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Die Bildungsoffensive der Wirtschaftskammern Österreichs

Die Bildungsoffensive auf einen Blick

Als größter nichtstaatlicher Bildungsanbieter haben die Wirtschaftskammern Österreichs eine umfassende Bildungsoffensive gestartet, die direkten Nutzen für die Unternehmen und den Standort stiftet und das Erfolgsmodell der dualen Berufsbildung mit den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters vereint. Zentrales Anliegen ist es, Fachkräfte in ausreichendem Maße für unsere Unternehmen und Ausbildungsbetriebe bestens auszubilden. Wir gestalten dazu unter anderem die Lehre neu, zeigen Karriereperspektiven auf, verbessern die Kompetenzen junger Menschen vor allem in der Wirtschaftsbildung und bündeln in der Virtuellen Lernplattform alle Aus- und Weiterbildungsangebote der Wirtschaft für die Wirtschaft.

News

Youth Entrepreneurship Week Logo
© YOUTH ENTREPRENEURSHIP WEEK

Youth Entrepreneurship Week

Von Mai 2022 bis Juni 2023 werden 110 Youth Entrepreneurship Weeks bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung unterstützt

Frau mit VR-Brille
© WKÖ

Virtuelle Betriebsbesichtigungen

360°-Videos präsentieren Lehrberufe realitätsnah mittels Virtual Reality – virtuelle Betriebsbesichtigungen realer Unternehmen inklusive


Die Bildungsoffensive umfasst

Leuchtturm Icon
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 7

Prio-Projekte

Notiz Icon
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18

ergänzende Maßnahmen

Lautsprecher Icon
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12 

politische Forderungen


Die Umsetzung erfolgt in einem kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizont. Die Leuchtturm-Initiativen wurden 2019 gemeinsam mit ausgewählten ergänzenden Maßnahmen gestartet. 

Wozu Bildungsoffensive?

Österreich steht im Aus- und Weiterbildungsbereich vor vier großen Herausforderungen. Die Bildungsoffensive umfasst sowohl zielgerichtete neue Initiativen der Wirtschaftskammern Österreichs selbst als auch bessere Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Dazu wurden sechs zentrale Handlungsfelder identifiziert. In diesen Handlungsfeldern werden im Interesse unserer Unternehmen Lösungsvorschläge erarbeitet, die sich in Prio-Projekten, ergänzenden Maßnahmen sowie in politischen Forderungen widerspiegeln.


Herausforderungen
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Herausforderungen

Fachkräfte

Sozialprestige Lehre

Grundkompetenzen Schülerinnen und Schüler

Digitalisierung

Stern
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Handlungsfelder 

Individuelle Talente entfalten

Bildungsangebot am künftigen (digitalen) Bedarf ausrichten

Durchgängige Bildungspfade & lebenslange Karriereperspektiven

Ausbildende Unternehmen unterstützen

Wirtschaftskompetenz in der Schule

Vereinheitlichung WKO-Auftritt & Effizienz


Leuchtturm
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Prio-Projekte

Digitale Lernwelten für Lehrlinge – digitaler Content für wîse up

Höhere Berufliche Bildung

Qualitätsservice Meister- und Befähigungsprüfung

Lehre neu für Erwachsene

Kompetenzcheck aller individuellen Fähigkeiten

Digitales Prüfungsmanagement: Prüfungsabwicklung


Unsere Handlungsfelder

Individuelle Talente entfalten

360° Videos präsentieren Lehrberufe realitätsnah mittels Virtual Reality – virtuelle Betriebsbesichtigungen realer Unternehmen inklusive.

Herausforderung

Viele junge Menschen entscheiden sich für wenige Lehrberufe, weil sie die ganze Vielfalt der beruflichen Ausbildungen in Österreich gar nicht kennen. Branchen und Betrieben fehlt dadurch der Fachkräftenachwuchs.

Projektbeschreibung

360° Videos präsentieren Lehrberufe realitätsnah mittels Virtual Reality – virtuelle Betriebsbesichtigungen realer Unternehmen inklusive. Das eröffnet in der Berufsorientierung neue Vermittlungschancen. Die teilweise mehrsprachigen Videos wurden in Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben gedreht. In den Videos berichten Lehrlinge von ihrer Arbeit und ihrem Berufsalltag. 

Nutzen

Das Interesse für Lehrberufe in Unternehmen wird modern und interaktiv geweckt. Betriebe können in den Videos ihre Lehrberufe und das Betriebsumfeld überzeugend vorstellen. Sie erreichen Zielgruppen auch über ihre Region hinaus. 

Projektstatus

  • In Umsetzung: 40 Videos und Informationen zu insgesamt 80 Berufen stehen bereits zur Verfügung. 
  • www.berufe-vr.at

Online-Tests und psychologische Beratungen helfen Erwachsenen in Phasen beruflicher Umorientierung weiter.

Herausforderung

Unternehmen fehlen auch deshalb Fachkräfte, weil Erwachsene sich nicht in Erfolg versprechende Fachbereiche weiterentwickeln.

Projektbeschreibung

Mit dem Karriere-Check – einer psychologischen Testung von Interessen, Fähigkeiten und Neigungen samt Beratung - erhalten Erwachsene in Phasen beruflicher Umorientierung konkrete Hilfestellung, wo ihre Potenziale und Chancen am Arbeitsmarkt liegen. 

Nutzen

Österreichs Unternehmen finden Bewerberinnen und Bewerber vor, bei denen sich das verfügbare Qualifikationsniveau mit dem gewünschten Interesse am Berufsbild und den geforderten Lehrinhalten deckt. Sie profitieren von höherer Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit sowie von niedrigeren Fluktuationsraten. Kosten für Nach- und Umschulungen sinken.

Projektstatus

  • Abgeschlossen: der Karriere-Check wird in sieben Bundesländern angeboten.

Das Online-Portal unterstützt die individuelle Berufswegplanung mit Informationen zu Berufswahl und Ausbildungen und ist dabei auch für Erwachsene die erste Adresse rund um Weiterbildung, Spezialisierung und Karriere.

Herausforderung

Berufsbilder ändern sich immer schneller. Fehlt Erwachsenen das nötige Know-how bei der beruflichen Um- und Neuorientierung, planen sie ihre berufliche Weiterentwicklung am Bedarf der Wirtschaft vorbei.

Projektbeschreibung

Die Weiterbildung und Mobilisierung erwachsener Berufstätiger als Fachkräfte ist ein wichtiger Ansatz zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Im Rahmen der WKO-Bildungsoffensive wurde daher die erfolgreiche digitale Berufsinformation BIC.at für Erwachsene erweitert: Weiterbildung, Spezialisierung und Karriere sind neue Informationsbereiche. Sie dienen der Selbstinformation und sind Grundlage für die Karriereberatung Erwachsener in Beratungseinrichtungen sowie im Rahmen der Potentialanalysen und Talente-Checks.

Nutzen

Die fachliche Weiterentwicklung von bereits Berufstätigen und ihr Upskilling eröffnet Unternehmen neue Fachkräftepotenziale. Information und Beratung gemäß den Anforderungen der Wirtschaft stellt sicher, dass Interessierte besser für Bereiche mit hohem Fachkräftebedarf gewonnen werden können. Durch die Bildungsoffensive wurde das Angebot für die Zielgruppe Erwachsene erweitert.

Projektstatus

  • Abgeschlossen: BIC.at verzeichnet rund 1,5 Millionen Berufsaufrufe pro Jahr. 
  • www.bic.at

Bildungsangebote am künftigen (digitalen) Bedarf ausrichten

Alle digitalen Bildungsangebote der WKO und ihren Partner auf einen Click mit Fokus auf beruflicher Aus- und Weiterbildung.

Herausforderung

Damit Österreichs Unternehmen im wachsenden internationalen Wettbewerb punkten können, spielt die punktgenaue Qualifizierung von Fachkräften eine immer wichtigere Rolle. Der Erwerb spezifischer Kompetenzen muss oft in sehr kurzen Zeiträumen und parallel zur bzw. während der Berufstätigkeit erfolgen. 

Projektbeschreibung

Die digitale Aus- und Weiterbildungsplattform für Österreichs Wirtschaft ermöglicht Unternehmen jeder Größe den Einstieg in die Welt des digitalen Lernens. wîse up bietet die Möglichkeit, eigene Lerninhalte auf die Plattform hochzuladen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Schulungsinhalt zuzuweisen. Mit einem wîse up-Abo hat man zudem Zugang zu mehr als 15.000 Kursen namhafter Bildungsanbieter zu Themen, wie Marketing, Digitalisierung, Soft Skills oder Technik.

Nutzen

Die Plattform entlastet Unternehmen bei der operativen Personalarbeit, indem die Administration von wiederkehrenden (Pflicht-)Schulungen sowie Pre- und Onboarding-Maßnahmen automatisiert wird. Die Erstellung von digitalen Lerninhalten ist mit wîse up einfach und erfordert keinerlei Vorkenntnisse. Ein großer Anteil der Kurse ist im Abo inkludiert und kostenlos zugänglich. Dank der virtuellen Lernplattform ist betriebliche Weiterbildung einfach und flexibel nutzbar. 

Projektstatus

  • Die Lernplattform wîse up ist seit 2022 live. 
  • Zugang zu über 15.000 Kursen
  • 120 Lernpfade für Lehrlinge und 60 Lernpfade für Gründer:innen
  • www.wise-up.at

Die WKO schafft (im Rahmen der Lernplattform wîse up) digitale Angebote zum Kompetenzerwerb für Lehrlinge.

Herausforderung

Berufsrelevante Grundkompetenzen fehlen oft bei Lehranfänger:innen. Sie sind im betrieblichen Alltag schwer zu vermitteln.

Projektbeschreibung

Im Rahmen der virtuellen Lernplattform wîse up bringt die WKO digitale Angebote für Lehrlinge. Neben lehrberufsübergreifenden Kompetenzen werden auch fachliche Kompetenzen vermittelt. Dies soll Lehrlinge – unterstützend zur betrieblichen Ausbildung und zur Berufsschule – optimal auf den Lehrabschluss vorbereiten. Es werden für priorisierte Lehrberufe fachspezifische digitale Lerninhalte gescreent und bei Bedarf produziert. Auf wîse up werden diese in Form von kuratierten Lernpfaden Ausbilder:innen und Lehrlingen zur Verfügung gestellt.

Nutzen

Ausbildungsbetriebe werden durch aktuelle digitale Lernangebote bei der Ausbildung der Lehrlinge unterstützt. Dies gilt insbesondere bei der Vermittlung von Zukunftskompetenzen wie soft skills und digitalen Kompetenzen. Es werden aber auch Basiskompetenzen und spezielle branchen-/berufsspezifische Kompetenzen gezielt gestärkt. 

Dies erhöht die Attraktivität der Lehrlingsausbildung und fördert die Fachkräfteausbildung. 

Projektstatus

  • In Umsetzung: Derzeit werden für 11 Lehrberufe fachspezifische Lerninhalte erstellt. Über 100 Stunden Lernmaterial sind bereits verfügbar. 

WKO-Bildungsangebote stärker am Fachkräftebedarf ausrichten

Herausforderung

Der Fachkräfte- und Qualifikationsbedarf ändert sich in vielen Bereichen. Die Bildungsangebote der WKO müssen laufend daran ausgerichtet werden.

Projektbeschreibung

Die Projekte und Maßnahmen der WKO-Bildungsoffensive basieren auf fundierten Bedarfserhebungen und Untersuchungen. Diese umfassen u.a. den Fachkräfteradar (ibw-Unternehmensbefragung zum Fachkräftebedarf), qualitative Erhebungen zu Kompetenz- und Qualifikationsbedarfen in verschiedenen Branchen oder das Absolvententracking (Lehre sowie Meister- und Befähigungsprüfung). Damit wird die Wirkung von WKO-Bildungsmaßnahmen in Bezug auf berufliche Verwertbarkeit oder Absolventenzufriedenheit gemessen. 

Nutzen

Die WKO-Bildungsangebote sind möglichst genau auf aktuelle und künftige Bedürfnisse der Unternehmen ausgerichtet.

Projektstatus

  • in Umsetzung

Systematische Ausbildungsplanung und Dokumentation erhöhen die Qualität der Ausbildung von Lehrlingen. Wichtig ist auch systematisches gegenseitiges Feedback zwischen Ausbildern und Lehrlingen.

Herausforderung

Bei der Lehrlingsausbildung sind systematische Planung, Dokumentation und Feedback zwischen Ausbildern und Lehrlingen wichtige Erfolgsfaktoren. Für kleine und mittlere Betriebe ist jedoch der Aufwand meist zu hoch, um dafür eigene Systeme zu etablieren.

Projektbeschreibung

Unter dem Titel „Ausbildungsfahrplan“ soll ein Online-Tool die Planung und Dokumentation der Lehrlingsausbildung erleichtern. Bislang steht das Tool für die Gastronomieberufe, Bürokaufleute und Applikationsentwickler zur Verfügung. Die weitere Fortführung erfolgt außerhalb der Bildungsoffensive und hängt von einer ausreichenden Finanzierung von geförderten Projekten im Rahmen der Lehrstellenförderungen ab.

Nutzen

Auch kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe profitieren bei ihrer Lehrlingsausbildung von professioneller Planung, Dokumentation und Feedback.

Projektstatus

  • abgeschlossen

Aufgrund der technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen in der immer mehr digitalisierten Welt müssen sich die Ausbilderinnen und Ausbilder verstärkt weiterbilden.

Herausforderung

Wegen Digitalisierung und technologischer Weiterentwicklung müssen sich Ausbilderinnen und Ausbilder verstärkt weiterbilden. Dafür benötigen vor allem kleinere Ausbildungsbetriebe Unterstützung.

Projektbeschreibung

Unter ausbilder.at werden Good Practice-Beispiele, Tools, Ausbildungsleitfäden etc. zur Verfügung gestellt.

Nutzen

Vor allem Ausbilderinnen und Ausbilder in kleinen und mittleren Unternehmen könnten ihre wichtige Aufgabe für den Betrieb mit stets aktuellem Wissen erfüllen. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet neue Marktchancen.

Projektstatus

  • abgeschlossen

Durchgängige Bildungspfade & lebenslange Karriereperspektiven

Höhere Berufliche Bildung gesetzlich verankern: Die höhere Berufsbildung in der gewerblichen Wirtschaft wird als gleichwertige Alternative zu hochschulischer Bildung gesetzlich verankert.

Herausforderung

Die Berufsbildung gilt oft als nicht als gleichwertig zur allgemeinen und hochschulischen Bildung. Meister- und Befähigungsprüfungen sowie andere Abschlüsse nach einer Lehre werden nicht als „höhere“ Bildung wahrgenommen. Das schadet der Lehre – und den Betrieben.

Projektbeschreibung

Ein Gesetz zur Höheren Beruflichen Bildung (HBB) wird geschaffen. Damit wird es möglich sein, auf gesetzlicher Grundlage neue berufspraktische Abschlüsse zu entwickeln: Diese entsprechen dem Bedarf am Arbeitsmarkt und richten sich vor allem an die zahlreichen Fachkräfte mit Lehrabschluss und Berufserfahrung in Österreich. Fachkräfte können solche Abschlüsse berufsbegleitend erwerben und sich so beruflich in vielen Fach- und Führungskarrieren weiterentwickeln. Für die Abschlüsse der HBB sind einheitliche Stufenbezeichnungen geplant: So werden Sichtbarkeit, Anerkennung und Vergleichbarkeit der HBB mit anderen Bildungsformen unterstützt.

Nutzen

Die Höhere Berufliche Bildung sichert Unternehmen Fachkräfte auf allen Qualifikationsniveaus. Die hohe Wertigkeit der beruflichen Qualifikation macht Karrieren in diesem Bereich deutlich attraktiver. 

Projektstatus

  • in Umsetzung

Projektbeschreibung

Die sichtbare Qualität von WKO Qualifikationsanbietern wird im Rahmen der WKO Bildungsoffensive nachhaltig unterstützt. Für Meister- und Befähigungsprüfungen wurden qualitätssichernde Instrumente erstellt, wie Qualifikationsstandards, Prüfungsordnungen, Prüfungsaufgaben oder Bewertungssysteme. 

Nutzen

Die Qualität der Bildung aus der Wirtschaft für die Wirtschaft nützt dem unternehmerischen Erfolg – und stellt sicher, dass die Unternehmen auf jene Kompetenzen zählen können, die sie brauchen.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist es notwendig, neue Zielgruppen für die Lehrlingsausbildung zu erschließen. Maturantinnen und Maturanten (vor allem aus der AHS) sowie Studienabbrecherinnen und -abbrecher sind dabei besonders anzusprechen.

Herausforderung

Eine Lehre ist für Maturantinnen und Maturanten im österreichischen Bildungswesen – trotz der guten anschließenden Berufsaussichten – derzeit nicht sehr attraktiv.

Projektbeschreibung

Um die Fachkräfte-Versorgung der Wirtschaft zielgerichtet zu unterstützen, etabliert die WKO-Bildungsoffensive ein gemeinsames, bundesweites Modell für die Lehre nach der Matura (die Duale Akademie) sowie ein weiterführendes Angebot für Erwachsene im Rahmen der höheren Berufsbildung.

Nutzen

Mit den neuen Angeboten wird die Fachkräfteentwicklung für Unternehmen bedarfsorientiert unterstützt. Potenzial und Angebot gehobener Fachkräfte-Qualifikation werden verbreitert.

Projektstatus

  • In Umsetzung: Das bundesweite Angebot der Dualen Akademie startete im Herbst 2022 mit vier Berufen (Applikationsentwicklung/Coding, Mechatronik, Elektrotechnik, Speditionskaufmann/-frau). Es wird um zusätzliche Lehrberufe nach Bedarf der Bundessparten erweitert.
  •  www.dualeakademie.at

Informelle und non-formal erworbene Kompetenzen werden sichtbar gemacht und eine entsprechende Anerkennung sichergestellt.

Herausforderung

Informelle und non-formal erworbene Kompetenzen werden kaum anerkannt und sind nicht ausreichend sichtbar. 

Projektbeschreibung

Die Entwicklung kompetenzorientierter Prüf- und Validierungsverfahren trägt dazu bei, Kompetenzen von Fachkräften besser zu beurteilen. Der Kompetenzcheck soll sowohl nicht-gesetzlich geregelte Nachweise (nicht-formale Qualifikationen), als auch gesetzlich anerkannte Bildungsabschlüsse (formale Qualifikationen wie Meister- und Befähigungsprüfungen) umfassen.

Damit sollen langfristig alle erworbenen Kompetenzen (informell und non-formal erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten) von Fachkräften sichtbar gemacht werden. Im ersten Schritt werden pilothaft neue digitale Checks entwickelt sowie bereits bestehende Erfolgsmodelle bestmöglich ausgerollt.

Nutzen

Betriebe profitieren von einer besseren Erfassung und Einordnung der Kompetenzen von (künftigen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie können die Wirksamkeit bisheriger Qualifizierungsmaßnahmen besser evaluieren. Die Personalentwicklung in Unternehmen wird durch Kompetenzchecks fundiert unterstützt. 

Projektstatus

  • in Umsetzung 

„Google Maps für Berufe“: Die Möglichkeiten der Berufsbildung sichtbarer und attraktiver machen

Herausforderung

Die Lehre gilt in Teilen der Bevölkerung als wenig karriereträchtig. Dabei gibt es viele höhere Abschlüsse der Berufsbildung, die auf der Lehre basieren. Oft ist aber unklar, welcher Bildungsweg zu welchem Bildungs- und Karriereziel führt.

Projektbeschreibung

Durchgängige Bildungspfade zeigen, dass die Lehre das Eintrittsticket für vielfältige Fach- und Führungskarrieren ist. Bereits über 160 durchgängige Bildungspfade zeigen ausgehend von der Lehre den lückenlosen Weg zu höheren beruflichen und akademischen Abschlüssen. Die Bildungspfade bieten Orientierung, informative Texte und wertvolle Links für Lehrlinge und Fachkräfte und werden laufend ausgebaut. 

Nutzen

Unternehmen profitieren von der steigenden Attraktivität der Lehre, weil das Wissen über die Karriereperspektiven ausgehend von der Lehre steigt. Die Möglichkeiten der Berufsbildung werden sichtbarer und verständlicher. Die Bildungspfade lassen sich für die Lehrlingsakquise und in der innerbetrieblichen Laufbahnplanung nutzen.

Projektstatus

  • In Umsetzung: Bereits 160 Bildungspfade zeigen durchgängige Entwicklungsmöglichkeiten für Fachkräfte auf.
  • www.bildungderwirtschaft.at

Ausbildende Unternehmen systematisch unterstützen

Aktiv und innovativ gegen den Fachkräftemangel antreten und zeigen, was die Wirtschaft und die Wirtschaftskammer im Bereich der Berufsbildung bieten. 

Herausforderung

Der Fachkräftemangel stellt derzeit eine der größten Herausforderungen für Österreichs Betriebe dar. Die Verstärkung und Sichtbarkeit von Aktivitäten im Bereich der Berufsbildung spielt hier eine wesentliche Rolle.

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Skills-Aktivitäten der WKO wird die Skills Week Austria einen in ganz Österreich sichtbaren Beitrag für Stellenwert und Chancen gut ausgebildeter Fachkräfte leisten. Tage der offenen Türe in Betrieben und in den WK-Bildungseinrichtungen motivieren junge Menschen und Erwachsene dazu, sich gezielt mit Beruf, Lehre, Berufsbildung und lebenslangem Lernen zu beschäftigen. Die Skills Week Austria soll sich beginnend mit März 2023 binnen drei Jahren zu einem jährlichen Fixpunkt entwickeln. Dabei wird es auch ausgewählte Try-a-Skill-Ausprobierstationen geben.

Nutzen

Die öffentlichkeitswirksamen Aktionen erhöhen die Attraktivität der Berufsbildung für junge Menschen. Teilnehmende Unternehmen profitieren von den bundesweiten medialen Aktivitäten der Wirtschaftskammern für die Berufsausbildung. Sie erhalten auch Unterstützung dabei, sich bei den Zielgruppen Jugendliche und Eltern als Ausbildungsbetriebe zu präsentieren.

Projektstatus

Unternehmen mit Auslandsniederlassungen werden bei der Fachkräftesicherung durch standardisierte Serviceangebote in der Einführung der dualen Berufsbildung und der beruflichen Weiterbildung unterstützt.

Herausforderung

Auch für österreichische Auslandsniederlassungen zählt der Fachkräftemangel zu einer großen Herausforderung.

Projektbeschreibung

Die WKO unterstützt Unternehmen mit Auslandsniederlassungen – auf Basis von Bedarfserhebungen – durch standardisierte Serviceangebote für Qualifizierung, berufliche Weiterbildung und duale Berufsbildung. Dies umfasst natürlich auch digitale Lernangebote (z.B. national angepasstes Online-Ausbildertraining). Alle bestehenden Wirtschaftskammer-Angebote werden übersichtlich auf wko.at abgebildet.

Nutzen

Unternehmen erhalten bei der Fachkräftesicherung für Auslandsniederlassungen wirksame Unterstützung und Services. Sie profitieren von einer Steigerung des Ausbildungsniveaus der Fachkräfte durch eine praxisorientierte Berufsausbildung.

Projektstatus

  • in Umsetzung

SkillsAustria – die Champions League der Berufsbildung: Professionelle Berufsmeisterschaften zeigen, was Lehrlingealles können – das fördert das Image der Lehre.

Herausforderung

Internationale Berufswettbewerbe können besser genutzt und vermarktet werden, um Karrieren als Fachkraft attraktiver zu machen.

Projektbeschreibung

Die Staatsmeisterschaften „AustrianSkills“ werden mit Fokus auf Zukunftsberufe ausgebaut. Die Attraktivität für Besucher:innen und Medien wird u.a. durch interaktive Angebote erhöht. Zur professionellen Durchführung wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet. Dort können sich auch Ausbildungsbetriebe einbringen. 

Nutzen

Unternehmen profitieren davon, dass Österreichs Qualitäten in der Berufsbildung noch besser sichtbar sind und junge Menschen für die attraktiven Chancen einer modernen Berufsausbildung sensibilisiert werden. Mit der konstant erfolgreichen Teilnahme des Team Austria an den internationalen Berufswettbewerben trägt SkillsAustria wesentlich dazu bei, die nationale Fachkräfteausbildung aufzuwerten.

Projektstatus

Bis 2030 nehmen jährlich 10 % aller Lehrlinge sowie Ausbilder und Fachkräfte an internationalen Mobilitätsprogrammen teil. Dadurch wird die Attraktivität der dualen Berufsbildung erhöht. 

Herausforderung

Immer mehr Unternehmen brauchen flexible, mobile Mitarbeiter mit Auslandserfahrung. Derzeit beteiligen sich aber z.B. nur 2% der Lehrlinge an Mobilitätsprogrammen. 

Projektbeschreibung

Im Rahmen einer Studie wurden Mobilitätshemmnisse identifiziert und mobilitätsfördernde Maßnahmen umgesetzt (z.B. Social Media-Kampagne mit dem Ziel, Erasmus für Lehrlinge bekannter zu machen, FAQ fürs Unternehmen und Lehrlinge, Video-Testimonials etc). Die gezielte Weiterentwicklung des Erasmus-Programms soll zu einer gesteigerten Teilnahme an internationalen Mobilitätsprogrammen beitragen. 

Nutzen

Lehrlinge und Fachkräfte mit internationaler Erfahrung bringen internationale Kompetenzen ins Unternehmen. Dies ist insbesondere für Betriebe mit Exporttätigkeit bzw. -ambition von Bedeutung und erhöht deren Aktionsradius.

Projektstatus

  • in Umsetzung

Wirtschaftskompetenzen ins Bildungssystem einbringen

Unternehmertum im Schulsystem verankern!

Herausforderung

Eine breite, positive Einstellung zu Unternehmertum und unternehmerischem Denken ist in Österreich nach wie vor nicht gewährleistet. 

Projektbeschreibung

In Entrepreneurship Projektwochen werden Kreativität, innovatives Denken und Unternehmergeist von Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit externen Partnern und Schulen gefördert.

Nutzen

Schülerinnen und Schüler werden früh an das Thema Entrepreneurship herangeführt und beschäftigen sich mit konkreten unternehmerischen Aufgaben. Unternehmerisch denkende Fachkräfte sind ein wichtiges Asset im Wettbewerb.

Projektstatus

  • In Umsetzung: Bisher wurden über 100 „Youth Entrepreneurship Weeks“ umgesetzt und mehr als 3.000 Schüler:innen erreicht.
  • www.entrepreneurshipwoche.at

Eine höhere Wirtschafts- und Finanzkompetenz bringt bessere Entscheidungen im Wirtschaftsleben. Die Stiftung soll die Wirtschafts- und Finanzkompetenz besser im Bildungssystem verankern.

Herausforderung

Wirtschaftsbildung spielt im österreichischen Schulsystem bisher nur eine untergeordnete Rolle. Außerschulische Impulse für Wirtschaftsbildung sind notwendig.

Projektbeschreibung

Mit der 2020 gegründeten Stiftung für Wirtschaftsbildung legt die WKÖ als eine der Gründungsorganisationen den Fokus auf die nachhaltige Stärkung einer breiten lebensweltbezogenen Wirtschafts- und Finanzbildung in der schulischen und außerschulischen Allgemeinbildung in Österreich. Junge Menschen sollen sich der wirtschaftlichen Rollen von Arbeitnehmer:innen, Unternehmer:innen, Bürger:innen, Konsument:innen, Versicherten und Steuerzahler:innen bewusst werden. Lehrkräfte werden bei der Vermittlung von Wirtschaftswissen unterstützt. 

Nutzen

Wirtschafts- und Finanzkompetenz wird im Schulwesen gezielt gefördert. Auf Basis der Ergebnisse der Aktivitäten der Stiftung für Wirtschaftsbildung werden neue Wege zur besseren Finanz- und Wirtschaftsbildung der Fachkräfte von morgen möglich. 

Projektstatus

Der WKÖ CodingDay vermittelt in Workshops und Lehrlingshackathons altersgerecht Spaß am Programmieren.

Herausforderung

Programmier-Kenntnisse werden in der Wirtschaftswelt immer wichtiger. Um mehr Kinder und Jugendliche für diese Kulturtechnik zu begeistern, sind auch außerschulische Initiativen notwendig.

Projektbeschreibung

Mit dem WKÖ CodingDay zur Förderung digitaler Kompetenzen in allen Wirtschaftsbranchen erhöht die WKÖ die IT-Affinität von Lehrlingen in ganz Österreich. Durch den Coding Day werden die Ausbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich vor den Vorhang geholt und gezeigt, dass digitale Skills in jeder Branche notwendig sind. Informatik, Coding und Robotik beeinflussen die Kompetenzen für komplexe Herausforderungen, wie kritisches Denken, Problemlösen, Kreativität, Kommunikation und Kollaboration. 

Nutzen

Angesichts des weiter steigenden Bedarfs an IT-Fachkräften leisten der Coding Day mit den vorausgehenden Lehrlingshackathons einen wichtigen Beitrag, um IT-affine Jugendliche für die Wirtschaft zu mobilisieren. Digitale Kompetenzen werden auch im Bereich der dualen Ausbildung immer wichtiger und wertvoller. 

Projektstatus

Um Fachkräften von morgen einen modernen und spannenden Zugang zu MINT zu ermöglichen, wurde eine Roadshow für Schülerinnen und Schüler entwickelt. 

Herausforderung

Um die notwendigen Kompetenzen für digitale Technologien möglichst rasch zu sichern, braucht es eine entsprechende Ausbildungs-Infrastruktur. 

Projektbeschreibung

Um Fachkräften von morgen einen modernen und spannenden Zugang zu MINT zu ermöglichen, entwickelte die WKO „MINTRON“. Diese Roadshow ist an Schulen in ganz Österreich für die 11 bis 12-jährigen unterwegs. Sie bietet dabei eine interaktive Bühnenshow und Mitmach-Stationen mit spannenden Experimenten zum selbst ausprobieren.

Nutzen

Wir schaffen mit MINTRON frühzeitig Interesse durch Ausprobieren und legen damit das Fundament der Fachkräftesicherung schon bei den sehr Jungen. Die Mintron-Initiative der WKO-Bildungsoffensive ist ein Beitrag, um digitale Spitzentechnologien „greifbar“ zu machen. Dies fördert Bildungs- und Berufsentscheidungen im technologischen Kontext. 

Projektstatus

  • In Umsetzung: Ein Mintron-Pilot wurde 2022 an 17 Schulen erprobt und evaluiert. Für 2023 ist eine Ausrollung geplant.

Spürnasenecken sind Forschungslabore im Kindergarten. Sie wecken Neugierde und Forschergeist – von Anfang an.

Herausforderung

Vielen Unternehmen fehlen vor allem technisch ausgebildete Fachkräfte (MINT-Kompetenzen). Nach wie vor interessieren sich aber zu wenig junge Menschen – und vor allem zu wenig Mädchen – für technische Ausbildungen.

Projektbeschreibung

Mit der „Spürnasenecke“ – einem Labor für Kindergartenkinder und speziell ausgebildeten Pädagog:innen – werden Forschergeist und Wissbegierde der Kinder rund um naturwissenschaftliche, technische und IT-Themen von Anfang an gefördert. Das sichert auch ihr späteres Interesse an Ausbildungen in Chemie, Physik, Informatik und Technik.

Nutzen

Kinder werden schon im Kindergartenalter mit MINT-Themen und kreativen Problemlösungen beschäftigt. Dies erhöht die Neigung für eine weitere Bildungs- und in der Folge Berufslaufbahn im MINT-Bereich.

Projektstatus

  • In Umsetzung: 125 Spürnasenecken wurden in ganz Österreich in Kindergärten etabliert. Damit konnten bisher mehr als 10.000 Kinder erreicht werden.
  • www.spuernasenecke.com

Mit offenen Technologielaboren im Nahbereich von Schulen erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit praktisch-technisch zu experimentieren. 

Herausforderung

MINT-Wissen und -Erfahrungen stehen im Schulwesen zu wenig am Programm. Es braucht außerschulische Angebote, um MINT-Ausbildungen interessant und attraktiv zu machen. 

Projektbeschreibung

Die Möglichkeiten, MINT-Wissen und –Erfahrungen zu sammeln, sind im österreichischen Schulsystem beschränkt. Die WKO-Bildungsoffensive zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche in allen Bundesländern in offenen Technologielaboren und Impulszentren MINT hautnah erleben zu lassen. Dies weckt das Interesse der Kinder – und fördert Berufs- und Bildungswegentscheidungen für entsprechende Berufe. 

Nutzen

Unternehmen stehen künftig mehr Fachkräfte zur Verfügung, die über die benötigten MINT-Kompetenzen verfügen.

Projektstatus

  • abgeschlossen

Die Plattform "Schule trifft Wirtschaft" präsentiert alle WKO Angebote zu Wirtschafts- und Finanzbildung, Unternehmertum und Berufsorientierung für Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche.

Herausforderung

Finanz- und Wirtschaftskompetenz sind in Österreich generell gering ausgeprägt. Darunter leiden unsere Betriebe, die wirtschaftlich kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen. 

Projektbeschreibung

Die Plattform „Schule trifft Wirtschaft“ der WKO ist die erste Adresse für wirtschaftliches Know-how, das in der Schule spannend und attraktiv vermittelt werden kann. Sie bringt für Pädagoginnen und Pädagogen Unterrichtsmaterialien, Workshops, Kontakte zu Unternehmen und vieles mehr. Das gesamte Portfolio der WKO dazu ist über die Plattform übersichtlich mittels Ratgeber in wenigen Klicks erreichbar.

Nutzen

Die Plattform fördert wirtschaftliches Wissen und unternehmerisches Denken. Die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen besser, worauf es in der Wirtschaft und im Unternehmen ankommt.

Projektstatus


Vereinheitlichung WKO-Auftritt & -Effizienz

Österreichweit einheitliche Online-Anmeldung für Lehrverträge und für sämtliche Prüfungen des übertragenen Wirkungsbereiches (LAP, MP, Befähigungsprüfung, Ausbilderprüfung, Unternehmerprüfung, BiBug, IngZert); Optimierung der Organisation und der Abwicklung der Prüfungen mit Hilfe digitale Tools (Virtual Reality, Artifical Intelligence).

Herausforderung

In Österreich gab es bisher keine einheitliche Online-Anmeldung für Lehrverträge und Prüfungen. Das verursacht Betrieben unnötigen Aufwand und Kosten.

Projektbeschreibung

Das digitale Prüfungsmanagement der WKO bringt eine österreichweit einheitliche Online-Anmeldung für Lehrverträge und für sämtliche Prüfungen des übertragenen Wirkungsbereiches (Lehrabschlussprüfung, Meisterprüfung, Befähigungsprüfung, Ausbilderprüfung, Unternehmerprüfung, Bilanzbuchhaltungsprüfung, Ingenieur-Zertifizierung). 

Zusätzlich dazu soll das Prüfungsmanagement digital erfolgen. Organisation und Abwicklung der Prüfungen sollen mit Hilfe digitaler Tools optimiert werden (Virtual Reality, Artifical Intelligence). Ziel ist eine prozessorientierte, effektive und zeitgemäße Prüfungsabwicklung für Kandidatinnen und Kandidaten sowie für die prüfenden Stellen.

Nutzen

Die Lehrvertragsanmeldung ist für Unternehmen einfacher und unbürokratischer. Die Verwaltung der Lehrverträge (Änderungen, Löschungen, Ausbilderdaten, Förderungen) ist online möglich. Zudem gibt es eine Schnittstelle in die Vorortsysteme und österreichweit die gleiche Eingabemaske. Das digitale Prüfungsmanagement in ganz Österreich sichert Effizienz und Qualität von Prüfungen.

Projektstatus

  • Die Online-Lehrvertragsanmeldung ist seit 10/2019 verfügbar, bisher über 83.000 Nutzungen
  • Die Online-Prüfungsanmeldung ist seit 02/2021 verfügbar, bisher über 52.000 Nutzungen
  • Digitale Prüfungsabwicklung: in Vorbereitung

Aufwertung der Lehre durch neue, moderne Begriffe!

Herausforderung

Für das Image der Lehre ist auch deren altmodische Begriffswelt ein Problem („Lehrling“). Damit lassen sich auch Erwachsene nicht erreichen.

Projektbeschreibung

Zeitgemäße Begriffe für die Berufsbildung werden entwickelt, bei Zielgruppen getestet und im Berufsausbildungsgesetz verankert.

Nutzen

Durch die Aufwertung der Lehre können Betriebe mehr Jugendliche und Erwachsene für eine Fachkräfteausbildung gewinnen.

Projektstatus

  • in Umsetzung

Forderungen an die Politik

Politische Forderung

Top-motivierte und ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer vermitteln Grundkompetenzen erfolgreicher.

Herausforderung

Die Vermittlung von Kompetenzen in den Schulen steht und fällt mit Engagement und Können der Lehrenden. In Ländern wie Finnland gibt es deshalb – im Gegensatz zu Österreich – einen Wettbewerb um die besten Lehrenden.

Projektbeschreibung

Kandidatinnen und Kandidaten für ein Lehramtsstudium durchlaufen ein mehrstufiges Auswahlverfahren, das auch Schulpraxis umfasst. Es werden nur mehr die am besten geeigneten Bewerber für den Lehrerberuf ausgewählt.

Nutzen

Top-motivierte und ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer vermitteln Grundkompetenzen erfolgreicher. Unternehmen profitieren von kompetenten, motivierten Schulabsolventinnen und -absolventen.

Projektstatus

  • noch offen

Stipendiensystem zur Finanzierung der Vorbereitungskurse für alle Meister- und Befähigungsprüfungen sowie Prüfungsgebühren.

Herausforderung

Die Vorbereitung auf Meister- und Befähigungsprüfungen sowie andere Abschlüsse im Bereich der höheren Berufsbildung verursacht für die Kandidatinnen und Kandidaten wesentlich höhere Kosten als dies bei Hochschul- oder Fachhochschulstudien der Fall ist. Damit wird höhere berufliche Bildung benachteiligt.

Projektbeschreibung

Zur Finanzierung der Vorbereitungskurse für alle Meister- und Befähigungsprüfungen sowie der Prüfungsgebühren wird ein Stipendiensystem entwickelt. Langfristig werden alle auf Lehre und Matura aufbauenden Bildungsangebote gemischt finanziert (öffentliche Finanzierung, Teilnehmerbeiträge).

Nutzen

Ein Stipendiensystem für Abschlüsse der höheren Berufsbildung macht die höhere berufliche Bildung attraktiver und sichert Unternehmen die benötigten Fachkräfte. 

Projektstatus

  • noch offen

Neuorganisation des schulischen Betriebs

Herausforderung

Berufsschulen sind als Partner der Ausbildungsbetriebe unverzichtbar. Sie müssen auch die berufliche Weiterentwicklung von Erwachsenen ermöglichen. Dafür ist eine Neuorganisation des schulischen Betriebs notwendig.

Projektbeschreibung

Ein Lernangebot in Form von Kursen und Modulen sowie E-Learning ermöglichen flexibles, ganzjähriges Lernen. Die Berufsschulzeit wird von den üblichen Unterrichts- und Ferienzeiten entkoppelt.

Nutzen

Die Unternehmen haben ein höheres Fachkräftepotenzial zur Verfügung. Die Berufsschulzeiten entsprechen den Bedürfnissen der Betriebe (z.B. für Tourismus-Betriebe: keine Berufsschule während der Saison).

Projektstatus

  • noch offen

Bessere Lenkung der Schülerströme

Herausforderung

Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler ihre Bildungslaufbahn nicht als Drop-outs beenden. Die Schülerströme müssen mit Blick auf die Nachfrage der Unternehmen besser gelenkt werden.

Projektbeschreibung

Das Schulangebot der Sekundarstufe II wird stärker an der Nachfrage am Arbeitsmarkt ausgerichtet und mit der Lehre abgestimmt. Die Finanzierung orientiert sich auch an Arbeitsmarktfähigkeit und Qualität der Absolventen. 

Nutzen

Jugendliche kommen in Bildungs- und Ausbildungswege, die ihren Stärken und Interessen entsprechen. Für die Unternehmen wird dadurch der Pool an verfügbaren jungen Fachkräften vergrößert.

Projektstatus

  • noch offen

Staatlich geförderte Bildungskonten & Bildungsprämie und bessere steuerliche Absetzbarkeit von von Weiterbildungskosten auf alle berufsbezogenen Weiterbildungen

Projekt: Staatlich geförderte Bildungskonten


Herausforderung

In Zukunft werden Weiterbildung und Lebenslanges Lernen für die Wirtschaft noch wichtiger. Dies erfordert eine deutliche Erhöhung der öffentlichen und privaten Ausgaben für Weiterbildung.

Projektbeschreibung

Das WKO-Förderpaket für Weiterbildung bringt – nach dem Vorbild des Bausparens – ein spezielles Bildungskonto: Neben den marktüblichen Bankzinsen werden individuell angesparte Mittel mit einem staatlichen Zuschuss prämiert. Das angesparte Kapital darf nur bei anerkannten Bildungsträgern verwendet werden.

Nutzen

Unternehmen profitieren von Fachkräften, die sich auch in Eigenregie weiterbilden. 

Projektstatus

  • noch offen

Projekt: Bildungsprämie und bessere steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten auf alle berufsbezogenen Weiterbildungen


Herausforderung

Digitalisierung, globale Wertschöpfungsketten, Outsourcing von Dienstleistungen, Veränderungen des Konsumentenverhaltens und Technologiebrüche erfordern entsprechendes Know-how in Unternehmen. Zukunftsorientierte Weiterbildung wird immer wichtiger. 

Projektbeschreibung

Als Anreiz für arbeitgeberfinanzierte Weiterbildung wird eine Bildungsprämie in der Höhe von 10 % der Aufwändungen geschaffen. Als Anreiz auf Arbeitnehmerseite wird die steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungskosten für alle berufsbezogenen Weiterbildungen erweitert. Auch Bildungskredite sollen steuerlich absetzbar sein. 

Nutzen

Unternehmen, die in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren, werden dabei wirksam unterstützt. Auch die private Weiterbildung wird attraktiver. 

Projektstatus

  • noch offen

Verhandlungen gestartet

Standardisierte und qualitätsgesicherte Kontrolle individueller Leistungen

Herausforderung

Viele Unternehmen klagen, dass Schulabgängerinnen und Schulabgänger nicht verlässlich lesen, schreiben und rechnen können. Dies belegen auch Pisa-Tests und Bildungsstandardtestungen

Projektbeschreibung

Am Ende der Pflichtschulzeit erfolgt eine standardisierte Kontrolle individueller Leistungen in den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen, Englisch, Wirtschaftswissen und digitale Kompetenzen.

Nutzen

Ausbildungsbetriebe können sich künftig stärker auf schulisch ausgebildete Grundkompetenzen verlassen und müssen nicht mehr in Nachschulungen investieren.

Projektstatus

  • Verhandlungen gestartet

Motivation junger Menschen zu wirtschaftsnahen Ausbildungen und Tätigkeiten

Herausforderung

Um Wirtschafts- und Finanzwissen sowie unternehmerische Kompetenzen der breiten Bevölkerung ist es in Österreich laut Studien schlecht bestellt. Darunter leiden Unternehmen und Gründerdynamik.

Projektbeschreibung

Wirtschafts- und Finanzwissen sowie unternehmerische Kompetenzen werden in enger Kooperation mit der Wirtschaft auf allen Schulstufen vermittelt. Deshalb werden z.B. alle bewährten WKO-Instrumente, wie der Unternehmerführerschein oder JUNIOR-Firmen, unter einer Dachmarke gebündelt und an allen Schultypen in Österreich eingesetzt. Der Werkunterricht wird zu fächerübergreifendem Projektunterricht weiterentwickelt. 

Nutzen

Mehr junge Menschen werden zu wirtschaftsnahen Ausbildungen und Tätigkeiten motiviert. Das erhöht das Fachkräftepotenzial und verbessert das wirtschaftsrelevante Wissen der Mitarbeiter.

Projektstatus

  • Verhandlungen gestartet

Höhere Berufliche Bildung gesetzlich verankern: Die höhere Berufsbildung in der gewerblichen Wirtschaft wird als gleichwertige Alternative zu hochschulischer Bildung gesetzlich verankert.

Herausforderung

Die Berufsbildung gilt oft als nicht als gleichwertig zur allgemeinen und hochschulischen Bildung. Meister- und Befähigungsprüfungen sowie andere Abschlüsse nach einer Lehre werden nicht als „höhere“ Bildung wahrgenommen. Das schadet der Lehre – und den Betrieben.

Projektbeschreibung

Ein Gesetz zur Höheren Beruflichen Bildung (HBB) wird geschaffen. Damit wird es möglich sein, auf gesetzlicher Grundlage neue berufspraktische Abschlüsse zu entwickeln: Diese entsprechen dem Bedarf am Arbeitsmarkt und richten sich vor allem an die zahlreichen Fachkräfte mit Lehrabschluss und Berufserfahrung in Österreich. Fachkräfte können solche Abschlüsse berufsbegleitend erwerben und sich so beruflich in vielen Fach- und Führungskarrieren weiterentwickeln. Für die Abschlüsse der HBB sind einheitliche Stufenbezeichnungen geplant: So werden Sichtbarkeit, Anerkennung und Vergleichbarkeit der HBB mit anderen Bildungsformen unterstützt.

Nutzen

Die Höhere Berufliche Bildung sichert Unternehmen Fachkräfte auf allen Qualifikationsniveaus. Die hohe Wertigkeit der beruflichen Qualifikation macht Karrieren in diesem Bereich deutlich attraktiver. 

Projektstatus

  • in Umsetzung

In Umsetzung

Das Bildungsangebot für hochqualifizierte IT-Fachkräfte muss an Fachhochschulen und Universitäten sowie in der Berufsbildung quantitativ weiter ausgebaut werden, um dem Bedarf der Wirtschaft gerecht zu werden.

Herausforderung

IT-Bildungsangebot und Absolventen-Zahlen müssen mit dem wachsenden Bedarf an IT-Fachkräften Schritt halten.

Projektbeschreibung

Die WKÖ fordert mehr Studienplätze zur Qualifizierung von IT-Fachkräften an FHs und Universitäten.

Nutzen

Mit ausreichenden IT-Fachkräften können Österreichs Unternehmen ihre Wettbewerbschancen besser nützen.

Projektstatus

  • in Umsetzung
  • Zwar legt der FH-Entwicklungs- und Finanzierungplan 2018/19 bis 2022/23 einen Schwerpunkt im MINT-Bereich und im Bereich der Digitalisierung. Die Zahl der neuen FH-Anfängerstudienplätze in diesem Bereich ist aber mit ca. 330 jährlich weiterhin zu gering und muss weiter erhöht werden.

Ausbildung gemäß „Digital Competence Framework for Educators“ der EU-Kommission

Herausforderung

Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer sind wichtige Partner der Unternehmen bei der dualen Berufsbildung. Sie brauchen gerade mit Blick auf die Digitalisierung aktuelle, spezifische Weiterbildung.

Projektbeschreibung

Österreichweit werden alle Berufsschullehrerinnen und -lehrer gemäß dem „Digital Competence Framework for Educators“ der EU-Kommission ausgebildet und damit digital „fit“ gemacht. Die Schulung erfolgt im Rahmen der Grundausbildung und in verpflichtenden Weiterbildungsmaßnahmen.

Nutzen

Lehrlinge werden besser auf die Anforderungen in Unternehmen vorbereitet. Betriebe können in ihrer Ausbildung auf bestehenden digitalen Grundkompetenzen aufbauen.

Projektstatus

  • in Umsetzung

Mehr Spielraum für Betriebe in der Lehrlingsausbildung

Herausforderung

Bei der geplanten Finanzierung der Förderungen für Ausbildungsbetriebe aus dem AMS-Budget besteht die Gefahr der Kürzung bzw. Einsparung – mit entsprechend negativen Folgen für die duale Berufsbildung.

Projektbeschreibung

Die Finanzierung der Lehrbetriebsförderungen wird auch bei Übertragung ins AMS-Budget in ihrer vollen Höhe gesetzlich abgesichert.

Nutzen

Mit der Lehrbetriebsförderung werden die Nettokosten der Ausbildung für die einzelnen Ausbildungsbetriebe um bis zu drei Viertel reduziert. Das erhöht den Spielraum der Betriebe, Lehrlinge auszubilden.

Projektstatus

  • in Umsetzung

Fremdsprachenkenntnisse stärken Exportchancen und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Herausforderung

Der Export wird auch für Klein- und Mittelbetriebe ein zunehmend wichtiges Thema. Die Unternehmen benötigen deshalb Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die insbesondere über gute Englischkenntnisse verfügen.

Projektbeschreibung

Für alle Lehramtsstudien wird das Pflichtfach „fachbezogene Fremdsprache“ eingeführt. Jeder Sprachlehrer absolviert mindestens ein Auslandssemester im Land, in dem die studierte Sprache gesprochen wird. „Native Speaker“ werden im Unterricht in allen Schultypen eingesetzt. Für Lehrlinge wird insbesondere das Angebot in Englisch massiv ausgebaut. Auf der virtuellen Lernplattform der WKO können Fachkräfte maßgeschneiderte Fremdsprachenkenntnisse erwerben.

Nutzen

Gute Englischkenntnisse der Fachkräfte stärken Exportchancen und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Projektstatus

  • in Umsetzung

Die WKÖ-Bildungsoffensive


Dr. Harald Mahrer

Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

Exzellenz in der Aus- und Weiterbildung ist die Zukunftsversicherung für unsere Unternehmen im globalen Wettbewerb. Nur mit bestens qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann unsere Wirtschaft Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand sichern – und damit die Zukunft unseres Wirtschafts- und Sozialmodells in Österreich und Europa.

Dr. Harald Mahrer - Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
© BMDW, MAREK KNOPP


Eine exzellente Berufsbildung sichert nachhaltig Fachkräfte und bietet attraktive Qualifizierungen für den Arbeitsmarkt.

Die Herausforderung des Fachkräftemangels belastet heute bereits die Wirtschaft: 75 % der österreichischen Unternehmen leiden unter starkem Fachkräftemangel. Außerdem klagen 60 % der Betriebe bereits über Umsatzeinbußen als Folge des Fachkräftemangels.

Digitalisierung und Globalisierung verändern die Rahmenbedingungen für unser Leben und unsere Wirtschaft in vielfacher Hinsicht. Dabei stehen wir erst am Anfang der digitalen Entwicklung. Deren Dynamik wird stark zunehmen. Unser Bildungssystem muss darauf die richtigen Antworten geben. Denn die Anforderungen an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verändern sich durch Digitalisierung, Globalisierung, Automatisierung und gesellschaftliche Entwicklungen rasant. Neue Tätigkeiten entstehen, bestehende Berufe verändern sich. In immer mehr Jobs werden höhere kognitive, soziale, technologische und handwerkliche Fähigkeiten benötigt.

Die notwendige „Höherqualifizierung“ muss auf die neuen Kompetenzanforderungen abgestimmt sein und insbesondere bei der Berufsbildung ansetzen.

Erhebungen zum Qualifikationsbedarf der Unternehmen zeigen, dass die größten Engpässe im Bereich berufspraktischer Qualifikationen bestehen. Berufsbildung und insbesondere die duale Berufsbildung spielen somit für die Zukunft die Schlüsselrolle. Die Bildungsoffensive der WKO für Österreich definiert vor diesem Hintergrund konkrete Leitlinien für die Weiterentwicklung der Berufsbildung. Der Fokus dieser Offensive liegt im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Die allgemeine und hochschulische Bildung sind ebenfalls wichtige Faktoren für Fortschritt und Innovationsfähigkeit. Ziel der WKO ist es, die österreichische Bildungsreformdebatte dorthin zu lenken, wo die Zukunft für Österreich daheim ist: auf Wachstums- und Innovationspotenziale, die unsere Unternehmen mit exzellent ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Interesse ganz Österreichs nutzen können. Die Bildungsstrategie der WKO bringt auf den Punkt, wie wir die Fachkräfte der Zukunft sichern, das Sozialprestige der Lehre erhöhen und Österreichs Bildungssystem auf Weltklasse-Niveau bringen. Denn nur auf diesem Niveau können wir den Wohlstand der Zukunft für alle Generationen im Land gewährleisten.

Die WKO verfolgt den Anspruch, zentraler politischer Akteur und wichtigste Anbieterin im Bereich der Berufsbildung zu sein und damit Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsführerschaft und Beschäftigung zu sichern. Die vorliegende Bildungsoffensive fokussiert auf eigene Maßnahmen. Um deren Wirkung sicherzustellen, bedarf es der fokussierten Zusammenarbeit zahlreicher Akteurinnen und Akteure und Stakeholder. Die WKO-Bildungsoffensive enthält daher auch politische Forderungen an die Bundesregierung.



Wir gestalten Bildung. Für alle!


Mag. Mariana Kühnel, M.A.

Generalsekretär-Stellvertreterin

Der digitale Wandel ist der stärkste Treiber im Wirtschaftsgeschehen. Es gibt kein anderes Thema, das in den kommenden Jahren derart umfassende Veränderungen in Hinblick auf die Fähigkeiten der Menschen und die Prozesse in den Unternehmen mit sich bringen wird.

Mag. Mariana Kühnel, M.A. - Generalsekretär-Stellvertreterin
© MAREK KNOPP


Die Digitalisierung stellt Österreichs Unternehmen vor große Herausforderungen. Deshalb startet die WKO 2019 mit der Bildungsoffensive ein bisher nie dagewesenes Reformprojekt, das Aus- und Weiterbildung als umfassende Chance begreift und dem Bildungssystem einen wesentlichen Innovationsschub gibt: „Wir bilden Zukunft“ ist ein Auftrag an uns selbst, jetzt den richtigen Fokus zu setzen und beruflicher Bildung eine neue Dimension zu geben.

Als zuständige Generalsekretär-Stellvertreterin war es mir von Beginn an ein Anliegen, durch die richtigen Antworten und Schritte der Bildungsoffensive Nutzen für Unternehmen und Standort zu schaffen. Denn die Fachkräfte von morgen werden bereits heute ausgebildet, und dafür benötigen wir Bildung aus der Wirtschaft für die Wirtschaft: Mit einer klaren Strategie und einer Fülle an Maßnahmen wie einer durchgängigen Berufsbildung bis hin zur tertiären Ebene, der Lehre erweitert um digitale Kompetenzen, zielgerichteten politischen Forderungen und Leuchtturmprojekten wie dem „Campus der Wirtschaft“ setzen wir Meilensteine in der heimischen Bildungslandschaft. Die WKO als größter nichtstaatlicher Bildungsanbieter hat hier die Hebel in der Hand, die Berufsbildung am Standort Österreich neu auszurichten.

Bis 2030 werden starke Verschiebungen benötigter Fähigkeiten in Österreich erwartet. Die Fachkräfte von morgen werden –bedingt durch den technologischen Wandel – mit dem Bedarf einer ständigen Adaptierung von Fertigkeiten und Kenntnissen konfrontiert sein: Technische und soziale Fähigkeiten werden wesentlich stärker gefragt sein. Die Umsetzung der Bildungsoffensive der WKO gibt dem heimischen Standort das hierfür nötige Rüstzeug und wird dazu führen, dass alle am Bildungssystem Beteiligten Bildung am Puls der Wirtschaft erleben können. Gleichzeitig pushen wir unser Bildungs- und Berufsbildungssystem klar in Richtung Weltklasse.

Die WKO hat sich mit der Bildungsoffensive das Ziel gesetzt, Schrittmacher im heimischen Bildungssystem zu sein, und baut daher ihre Angebotspalette umfassend aus: mit wirksamen Angeboten und innovativen Services, die über das Netzwerk der Wirtschaftskammern entwickelt und gemeinsam erfolgreich am heimischen Bildungsstandort implementiert werden.

Dafür bündeln wir unsere Kräfte und zeigen, dass exzellente Bildung ein gemeinsames Anliegen ist!

KommR Peter Johann Buchmüller - Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg

Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg

© FRANZ NEUMAYR
KommR Wolfgang Ecker - Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich

Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich

© PHILIPP MONIHART
Ing. Josef Herk - Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark

Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark

© WOLF
Mag.ª Doris Hummer - Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich

Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich

© WKOÖ/MAYBACH
Jürgen Mandl, MBA - Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/HELGE BAUER
Hans-Peter Metzler - Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

© WKV/FREDERICK SAMS
Ing. Peter Koloman Nemeth - Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland

Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland

© WKB/MAEDL
DI Walter Ruck - Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Präsident der Wirtschaftskammer Wien

© CHRISTIAN SKALNIK
Christoph Walser - Präsident der Wirtschaftskammer Tirol

Präsident der Wirtschaftskammer Tirol

© WKT/DANIEL ZANGERL

Downloads

Eine Zusammenfassung aller Herausforderungen und konkreten Maßnahmen gibt’s hier zum Download:

Infos im Detail

kurz gefasst

auf den Punkt gebracht