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Andorra: Informationen zu Wirtschaft, Recht und Steuern sowie Reisen

Sie wollen in Andorra erfolgreich sein? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Ansprechpersonen

Die Wirtschaft in Andorra

Andorra erwirtschaftete im Jahr 2016 ein BIP von 2.601 Millionen Euro, was einem Wachstum von etwa 1,9% entspricht. Die stärksten Wirtschaftssektoren waren wieder die Finanzdienstleistungen (20%), der Einzelhandel (15%), die Immobilienbranche (9%), sowie der Tourismussektor (7%) und die Bauindustire (5%). Im Jahr 2017 beliefen sich die andorranischen Gesamtimporte aus aller Welt auf 1.307 Millionen Euro (vor allem in den Bereichen Fahrzeuge (12,0%), Energie (7,7%) und Kosmetika (7,7%). Das Hauptimportland war und bleibt Spanien (63,7%) gefolgt von Frankreich (13,8%).

Die andorranischen Exporte sind im Jahr 2017 um 6% auf 106 Millionen Euro gewachsen. Hauptexportländer wären hier ebenfalls Spanien (51%) und Frankreich (11,7%). Vor allem werden Waren aus den Bereichen Maschinen und Elektrogeräte (24,1%), Fahrzeuge (19,7%), Edelmetalle (10,1%) sowie optische Geräte und Messgeräte (10,1%) exportiert.

Besonders hervorzuheben ist das hohe BIP pro Kopf, welches sich beispielweise im Jahr 2016 auf 35.580 Euro belief. Andorra hat im Jahr 2017 die 80.000 Einwohnermarke erreicht (49% Andorraner, 25% Spanier, 12% Portugesien, 4% Franzosen und 9% andere Nationalitäten). Die Bevölkerung weist seit dem Jahr 2014 eine leichte Wachstumstendenz auf (im Jahr 2017 ist diese um circa 2,5% bis auf 80.209 Einwohner gestiegen). Der Großteil davon befindet sich im Alter zwischen 34 und 45, wobei die Altersklasse über 55 in den letzten zehn Jahren am stärksten zugenommen hat.

Einen Überblick über die wichtigsten Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Andorra der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Barcelona für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Recht und Steuern in Andorra

Das Team des AußenwirtschaftsCenter Barcelona hat ein breites Fachwissen und Erfahrung bei lokalen Rechts- und Steuerfragen, das Ihnen für eine juristische und steuerliche Erstberatung gerne zur Verfügung steht. Sollte Ihre Anfrage einer rechtsanwaltlichen Expertise bedürfen, haben wir ein großes Netzwerk an deutsch- und landessprachigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Seit dem Jahr 2015 müssen alle natürlichen Personen mit Steuersitz in Andorra ihr Nettoeinkommen von mehr als EUR 24.000 mit einem Steuersatz von 10% versteuern. 

Bei der Einfuhr von Waren nach Andorra, ist die allgemeine indirekte Steuer (IGI) beim Zollamt abzuführen. Dieser Steuersatz beträgt 4,5 % des gesamten Wertes der eingeführten Waren (einschließlich Transport-, Verpackungs- und Versicherungskosten). 

In diesem Sinne ist Andorra ein Drittland, welches aber zur europäischen Zollunion gehört, wie auch San Marino und die Türkei.

Die Beziehungen der EU zu Andorra, Monaco und San Marino basieren auf verschiedenen Abkommen, die bestimmte Bereiche des Besitzstands und der Politik der EU abdecken. Um die Handelsbeziehungen der EU zu Andorra, Monaco und San Marino auf eine neue Basis zu stellen, verhandelt die EU seit März 2015 mit diesen Ländern über ein oder mehrere Assoziierungsabkommen. Weitere Informationen zum Assoziierungsabkommen der EU mit Andorra, Monaco und San Marino.

Darüber hinaus hat Österreich mit zahlreichen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Diese regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht gegenüber einem Unternehmen zukommt, womit eine doppelte Besteuerung bei grenzüberschreitenden Aktivitäten verhindert wird. 

Das Bundesministerium für Finanzen stellt weitere wichtige Informationen sowie eine Liste aller österreichischen Doppelbesteuerungsabkommen zur Verfügung.

Nach Andorra reisen

Andorra gehört nicht zur EU. EU-Staatsangehörige brauchen zur Einreise einen gültigen Reisepass bzw. Personalausweis; ein Visum ist nicht erforderlich. Bei einem Aufenthalt von über drei Monaten wird jedoch ein Aufenthaltstitel benötigt, welcher bei einem spanischen oder französischen Konsulat beantragt werden kann. Staatsangehörige von Ländern außerhalb der Schengen Zone benötigen jedenfalls ein Visum. Eine gute Reisezeit für Geschäftsreisen ist das zeitige Frühjahr und der Herbst.

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