WKO Eferding setzt auf Optimismus und regionale Standortarbeit
Weltweite Handelskonflikte, Kriege, Rezession, dazu hohe Energiepreise und die wirtschaftliche Schwäche des wichtigen Handelspartners Deutschland. Die Zeiten sind momentan alles andere als einfach. Nichtsdestotrotz blickt Tobias Luger, Obmann der WKO Eferding, mit einem guten Schuss Optimismus in die Zukunft.
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„Das WIFO prognostiziert eine allmähliche wirtschaftliche Erholung für Österreich, die von einer leichten Erholung des privaten Konsums getragen wird. Das Wachstum wird für 2025 auf 0,5 Prozent geschätzt, für 2026 wird mit einem Anstieg von 1,2 Prozent gerechnet.“ Ebenfalls positiv beurteilt Luger den Arbeitsmarkt im Bezirk.
2.615 WKO-Mitglieder gibt es derzeit im Bezirk sowie rund 15.000 unselbständig Beschäftigte. 600 Arbeitgeberbetriebe beschäftigen 7.480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 120 Lehrbetriebe bilden 380 Jugendliche aus; beim AMS Eferding stehen 19 Lehrstellensuchende 58 offenen Lehrstellen gegenüber.
Arbeitslosenrate unter den Top 5 österreichweit!
Aktuell sind 739 Arbeitslose und 248 offene Stellen beim AMS Eferding gemeldet. Zum 1.1.2026 beträgt die Arbeitslosenquote im Bezirk 4,8 Prozent - um 0,4 Prozent höher als der Top-Wert Ende Dezember 2024. „Die nächsten Monate werden herausfordernd“, so Obmann Luger.
Auch WKO-Leiter Hans Moser bestätigt: „Trotz fünf wirtschaftlich sehr herausfordernder Jahre gibt es in unserem Bezirk immer noch erfreuliche Wirtschaftsdaten. Viele Unternehmen sehen auch ihre neuen Chancen, die sich aktuell wirtschaftlich auftun.“ Auf regionaler Ebene sieht die WKO Eferding ihre Aufgabe darin, die Unternehmen mit besseren Rahmenbedingungen, moderner Infrastruktur, starken Netzwerken und engagierter Interessenvertretung zu unterstützen. „Oberstes Anliegen ist, die regionale Standortentwicklung voranzutreiben“, so Luger und Moser.
Berufsinformationsprojekte werden fortgeführt
Einer der Schwerpunkte im Jahr 2026 ist das Thema Arbeitsmarkt. „Trotz Rezession und steigender Arbeitslosigkeit bleibt das Thema Fachkräfte, Arbeitskräfte sowie Lehrlinge ein Dauerbrenner“, so Tobias Luger. „Die Konjunktur wird wieder anspringen und die Bevölkerungsentwicklung arbeitet gegen uns.“ Berufsinformation und Wissen um die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region hat sich die WKO Eferding daher schon vor Jahren auf die Fahnen geheftet und mit Projekten wie dem Eferdinger Karrieretag, den Lehrlingsgipfeln und Lehrbetriebsabenden sowie den Schulpatenschaften anerkannte Formate geschaffen, die auch heuer ihre Fortsetzung finden.
„Fahr nicht fort – arbeite vor Ort!“
„2026 werden wir die Plattform ,Mein JOB Eferding‘ ins Leben rufen“, kündigt Luger an. „Es geht um die Stärkung der Arbeitgebermarke. Wir wollen aufzeigen, welche leistungsfähigen Unternehmen es im Bezirk Eferding gibt.“ Unter dem Motto „Fahr nicht fort – arbeite vor Ort!“ soll eine Win-Win-Situation entstehen: Firmen bekommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beginnend mit dem Lehrling und die Arbeitnehmer sparen sich Geld und Zeit, wenn sie nicht pendeln müssen.