten Kosten zusätzlicher Unfälle bzw. Arbeitsunfähigkeit der Pfuscher tragen müssen.