Arbeitsmarkt bleibt Schwerpunkt der dynamischen Region Grieskirchen
Trotz abschwächender Konjunktur und eher getrübten Aussichten sehen WKO-Obmann Günther Baschinger (l.) und Leiter Hans Moser (r.) die Wirtschaft in der Region Grieskirchen gut aufgestellt.
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„Dank unserer regional verwurzelten Großbetriebe und dem breiten Mix an familiengeführten Klein- und Mittelbetrieben steht unser Bezirk wirtschaftlich grundsätzlich gut da“, resümiert WKO-Bezirksstellenobmann Günther Baschinger.
Die aktuellen Wirtschaftsdaten
- 4.900 WKO-Mitglieder, davon üben 4.220 das Gewerbe aktiv aus.
- 29.500 unselbständig Beschäftigte. 1.440 Arbeitgeberbetriebe beschäftigen 16.725 Mitarbeiter.
- Aktuell bilden 270 Lehrbetriebe 890 Jugendliche aus.
- Beim AMS stehen 68 Lehrstellensuchende 193 offene Lehrstellen gegenüber.
- Auch 2025 konnte der Bezirk mit eine Top-Arbeitslosenrate punkten. Mit 3,6 Prozent lag Grieskirchen damit im Jahresdurchschnitt an 4.Stelle österreichweit. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote (Ende Jänner) 5,1 Prozent, ebenfalls ein Top-Wert. „Die nächsten Monate bleiben spannend“, so Obmann Baschinger.
- Top Gründerdaten 2025: „273 Neugründungen und 37 Übernahmen bedeuten einen neuen Höchstwert, wobei die Qualität vor der Quantität steht“, sagt Baschinger. „Das sehr hohe Niveau unserer Gründerberatungen und Gründer-Workshops in der WKO Grieskirchen tragen Früchte“, freuen sich Baschinger und WKO-Leiter Hans Moser gemeinsam über diese Entwicklung.
Zentrales Thema der Wirtschaft generell und natürlich auch in Grieskirchen ist der Arbeitsmarkt. „Die Wirtschaft, der öffentliche Dienst, das Sozial- und Gesundheitssystem: Alle leiden unter dem Mangel an Arbeitskräften. Zwar ist die Situation momentan wegen der Konjunkturschwäche entspannter, aber beim nächsten Aufschwung ist das Thema wieder voll da“, so Baschinger, der zwei Zielrichtungen vorgibt. „Erstens muss das vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser ausgeschöpft werden und zweitens müssen wir die Zuwanderung von qualifizierten Mitarbeitern aus dem Ausland – vor allem auch aus Nicht-EU-Ländern – erleichtern.“
Ausbildung und Arbeit in der Region
„Die Rückgänge auf Grund der demografischen Entwicklung im Bereich der Jugendlichen bereitet uns große Sorgen“, verweist WKO-Leiter Hans Moser auf das wichtige Thema Berufsinformation sowie Ausbildung und Arbeit in der Region. „Viele Jugendliche bzw. ihre Eltern wissen oft nicht Bescheid, welche Vielfalt an Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten es in der eigenen Region gibt. Dafür bieten wir über die österreichweite Messe ,Jugend & Beruf‘ hinaus eigene Formate an, die sich genau diesem Thema widmen.“ Erfolgreiche Projekte, die in Grieskirchen schon seit Jahren laufen und fortgesetzt werden, sind z.B. Unternehmenspatenschaften mit Schulklassen unter dem Titel „Schule trifft Wirtschaft“, regionale Lehrlingsmessen, Stammtische, Lehrlingsgipfel, Berufserlebnistage oder die Teilnahme an den Formaten der OÖ Job Week und der „Langen Nacht der Forschung“.
Der Fokus der Arbeit der WKO Grieskirchen ist auch im Jahr 2026 auf die Themen Arbeitskräfte/Lehre/Berufsinformation/Bildung und Digitalisierung sowie Unterstützung im Bereich KI und Infrastruktur gerichtet. Auch die Stärkung der Nahversorgung und des Tourismus ist ein gemeinsames Anliegen. „Ich sehe uns als erste Anlaufstelle für alle unternehmerischen Fragen mit den drei Schwerpunkten Interessenvertretung, Service und Bildung, aber auch als Sprachrohr für die Unternehmen im Bezirk. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es eine starke regionale Stimme für unsere Mitgliedsbetriebe. Unser Ziel ist es, unseren Bezirk als attraktiven Wirtschaftsstandort zu stärken, durch bessere Rahmenbedingungen, moderne Infrastruktur, starke Netzwerke und engagierte Interessenvertretung. Wir unterstützen unsere Gründer, unsere EPU, unsere KMU bis hin zu unseren Leitbetrieben“, erklärt Baschinger.