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Teilnehmer der Jahrestagung des Fachausschusses Zweiradhandel 2026
© BG Fahrzeughandel
Fahrzeughandel, Landesgremium

Nachschau: Jahrestagung des Fachausschusses 2Radhandel

Tagungsschwerpunkt ist die künstliche Intelligenz

Lesedauer: 3 Minuten

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17.03.2026

Bei der Händlertagung des Fachausschusses Zweiradhandel am 24. Februar 2026 in Linz standen drei Themen im Mittelpunkt: die aktuelle §57a‑Diskussion, die kameragestützten Zufahrtskontrollen in Städten und der praktische Einsatz von KI im Zweiradhandel.

1. § 57a KFG: Ja zum Bürokratieabbau – aber nicht auf Kosten der Sicherheit

EU lässt auch in Zukunft Gestaltungsspielraum offen:  Die Europäische Kommission hat im April 2025 neue Entwürfe zur Verkehrs- und Betriebssicherheit vorgestellt. Für Prüfintervalle sind u. a. folgende Vorgaben vorgesehen:

  • M1, N1: 4‑2‑2‑2‑1
  • Schwere Klassen: jährlich
  • Zugmaschinen: nach 4 Jahren, dann alle 2 Jahre
  • Klasse L: Mitgliedstaaten legen Intervalle weiterhin selbst fest

Damit hat es Österreich weiterhin selbst in der Hand, Zweirad‑Intervalle festzulegen.

Mit dem Ende 2025 vorgestellten Entbürokratisierungspaket ist eine Angleichung im Sinne des EU-Vorhabens und damit von derzeit 3-2-1 auf 4‑2‑2‑2‑1 geplant. Das würde künftig bedeuten:

  • Erstprüfung erst nach 4 Jahren
  • jährliche Intervalle erst ab dem 11. Jahr

Für leichte Nutzfahrzeuge, aber auch für Pkws, darf das zumindest kritisch hinterfragt werden – für Zweiräder wäre eine solche Intervallausweitung jedenfalls gefährlich. Seit 2020 gilt auch für die Klasse L der 3-2-1 Intervall, bis davor war sogar ein jährlicher Prüfintervall vorgesehen.

Warum lange Prüfintervalle in der Klasse L problematisch sind:

  • Ein einziger technischer Defekt führt oft sofort zum Sturz
  • Zweiräder sind der Witterung stärker ausgesetzt
  • Sportliche bzw. urbane Nutzung verursacht höhere Belastung

2. Automatisierte Zufahrtskontrollen: Zweiräder nicht davon erfasst

Die 36. StVO‑Novelle hat die Grundlage für kameragestützte Zufahrtskontrollen in definierten Zonen geschaffen. Über 24 Städte zeigen bereits Interesse. Ursprünglich sollten alle Fahrzeuge erfasst werden – auch Motorräder, Roller und Mopeds.

Beschlossen wurde nun, dass einspurige Fahrzeuge ausgenommen sind. Betroffen bleiben somit ausschließlich mehrspurige Fahrzeuge.

3. Workshop: KI als Werkzeug im Zweiradhandel

KI kann zwar (noch) nicht selbst Motorrad fahren, aber sie kann als mächtiges Werkzeug den Zweiradhandel schon heute unterstützen. Im Workshop wurde gezeigt, wie KI im Alltag eingesetzt werden kann:

  • Automatisierung von Routineaufgaben
  • Unterstützung im Verkauf
  • Hilfe im After Sales und Service
  • Schnellere Recherche und Dokumentation

Die Botschaft ist klar: Wer Herausforderungen aktiv begegnet, bleibt handlungsfähig. Wer neue Technologien nutzt, bleibt vorne.

Bilder der Jahrestagung Fachausschusses 2Radhandel

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