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Die amerikanische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in den USA haben die wichtigsten Informationen zur amerikanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

  • Der wirtschaftspolitische Fokus wird weiterhin zentral auf die USA gerichtet
  • Hoher Inlandskonsum treibt Wachstum an, allerdings abflauen auf 2,3% in 2019 erwartet, nach 2,9% in 2018, restriktive Handelspolitik könnte Spuren hinterlassen
    • Historisch niedrige Arbeitslosigkeit, leicht steigende Inflation, nun auch steigende Löhne
  • 2018 kräftiges ö Exportwachstum (+9,7%), Rekordhandelsbilanzüberschuss (EUR 4,62 Mrd.)

Der Aufschwung in den USA setzte sich auch 2018 fort und die Wirtschaft wuchs um etwa 2,9%. Zurückzuführen war das vor allem auf Privatinvestitionen, eine verzögertere Auswirkung der Steuersenkungen, sowie überraschend (wennn auch vermutlich vorübergehend) starke Exportzahlen.

Im Jahr 2017, legte die amerikanische Wirtschaft um 2,2% zu, was nach einem eher ernüchternden Wachstum von 1,6% in 2016 insgesamt ein gutes Ergebnis darstellte. Für 2019 wird aufgrund der Folgen protektionistischer Handelspolitik und schwächerer Exportzahlen auf dem Rücken eines starken Dollars ein leicht reudzierter Wert von etwa 2,3% erwartet, gestützt allerdings von weiterhin rekordverdächtig niedriger Arbeitslosigkeit, (noch!) relativ günstiger Kredite und realer Lohnsteigerungen.

Besondere Entwicklungen

Nach über 2 Jahren unter der Regierung Trump, scheint man sich mehr oder weniger mit den herrschenden Verhältnissen arrangiert zu haben. Trump schien seit den ersten Wochen seiner Amtszeit tatsächlich bemüht Themen und Positionen, welche seinen Wahlkampf bestimmten, wie etwa Sicherheit, Immigration, Arbeitsplätze, nationalistische Wirtschaftspolitik und Freihandelsabkommen, etc. anhand einer Reihe Executive Orders und eiliger Präsidialerlässe rasch umzusetzen, auch wenn einige Maßnahmen oft nicht ausreichend vorbereitet scheinen.

Die angekündigte Steuerreform konnte er noch vor Ende 2017 umsetzen. Anfang 2018 gab es dann die ersten Amtshandlungen bezüglich seiner angekündigten Handelspolitik, wie die Einfuhr von Schutzzölle auf Stahl und Aluminium, sowie umfassende Strafzölle gegenüber China, ein bilaterales Freihandelsabkommen mit Mexiko und Canada, welches am 30. November 2018 als Weiterentwicklung von NAFTA verhandelt (aber noch nicht ratifiziert) wurde Am 22. Dezember 2018 kam es zu einer Haushaltssperre, da keine Haushaltsmittel für den Bau einer Mauer zu Mexiko bereitgestellt wurden. Es handelte sich mit 35 Tagen um den längsten „Shutdown“ in der Geschichte der USA.

Nach fast 2-jähriger intensiver Untersuchungen und Ermittlungen rund um eine potentielle „Kollusion“ zwischen Trump’s Wahlkampteam und russischen Vertretern und Agenten und einer gezielten Einflussnahme Russlands auf die US-Präsidentschaftswahlen zu Gunsten Donald Trumps, hat Sonderermittler Robert Mueller am 23. März 2019 seine Untersuchungen offiziell abgeschlossen und ließ seinen umfangreichen, vertraulichen Report an Justizminister William Barr zukommen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Nachdem Österreich’s Ausfuhren im Jahr 2017 ein Plus von 10,7% verzeichnen konnten, setzte sich dieser Trend auch im Jahr 2018 fort. 2018 sind die Ausfuhren um 9,7% auf 10,6 Mrd. gestiegen, die USA sind somit knapp vor Italien auf dem zweiten Platz Österreichs wichtigste Exportdesitnationen.

2015 machten alleine die USA mehr als ein Drittel aller österreichischen Exportzuwächse aus und katapultieren den größten Markt der Welt damit zur eindeutigen Nummer Zwei für die österreichische Exportwirtschaft, was sich auch 2016, 2017 und 2018 weiter bestätigte.

US-Importe stiegen 2017 um 16,2% auf 5,81 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr, aber stiegen 2018 mit 2,9% verhältnismäßig leicht an. Das Handelsvolumen wuchs 2017 und 2018 insgesamt signifikant. In keiner anderen Handelsbeziehung erwirtschaftet Österreich einen derart hohen Handelsbilanzüberschuss, auch dieser konnte 2018 erneut, auf EUR 4,62 Mrd., anwachsen.

Die ausführliche Analyse und weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Update in Anlage.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus den USA.

Die USA sind groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regionalupdates erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in den einzelnen Teilen der Vereinigten Staaten: 

Darüber hinaus stehen Ihnen unsere AußenwirtschaftsCenter in New York, Chicago, Los Angeles und Washington für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil USA der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Gesundheitssystem & Einrichtungen, Medizintechnik & Laborbedarf und Life Science & Pharma

Das Gesundheitssystem in den USA verschlingt jährlich Unsummen an Geld und gilt im internationalen Vergleich dennoch als äußerst ineffizient. Die unangefochtene Weltmarktführerschaft im Bereich Medtech gemeinsam mit dem über die letzten beiden Jahrzehnte drastisch gewachsenen IT-Sektor bieten Unternehmen in den USA allerdings perfekte Voraussetzungen zur Innovation im Bereich Medizin und Gesundheit. Die Kombination beider Bereiche (IT & Medtech) und ihrer Stärken fördert bahnbrechende Neuerungen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar erschienen. Diese Innovationen werden dringend benötigt um das, in vielen Aspekten marode, US-Healthcare System nachhaltig zu verbessern. Hohes Wachstum prognostiziert die Marktgröße des US Digital Health Sektors auf USD 233 Milliarden bis zum Jahr 2020.

Speziell die Ausbreitung von Electronic Health Records (EHR) im letzten Jahrzehnt war ein essentieller Schritt zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Als nächster Schritt nach der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Stichwort: Connected Health) drängt Artificial Intelligence mehr und mehr in den Markt. Erfolge gibt es bereits zahlreiche, wie Unternehmen wie IBM Watson Health, Google DeepMind Health, Atomwise oder Neuralink, Elon Musks neuestes „Brainchild“ zeigen. Das Potenzial scheint jedoch so groß, dass es bisher nur minimal bis kaum angetastet wurde.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Klar ist, eine wachsende, alternde Bevölkerung kann mit den derzeitigen Mitteln künftig nicht mehr ausreichend versorgt werden. Eine Revolutionierung der Medizinbranche scheint unumgänglich. Einen wesentlichen Bestandteil dieser Veränderung nimmt Digitalisierung ein. Durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen kristallisierte sich in jüngsten Jahren speziell ein Bereich mit besonders großem Potenzial zur Verbesserung des Sektors heraus, nämlich Artificial Intelligence. Wie auch in vielen anderen Wirtschaftszweigen spielt künstliche Intelligenz bereits heute eine wesentliche Rolle in der Medizin und könnte auch das Gesundheitswesen nachhaltig und disruptiv verändern.

Besonders Big Data Screening kann die Identifikation optimaler Therapien für (seltene) Krankheiten erleichtern und vor allem oftmals Zeit sparen, um Behandlungen früher starten zu können. Andererseits ist auch die Medikamentenforschung prädestiniert für die Anwendung von künstlicher Intelligenz. Hauptziel ist es die Zeit die Entwicklung medikamentöser und pharmakologischer Wirkstoffe drastisch zu verkürzen – von einigen Jahren auf wenige Wochen.

Auch in der Neurologie beschäftigt Artificial Intelligence die Wissenschaftler, welche versuchen künstliche und menschliche Intelligenz in sogenannten Brain-Computer Interfaces zusammenzuführen.

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Neue Technologien/F&E und Start-ups

Fällt heute der Begriff Start-up, denken viele zuerst an das Silicon Valley und die dort gegründeten Technologiefirmen und „Unicorns“ wie Google und Facebook. Viele erinnern sich an den ersten großen Internet-Hype Anfang der 2000er Jahre und das Platzen der Dotcom-Blase. Diese Gedanken sind vollkommen berechtig, da Aufstieg und Fall gerade in der Start-up-Welt knapp beieinanderliegen. Der gegenwärtige Start-up-Hype ist aber anders als die Dotcom-Blase: damals waren es Websites, die plötzlich das Surfverhalten verändert haben. Die Start-ups von heute versuchen allerdings viel weniger entlang der bekannten Pfade zu wandern und brechen mit bekannten Mustern. Ohne dass die Tragweite breiten Teilen der Bevölkerung und Endkonsumenten oft bewusst ist, verändern Start-ups und digitale/mobile Technologie unser Leben zunehmends. Der Start-up Boom dauert nun schon etwa ein Jahrzehnt an und hat zur Folge, dass sich weltweit die Stimmung gegenüber neuen, jungen Unternehmen ändert. New York hat sich bspw. in den letzten Jahren zum zweitgrößten Start-up Hub in den USA, hinter dem Silicon Valley, entwickelt.

Das hat auch in der Stadtentwicklung bzw. auch in der Gestaltung moderner Arbeitswelten Niederschlag gefunden: nicht nur für Start-ups ist Co-Working und eine höhere geographische Flexibilität nicht mehr nur eine Alternative, sondern ersetzt zunehmend den gewöhnlichen Arbeitsplatz. Auch klein- und mittelständische Unternehmen quartieren sich in shared office spaces ein, die sich förderlich auf innovative und kreative Ideenfindung und Gestaltung auswirken sollen.

Auch große Konzerne wie Facebook und Google mieten sich mittlerweile ganze Stockwerke für ihre Teams. Kein Wunder also, dass es in großen Städten immer mehr solcher Orte gibt. Auch aus ökonomische Sicht ist dieses Geschäft äußerst lukrativ – so sind manche Büroanbieter wie zum Beispiel das New Yorker Start-up WeWork, das gerade mal 2010 gegründet wurde und noch keine 10 Jahre alt ist, schon mit über 30 Milliarden Euro bewertet.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Diese innovativen, urbanen Start-up Ökosystem können auch bei der Bearbeitung des lokalen Marktes eine hervorragende Landing Zone bieten. Beim Versuch, Kapital für sein Start-up zu akquirieren, muss man natürlich die unterschiedlichen Vorstellungen der amerikanischen Investoren im Vergleich zu europäischen beachten. Während traditionelle europäische Kapitalgeber eher längerfristig denken, ist das Hauptziel für den typischen US Investor eher schnell und mit sehr hohem Gewinn zu verkaufen – nicht der Weg, sondern der Exit ist das Ziel. Positiv ist natürlich, dass der Zugang zu Risikokapital für gute Ideen um ein Vielfaches einfacher ist als in Österreich, und dass gerade in Bezug auf innovative Geschäftsmodelle im digitalen Bereich der große US Markt ein ganz anderes Potenzial bietet als der heimische. Eine für österreichische Gründer wichtige Information ist, dass die meisten Investoren gerne eine US-Niederlassung sehen wollen, wenn Kapital gefordert wird. Neben der Rechtslage spielt vor allem auch die geographische Nähe eine wichtige Rolle!

Insbesondere auch die digitale Vernetzung von Dingen (IoT) ist ein stark wachsender Markt und schafft große Chancen für österreichische Unternehmen mit Expertise und überzeugenden Produkten und Dienstleistungen in diesem Bereich. Bis zum Jahr 2020 soll es bis zu 50 Milliarden vernetzter Dinge geben. Allein eine Ein-Prozent-Kosteneinsparung stellt weltweit ein Multi-Billionen-USD-Business dar.

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Kunst/Kultur und Design

Die USA sind mit Abstand der größte und dynamischste Markt für Produkte und Dienstleistungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. Es gibt vermutlich kaum einen in Österreich in diesem Segment tätigen Unternehmer, der von der Bedeutung und Vielfalt des US-Marktes nicht inspiriert und beeinflusst wurde und sich schon deshalb eine stärkere Anbindung an diesen Markt wünscht.

Der Wettbewerb in den USA ist dichter als anderswo. Das hat viel mit der Dimension und der gebündelten Kaufkraft des größten Marktes der Welt, aber auch der ethnischen Diversität der USA zu tun. Asiatische und lateinamerikanische Anbieter, die in Europa kaum „affine Konsumentengruppen“ finden, treten hier ebenso massiv auf wie US-amerikanische Firmen, die mit Rücksicht auf die Größe ihres eigenen Binnenmarktes häufig auf die Bearbeitung europäischer Exportmärkte verzichten.

Ethnische Diversität, aber auch überraschend markante Unterschiede in der Mentalität und im Käuferverhalten machen die Übertragung von im Heimmarkt bewährten Produkt- und Geschäftsideen häufig schwierig. Dort, wo nicht nur Funktionalität zählt, sondern Ästhetik und Geschmack wesentliche Angebotselemente sind, wäre es besonders gefährlich, diese Barrieren zu unterschätzen. Vieles aus der Angebotspalette der verschiedenen Kreativwirtschaftsbereiche basiert auf einem kontinuierlichen Dialog mit dem Kunden oder auf tradierten Verständnis seiner „sozio-kulturellen Spannweite“.

Chancen für österreichische Unternehmen

Produkte und Dienstleistungen aus dem Kreativwirtschaftsbereich sind üblicherweise sehr spezifisch und auf kleine Kundengruppen zugeschnitten. Flächendeckende Vertriebsstrukturen (Generalimporteure / Großhändler), wie wir sie aus dem Massengüterbereich gibt es auch im US- Kreativwirtschaftsektor kaum. Da dies in den meisten Fällen bedeutet, dass nur lokale Vertriebspartner oder Direktkunden im Einzelhandel gefunden werden können, ist die Auswahl des richtigen Pilotmarktes besonders wichtig und angesichts der Größe des Markes besonders schwierig.

Die dazu notwendigen Basisinformationen über Kaufkraft, Demographie oder Käuferpräferenzen sind zwar vorhanden, aber „im Streubesitz“ und müssen in mühsamen Vorrecherchen zusammengetragen werden. Die ACs der Wirtschaftskammer können bei diesem ressourcenintensiven Planungsprozess mit Handlungsempfehlungen und Quellenhinweisen helfen.

Vorteile haben die Spieler aus der Kreativwirtschaft aber durch ihre häufig überdurchschnittliche Affinität zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien und sozialen Netzwerken und einem dem Wirtschaftssegment inhärenten Mut zum Ungewöhnlichen. Wer es sich nicht oder noch nicht leisten kann, sich in Netzwerke über Konferenz- oder Messeteilnahmen einzukaufen, kann wie die Erfahrung zeigt, durchaus auch als Guerilla-Marketeer Erfolg haben.

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Hochbau/Baustoffe, Gebäude-Technik/Innenausbau und Urban Technologies

Die US-Baubranche erlebt weiterhin eine positive Entwicklung; laut dem Dodge Construction Outlook wird für 2019 das Wachstum für das gesamte Baugewerbe voraussichtlich 3 % betragen, das entspricht einem geschätzten Gesamtwert von rund 765 Mrd. USD. Der Wohnungs- und Gewerbebau, versprechen derzeit die besten Perspektiven. Im Jahr 2050 werden Schätzungen zufolge zwei Milliarden mehr Menschen als heute in Städten leben. Das erfordert enorme Investitionen in die Energie-, Wasser- und Sanitärversorgung. Klimaschutz, Mobilität und Kommunikation stellen ebenso zu bewältigende Herausforderungen dar.

Die Bauindustrie muss daher nachhaltige und innovative Lösungen finden. „Smart Cities“ und „Green Buildings“ sind zwei Begriffe, die stellvertretend für diese Überlegungen stehen. „Green Build“ steht für Bauvorhaben und Projekte bei denen erhöhte Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der Gebäude gestellt werden. Weiters steigt das öffentliche Interesse an „healthy buildings“ und an einer „green building certification“. Das bedeutet, dass sich Unternehmen immer mehr mit einer gesteigerten Nachfrage für grüne und nachhaltige Materialien konfrontiert sehen. Der Trend zum ökologischen Bauen zieht sich durch die gesamte US-Baubranche, sei es mit dem Design kleinerer Häuser, der Planung von Wohnanlagen unter Berücksichtigung einer öffentlichen Verkehrsanbindung oder dem umweltschonenden Einsatz von Wasser- und anderen Ressourcen schon bei der Planung. Im Mittelpunkt steht die Flexibilität: Wohnungen sollen Arbeitsräume und Büros sollen Veranstaltungsräume sein können. Es wird auch weiterhin auf Energiesparsamkeit wert gelegt, und Häuser, die einen Beitrag zur Gesundheit der Bewohner leisten, sei es durch Innenluftqualität oder äußerst dichte Gebäudehüllen, um das Eindringen von Staub zu verhindern, stehen im Fokus.

Innovation – das immer präsente Thema – darf auch nicht im nachhaltigen Baubereich nicht fehlen. Hier heißt es: SMART is the new GREEN. Der Markt für vernetzte Wohnprodukte ist in den letzten Jahren sichtbar gewachsen, und die Prognosen deuten auf eine nachhaltige Steigerung hin. Laut Industrieexperten liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von Smart Homes in den USA bei 31 %.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Für einen erfolgreichen Markteintritt in den USA ist es unumgänglich, einen lokalen Partner vor Ort zu finden. Aufgrund des regional stark segmentierten US-Marktes ist anfangs allerdings die Definition eines geographischen Teilmarktes ratsam. Referenzen spielen in den USA eine wichtige Rolle. Kann man Referenzprojekte in den USA oder auch Kanada nachweisen, sind das wichtige Faktoren zum Erfolg.

Sie suchen ausführlichere Informationen zu den Branchen Hochbau/Baustoffe, Gebäude-Technik/Innenausbau oder Urban Technologies? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Chicago.

Automotive

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nach China der zweitgrößte Autoproduzent der Welt und gleichzeitig der größte Konsumentenmarkt für Leichtfahrzeuge. Die USA, Kanada und Mexiko sind bereits seit 24 Jahren durch ein Handelsabkommen wirtschaftlich eng verflochten und die Automotivindustrie stark vernetzt. Auch für Österreich sind die USA ein wesentlicher Wirtschaftspartner. So wurden im Jahr 2017 allein im Automotivsektor Waren im Wert von 1,5 Mrd. Euro exportiert. Hier sind noch keine Exporte von Maschinen und Produktionseinrichtungen berücksichtigt, welche aber auch sehr oft in der Automotivbranche Anwendung finden. Die USA gelten als Wiege der Automobilindustrie und bereits 16 Fahrzeughersteller (OEMs) haben sich mit Produktionsanlagen hier niedergelassen. Während die Detroit 3 (General Motors, Ford und Fiat Chrysler Automotive) im Mittleren Westen der USA angesiedelt sind, haben sich die deutschen Hersteller Mercedes Benz, VW, BMW sowie die asiatischen OEMs in den Südstaaten niedergelassen. Durch den Anstieg des Technologie Anteils im modernen Fahrzeug ist an der Westküste, rund um das Silicon Valley im Bundesstaat Kalifornien, ein weiteres Automotivzentrum entstanden.

Die US Automotivindustrie hat sich nach der Krise 2008 erholt und effizienter aufgestellt. Die Verkaufszahlen haben in den letzten Jahren Rekordwerte erreicht und nun ein Plateau erreicht. Mit 17,33 Mio. Fahrzeugen (+0.33 %) wurde 2018 der vierthöchste Wert seit Aufzeichnungen erreicht. Insgesamt wurden ca. 96.000 Fahrzeuge mehr verkauft als im Jahr davor.

Die wichtigsten Trends des US Automotivsektors liegen im Bereich der Elektrifizierung, alternativen Antrieben sowie dem autonomen Fahren. Um Fahrzeuge leichter und sicherer zu machen, werden laufend neue Materialien entwickelt und in den Produktionsprozess eingebaut. Dies hat Auswirkungen auf die gesamte Zulieferkette und eröffnet Geschäftsmöglichkeiten für internationale Zulieferbetriebe. Die traditionellen Fahrzeughersteller investieren enorme Summen in den Innovationsbereich – entweder intern oder durch Partnerschaften mit Unternehmen der IT Branche. Das Wettrennen um das „Auto der Zukunft“ ist in vollem Gange.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Für österreichische Unternehmen ergeben sich in vielen Bereichen Geschäftsmöglichkeiten, angetrieben vom stetigen Wandel der internationalen Automotivindustrie, von Neuerungen im regulativen und politischen Bereich, von einem veränderten Mobilitätsgedanken sowie technologischem Fortschritt.

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Anlagenbau/Smart Factory

Die USA waren 2018 für den österreichischen Maschinen- und Anlagenbau mit einem Exportvolumen von 1,57 Milliarden Euro (ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahr) der zweitgrößte Exportmarkt; nur nach Deutschland wurden noch mehr Maschinen- und Anlagen geliefert. Die Vereinigten Staaten sind hinter China der zweitgrößte Maschinenbauproduzent der Welt, vor allem für den Transport- und Elektroniksektor sowie im Bereich nichtelektrischer Maschinenbau. Deutsche und japanische Firmen haben den elektrischen Maschinenbau in den USA teilweise übernommen und auch österreichische Unternehmen haben eine starke Präsenz in den USA – entweder direkt über US-Firmen oder durch Kunden aus Deutschland oder der Schweiz.

Der US-Markt wird nicht nur von großen multinationalen Unternehmen, sondern auch von vielen Mittelbetrieben, die eine erfolgreiche Nischenstrategie verfolgen, beherrscht. Die asiatischen Mitbewerber haben die klare Ausrichtung der Branche auf hochspezialisierte Produkte in den letzten Jahren noch mehr verstärkt.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Besonders in den Bereichen Automotive, Luftfahrt und Logistik bieten sich viele Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Maschinen- und Anlagenbauer. Gefragt sind vor allem Komplettlösungen inkl. Montagetätigkeiten und Serviceverträgen. Großes Potential gibt es auch für „Lightweighting“-Techniken, u.a. für die Automobilindustrie. Aufgrund komplexer Einwanderungs- und Haftungsverfahren ist es besonders wichtig, Verträge bereits in der Planungsphase von US-Rechtsanwälten prüfen zu lassen.

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Papier/Verpackung

In den USA ist der Verpackungsmarkt stark segmentiert. Die größten zehn Hersteller haben in Summe einen Marktanteil von nur rund 15 %. Nur in den Bereichen Dosenverpackung und Behälterglas sind einige Großkonzerne führend. Es herrscht sehr starker Wettbewerb.

Der Ausblick für die Branche und das Rating der 25 größten Unternehmen stabil. Jedoch ist erwähnenswert, dass fast 60 % dieser Unternehmen ein Rating unter B+ haben, was auf „aggressive Fremdfinanzierung“ zurückzuführen ist. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die steigenden Energie- und Rohstoffpreise ein Risiko. Die aktuelle Zinslage in Verbindung mit einem moderaten BIP-Wachstum hilft jedoch diesen Unternehmen.

Die US-Verpackungsindustrie wird von unterschiedlichen Verbraucher- und Industrietrends angetrieben. Für die Zukunft wird erwartet, dass die Nachfrage durch Faktoren wie z.B. Retail Ready Packaging, flexible und ökonomische Produktionsprozesse, „Grüne Verpackungen“ und innovative und fälschungssichere Verpackungen beeinflusst wird.

Der US-Marktanteil am weltweiten Markt für Verpackungsmaschinen verzeichnet in den letzten fünf Jahren ein stetiges Wachstum, was hauptsächlich auf die Erholung der US-Wirtschaft zurückzuführen ist. Der Wert der US-amerikanischen Inlandsverkäufe von Verpackungsmaschinen hatte im Jahr 2016 einen geschätzten Wert von 7,73 Milliarden US-Dollar. Es wird ein durchschnittlicher Anstieg von 2,2 % pro Jahr erwartet und im Jahr 2022 soll ein Wert von 8,8 Milliarden US-Dollar erreicht werden. Von 2015 auf 2016 ist die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen um 4,8 % gestiegen. Der gesamte US-Markt für Verpackungsmaschinen hatte 2016 einen Wert von 9,8 Milliarden USD.

Nach Produktgruppen betrachtet sollen laut Prognosen bis 2020 die Auslieferungen von Etikettierungs-, Dekorations-, Kodier- und Produktfördermaschinen mit einem durchschnittlichen Wachstum von rund 3,9 % pro Jahr am stärksten zulegen. Die Ursachen dafür liegen hauptsächlich an neuen Regelungen bezüglich Etikett- und Strichcodestandards, an Weiterentwicklungen in der Drucktechnologie sowie am häufigeren Gebrauch sogenannter SKU-Codes.

Die Druckindustrie in den USA besteht aus rund 49.279 Unternehmen, die einen Jahresumsatz von 76 Mrd. USD erwirtschaften. Der Markt wird von großen als auch vielen kleinen Druckereibetrieben bedient. Das heißt, dass es keine Unternehmen mit einem beherrschenden Marktanteil gibt. Der Vorteil der großen Unternehmen liegt in den niedrigeren Anschaffungspreisen von Papier und Tinte, doch können dafür die kleineren Unternehmen mit besserem regionalen Service punkten. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der globalen Druckindustrie wird gemäß dun&bradstreet first research mit 2 % p.a. bis 2020 prognostiziert. Für dieses Wachstum sind unter anderem die steigende Nachfrage in Schwellenländern und der Verpackungs- sowie Digitaldrucksektor verantwortlich. Die Druckereibranche in den USA ist aber relativ stark auf die nationale Ebene konzentriert, was sich dadurch zeigt, dass Importe und Exporte jeweils weniger als 10 % des jährlichen Umsatzvolumens betragen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Chancen für österreichische Unternehmen ergeben sich vor allem in der Lebensmittelverpackungsindustrie sowie im Bereich der intelligenten Verpackung, da für diese Märkte weiterhin großes Wachstumspotential besteht.

In der Druckindustrie können sich Chancen vor allem in der Entwicklung umweltfreundlicher Drucktechnologien oder -maschinen ergeben. Großes Interesse besteht auch an der Erreichung größerer Produktionseffizienz, d.h. höhere Kapazität und bessere Qualität bei geringerem Materialeinsatz und Kostenaufwand.

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Erneuerbare Energien

Die erneuerbaren Energien stehen als Oberbegriff für Wind-, Solar und Wasserenergie sowie Biomasse, Biogas und Geothermie und sind die am schnellsten wachsende Energieform in den USA.

Laut einer Bloomberg Studie von 2017 sind die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 62 Prozent an der neu installierten Energieleistung in den USA erneut Spitzenreiter. Experten erwarten, dass die Ökoenergien in den kommenden Jahren weiterhin wachsen, jedoch in geringeren Umfang als in den Vorjahren. Die Entwicklung hängt stark von der Weiterführung der Förderprogramme und der Handelspolitik der USA ab. Laut Angabe des US-Energieministeriums rechnet man mit jährlich etwa 9 %.

US-weit werden momentan 18 % der erzeugten Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen. Investitionen in erneuerbare Energien steigen weiter an und beliefen sich 2017 auf USD 57 Mrd. Mehr als die Hälfte davon floss in die Solarbranche. Ein großer Anteil der Investitionen in erneuerbare Energien kommt von Großfirmen wie beispielsweise Google und Shell.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Firmen können durch ihre jahrzehntelangen Erfahrungen in den Bereichen Biomasse, Solarthermie und Wasserkraft punkten und diese erfolgreich in den US-Markt einbringen.

Das US- Energieministeriums erwartet den kontinuierlichen Konsumanstieg von Biomasseressourcen bis zum Jahre 2030. Dies trifft insbesondere auf Brennholz und Aufschlussflüssigkeit bei der Zellstoffherstellung zu. In der jährlichen Energieprognose geht das US-Energieministerium davon aus, dass sich die Menge des durch Biomasse erzeugten Stroms bis 2035 beinahe vervierfachen wird.

In den Batteriespeicher- und Hybridtechnologien wird ein besonderes Wachstum, getrieben durch kontinuierliche Preissenkungen, erwartet.

29 US-Staaten und Washington DC haben konkrete Vorgaben wie hoch der Anteil von Ökostrom an der Gesamtproduktion aufgeteilt werden soll. Besonders ehrgeizige Ziele wurden von den US-Bundesstaaten Hawaii und Kalifornien gesetzt. Hawaii will ab dem Jahr 2045 gänzlich auf fossile Brennstoffe verzichten und Kalifornien erwartet, dass zumindest die Hälfte es erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien generiert wird. Diese Strategien fanden ihren Ausgangspunkt in der Ära von Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der auch jetzt wortgewaltiger Climate Action Held mit seiner Renewables (R20)-Initiative ist.

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Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in den USA problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter New York anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport USA.

Unsere AußenwirtschaftsCenter in New York, Chicago, Los Angeles und Washington beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu den Vereinigten Staaten haben.