th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Die deutsche Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Deutschland haben die wichtigsten Informationen zur deutschen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die letzten beiden Jahre waren gezeichnet von der Corona-Krise. Nach einem pan-demiebedingten Wirtschaftseinbruch im Jahr 2020 (Rückgang des BIP um 4,6 % geg. dem Vorjahr) fiel die Entwicklung im Gesamtjahr 2021 jedoch positiver aus als erwartet. Das preisbereinigte BIP verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 2,9 %. Im Zuge der schnellen Erholung der deutschen Wirtschaft ist die Wirtschaftsleistung im 2. und 3. Quartal trotz zunehmender Liefer- und Mate-rialengpässe wieder gewachsen (+2,2 % sowie +1,7 % geg. dem Vorquartal bzw. +10,8 % bzw. +2,8 % geg. dem Vorjahresquartal), lediglich im 4. Quartal wurde die positive Entwicklung durch den vierten pandemiebedingten Lockdown gebremst (-0,3 % geg. dem Vorquartal; gegenüber dem 4. Quartal 2019/dem Quartal vor der Pandemie war die Wirtschaftsleistung jedoch nur um 1,1 % niedriger).

Die Produktion in der Industrie entwickelte sich 2021 durchwegs positiv (+4,2 %), auch wenn es in immer mehr Bereichen zu Lieferengpässen kam (hier ist frühes-tens im vierten Quartal 2022 mit einer leichten Entspannung zu rechnen). Die Stimmung in den Industrieunternehmen ist angesichts der guten Auftragsbestände positiv. In Ausrüstungsinvestitionen wurde im Vorjahresvergleich um 3,4 % mehr investiert, die Bauinvestitionen verzeichneten ein Plus von 0,7 %. Der private Kon-sum, der in den ersten drei Quartalen noch ein deutliches Wachstum vorweisen konnte (+2,6, +1,4 und +6,5 %), wurde im letzten Quartal durch die Maßnahmen der Pandemie (Lockdown) eingebremst (-9,2 %) und konnte somit im Gesamtjahr 2021 nur eine stabile Entwicklung vorweisen (+0,1 %). Demgegenüber erhöhten sich die Konsumausgaben des Staates um 3,1 %. 

Durch die Entwicklungen der vergangenen Monate rund um den Krieg gegen die Ukraine, hohe Teuerungen und Lieferengpässe verläuft die gesamtwirtschaftliche Erholung gedämpfter als ursrpünglich angenommen, hält den verschärften Bedin-gungen jedoch bis jetzt robust entgegen. Die Abhängigkeit und das damit verbunde-ne Risiko rund um die Energielieferungen aus Russland, birgt eine weitere Unge-wissheit. Der noch zu Beginn des Jahres prognostizierte Anstieg der Gesamtwirt-schaft wurde mittlerweile nach unten berichtigt. Die Prognose für das Wirtschafts-wachstum im Jahr 2022 liegt bei 1,5%.

Besondere Entwicklungen

In der Industrieproduktion, die in vielen Bereichen nur indirekt von der Pandemie betroffen ist, hatten vor allem der Maschinenbau- und die Automobilindustrie unter der Krise zu leiden.

Im Jahr 2021 sind die Produktionszahlen drastisch zurückgegangen und auf rund 3,1 Millionen PKW in Deutschland gesunken, zurückzuführen ist dies auf eine ge-sunkene Nachfrage auf den Weltmärkten, die Pandemie sowie Lieferengpässe, welche durch die zuletzt aktuellen Konflikte erheblich verstärkt wurden. Da die deutschen Hersteller aber sehr stark auf das Hochpreissegment setzten, stiegen die Gewinne deutlich. Die Automobilindustrie befindet sich in einem Strukturwandel, künftige Herausforderungen sind die Umstellung von Verbrennmotoren auf alter-native Antriebe wie Elektromobilität, Wasserstoff und Brennstoffzellen und die starke Digitalisierung des Autos an sich (connectivity etc.) Laut Verband der deut-schen Automobilindustrie liegt das Investitionsvolumen bis 2025 bei etwa 150 Milli-arden Euro.Ebenso sollen verstärkt neue Märkte erschlossen werden. Die Trans-formation sowie der Ausbau Deutschlands zum Leitmarkt für Elektromobilität ist eines der Kernthemen des Koalitionsvertragens verbunden mit entsprechenden Fördermaßnahmen. Schon jetzt haben sich laut dem Energiewende Barometer der IHK, 65 % der Unternehmen elektronisch betriebene Fahrzeuge angeschafft oder planen dies. Ebenso wird das Autonome Fahren, welches ab 2025 möglich sein wird, die Branche revolutionieren.

Im Maschinenbau ist die Produktion 2020 um etwa 14 % eingebrochen, von den rückgängigen Absatzzahlen waren vor allem jene Unternehmen betroffen, die die Automobil- und Zulieferindustrie beliefern. Aufgrund von Zulieferproblemen wurde auch im Jahr 2021 nicht das ursrpünglich prognostizierte Wachstum erreicht. Für 2022 wird von einem deutlichen Wachstum vom 7 % ausgegangen, das Vorkrisenni-veau wird damit aber nicht erreicht. Im März 2022 hat der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla seine Gigafactory in Grünheide/Brandenburg eröffnet, der Bau einer Batteriezellenfertigung ist in Planung. Mit weiteren Ansiedlungen im Bereich der Automobilindustrie etabliert sind Brandenburg neben München, Stutt-gart, Köln und Wolfsburg als wichtiges Zentrum der Mobilität.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Deutschland führt die Rangliste der österreichischen Handelspartner nach wie vor deutlich an: 2021 hatten erneut 30,15 % der gesamten heimischen Ausfuhren Deutschland als Ziel. Dieser Wert war mehr vier Mal so hoch wie die Werte von Italien (6,8 %) und den USA (6,1 %), welche sich auf den Plätzen zwei und drei befinden. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird Österreich verstärkt als Reshoring-Standort geschätzt.

2020 gingen die österreichischen Exporte nach Deutschland um 3,6 % auf 43,4 Mil-liarden Euro zurück, die Importe sanken sogar um 8,5 % auf 50,5 Milliarden Euro. Die Rückgänge aus 2020 wurden 2021 mehr als ausgeglichen. Die Exporte erreich-ten 2021 ein Wachstum von 14,8 % im Vergleich zum Vorjahr und somit 49,8 Milliar-den Euro, die Importe erreichten ein Plus von 16,5 % und somit 58,8 Milliarden Euro.

Ein klarer Rekord gegenüber dem Vorkrisenniveau. Der bilaterale Außenhandel hat 2021 die Rekordmarke von EUR 100 Mrd. überschritten.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Deutschland.

Deutschland ist groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regional-Wirtschaftsberichten erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in den einzelnen Teilen Deutschlands:

Darüber hinaus stehen Ihnen unsere AußenwirtschaftsCenter in BerlinDüsseldorf und München für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Melden Sie sich einfach bei uns!

Statistik: Länderprofil

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Deutschland der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Podcast: Akustische Geschäftsreise in den Markt

In Podcast Folge 14 von „Austria ist überall“ geht die akustische Geschäftsreise zu unserem großen Nachbarn, nach Deutschland. Der WKÖ-Wirtschaftsdelegierte Michael Scherz meldet sich aus der Hauptstadt Berlin und spricht über die Auswirkungen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit für den deutschen Markt, über den Start-up Hub Berlin und darüber, wovor die Deutschen Angst haben. 

Der Export-Podcast der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA führt auf akustische Geschäftsreisen in alle Welt. Die WKÖ-Wirtschaftsdelegierten sprechen über ihre Erfahrungen in ihren mehr als 70 Ländern und werfen als lokale Expertinnen und Experten einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Exportmärkte. Sie zeigen Geschäftschancen auf, geben praktische Tipps, informieren über Trends und Innovationen! Versehen mit einer zusätzlichen Prise an Fun Facts, Dos & Don'ts und bunten Erfolgsstories, können österreichische Unternehmen im Ausland mit diesem Know-how ganz einfach punkten, denn AUSTRIA IST ÜBERALL!

Branchen mit besonderen Chancen für österreichische Unternehmen:

  • Bau und Infrastruktur
  • Holzbau
  • Energiewirtschaft und Naturressourcen
  • Erneuerbare Energien, Wasserstoff 
  • Neue Werkstoffe und Materialien
    (Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik, Photonik und Biotechnologie)
  • Gesundheit und Medizintechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Maschinen und Anlagenbau, Künstliche Intelligenz, Automatisierung
  • Metalle und Metallverarbeitung
  • Elektromobilität
  • Konsumgüter und Lifestyle
  • Nahrungs- und Genussmittel (insbesondere Bio)
  • Mobilität und Logistik
  • Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen 

Automotive 

Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer noch nie da gewesenen Transformation, die Kernthemen sind Elektromobilität, Autonomes Fahren, Connectivity, Digitalisierung und Flexibilisierung, sie gestalten die Zukunft der Mobilität. 

Die Automobilindustrie ist Deutschlands bedeutendster Industriezweig, gemessen am Umsatz (436 Mrd. Euro in 2019). Der weltweite Marktanteil deutscher Marken-Fahrzeuge beträgt 20 %, wobei mehr als doppelt so viele Fahrzeuge im Ausland (2019: 11,4 Mio. PKW) produziert werden wie in Deutschland (4,7 Mio. PKW). Der Exportanteil der in Deutschland produzierten PKWs beträgt 75 %. Davon wurden 55 % allein nach China exportiert (Tendenz steigend), wodurch die Bedeutung des chinesischen Marktes für die deutsche Automobilindustrie deutlich zunimmt und Krisenzeiten ausgleichend wirkt.

In Forschung und Entwicklung investieren die dt. Automobilisten jährlich weltweit über 44 Mrd. Euro, davon 22 Mrd. Euro in Deutschland.

Über 830.000 Mitarbeiter sind direkt bei Automobilherstellern und -Zulieferern beschäftigt, insgesamt sind sogar 2,5 Millionen Beschäftige in D direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie vernetzt oder von ihr abhängig.

Chancen für österreichische Unternehmen 

75 % des Exports der österreichischen Fahrzeugindustrie gingen 2019 ins europäische Ausland und davon 43 % nach Deutschland! In Österreich ist die Fahrzeugindustrie drittstärkster Industriezweig, mit einem jährlichen Umsatz von 18 Mrd. Euro / 900 Unternehmen und einer Exportquote von knapp 90 %.

Die österreichische Fahrzeugindustrie profitiert von der global aufgestellten und exportorientierten deutschen Automobilindustrie.

Innovative Lösungen für die Mobilität von morgen sind gefragt in den Forschungs- u. Entwicklungsbereichen der deutschen OEMs, der Systemlieferanten und Entwicklungsdienstleister. Im Fokus stehen vor allem die Reduzierung von CO2 Emissionen, Hybridisierung, Elektromobilität und alternative Antriebe sowie Leichtbau & neue Werkstoffe, Connectivity & Security, Digital Services, automatisiertes und autonomes Fahren, neue Mobilitätskonzepte und Flexibilisierung in der Produktion.

Sie suchen ausführliche Informationen und Möglichkeiten zur Vernetzung mit der deutschen Automobil Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München: Automotive ist unser Branchenschwerpunkt, wir unterstützen Sie gerne! 

Aerospace

Nach knapp einem Jahr COVID-19-Pandemie blickt die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland wieder zuversichtlich und mit Hoffnung in die Zukunft.

Viele mittelständische Betriebe haben in der Pandemie Corona-Soforthilfen, Kurzarbeit und diverse Unterstützungsmaßnahmen genutzt und das Unternehmen restrukturiert, flexibilisiert und neu ausgerichtet.

Inzwischen ist die Abnahme der Airlines besser als erwartet und der wichtigste Absatzmarkt China erreicht im Segment Verkehrsflugzeuge bereits das Vorkrisenniveau. 

Die Branche konnte wie die Jahre zuvor auch 2019 ein Rekordjahr (Umsatz 41 Mrd. Euro  / 114 000 Beschäftigte) verbuchen, mit einer Exportquote von 75 %.

Dabei stellt die Zivilluftfahrt das größte Segment der Branche (78 %) mit einem Umsatz von 32 Mrd. Euro (+ 10 % ggü. 2018!) und 81.000 Beschäftigten dar. Mit einem deutlichen Abstand folgt die Militärische Luftfahrzeugindustrie mit einem Umsatz von 6,7 Mrd. Euro und 23.000 Mitarbeitern vor der Raumfahrt mit einem Umsatz von EUR 2,7 Mrd. Euro und 10.000 Beschäftigten. 

Die Aerospace Industrie investierte 2019 3,3 Mrd. Euro in die Forschung und Entwicklung, dies entspricht 8 % des Branchenumsatzes. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Auch die Luftfahrtindustrie befindet sich – ebenso wie die Automobilindustrie – in einer noch nie da gewesenen Transformationsphase, diese ist geprägt von den Themen Reduktion von CO2 Emissionen und Lärm, alternative Antriebe, klimaneutrales Fliegen, Leichtbau und neue Werkstoffe, neue Mobilitätskonzepte (UAV, Lufttaxis,…), Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette, Cyber-Sicherheit, Digitalisierung, Restrukturierung, Flexibilisierung und der Corona-Pandemie!

Sie suchen ausführliche Informationen zur Aerospace Branche in Deutschland?
Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München: Aerospace ist unser Branchenschwerpunkt, wir unterstützen Sie gerne! 

Architektur

Die Baubranche boomt generell weiterhin in Deutschland. Seit ca. 2009 ist ein kontinuierlicher Aufschwung zu verzeichnen. Die Bauwirtschaft ist aufgrund der hohen Auftragsbestände gut durch das coronageprägte Jahr 2020 gekommen. Im Fokus stehen nach wie vor die Modernisierung/Erneuerung der Infrastruktur und der Wohnungsbau.

Der Wohnungsbau spielt eine entscheidende Rolle und wird die Baukonjunktur weiter stabilisieren. Die Bevölkerungszahl wächst, die Städte vergrößern sich – der Wohnungsmangel in den Großstädten ist vorprogrammiert, Wohnungen sind kaum bezahlbar. Deutschland braucht dringend Wohnungen. 

Staatsnahe Betriebe wie die Deutsche Bahn investieren über 12 Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur. Dazu gehören: Erneuerung der Gleise und Weichen; Erneuerung und Modernisierung von Brücken, Modernisierung von Bahnhöfen.

Immer wichtiger wird das Thema Nachhaltigkeit beim Bauen: Holz als neuer Baustoff. Wer mit Holz baut, baut klimaneutral, ist schneller, billiger und effektiver. Die Ressourcen sind noch lange nicht ausgeschöpft. Öffentliche Bauten wie Kindertagesstätten und Schulen, aber auch Wohn- und Bürogebäude werden immer mehr mit Holz/Holzmodulen gebaut. 

Die Digitalisierung im Baubereich entwickelt sich langsamer als in anderen Bereichen. Hier gibt es noch viel Nachholbedarf. Ca. 50 % der deutschen Unternehmen haben allerdings bereits Erfahrungen mit „digitalem Planen und Bauen“ gesammelt. 

Ein weiterer Punkt ist das Thema Denkmalschutz. Die Erhaltung des kulturellen Erbes ist unerlässlich und soll weiter gefördert werden. Fachleute schätzen, dass es rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler in Deutschland gibt (Einzeldenkmäler, Wohn- und Industrieanlagen bis hin zu historischen Stadtkernen). Ein Drittel davon ist dringend sanierungsbedürftig.

Chancen für österreichische Unternehmen

Seit Jahren stoßen die deutschen Bauunternehmen aufgrund der hohen Nachfrage an ihre Grenzen. Hier bieten sich für österreichische Unternehmen in vielen Bereichen der Bauwirtschaft (auch Ausstattung und Zulieferungen sowie im Denkmalschutz), aber auch bei gewerblichen innerstädtischen Immobilien, nach wie vor große Chancen. Österreich ist Vorreiter im nachhaltigen Bauen und in der Digitalisierung. So will beispielsweise die Bundeshauptstadt Berlin Vorreiter für Nachhaltigkeit werden und sucht weiterhin erfahrene Unternehmen und Fachkräfte, die ihr Wissen an die deutschen Unternehmen weitergeben oder geplante Projekte mit realisieren können.

Sie haben Fragen oder suchen ausführliche Informationen zur Branche Architektur? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Berlin

Digitalisierung

Digitale und smarte Lösungen sind in vielen Bereichen gefragt. Vernetzte Städte – Smart Cities, gepaart mit Innovation, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Infrastruktur sind die Themen der Zukunft.

Im Bereich der Digitalisierung hinkt Deutschland im internationalen Vergleich weit hinterher. In den kommenden Jahren soll der Ausbau der 5G-Technologien, sowie Verbesserungen in den Bereichen e-Government, e-health und Künstliche Intelligenz vorangetrieben werden.

Auch im Rahmen des Europäischen Aufbauprogrammes Recover.EU hat Deutschland unter anderem dem Thema Digitalisierung zentrale Bedeutung beigemessen und milliardenschwere Pakete beschlossen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich ist Vorreiter rund um digitale Themen wie e-Government und Smartcity. Innovative, zukunftsorientierte Lösungen werden in Deutschland stark nachgefragt, wodurch sich erstklassige Chancen für österreichische Unternehmen als Zulieferer bzw. Know-How-Geber, ergeben. Des Weiteren gewinnen die Thematiken rund um Künstliche Intelligenz zusehends an Bedeutung. Großes Potential besteht hier noch bei der Nutzung KI-basierter Technologien in Unternehmen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Digitalisierung rund um e-Government und Smartcities? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Berlin

Maschinenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine der bedeutendsten Branchen in Deutschland und als Kern der Investitionsgüterindustrie im Mittelpunkt der industriellen Leistungsfähigkeit.

Die Branche ist Lieferant komplexer Erzeugnisse und Bezieher technologisch anspruchsvoller Vorlieferungen.

Börsennotierte Großunternehmen zählen ebenso wie eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, darunter auch familiengeführte Unternehmen zur breiten Basis der Branche. Mit rund einer Million Beschäftigten ist der Maschinen und Anlagenbau der größte Arbeitgeber im verarbeitenden Gewerbe und stark exportorientiert.

Verwerfungen im Maschinen- und Anlagenbau zeigten sich auf Grund von Unsicherheiten am Weltmarkt und der Transformationsprozesse, beispielsweise im Automobilbau schon in 2019, die sich in vielen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus durch die Corona-Pandemie beginnend in 2020 noch verstärkten.

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA wurden die Produktionen 2020 am Laufen gehalten und der Ausblick auf 2021 ist zuversichtlich. Optimistisch stimmen den VDMA der Regierungswechsel in den USA und der Europäische Aufbauplan.

Chancen für österreichische Unternehmen

Der österreichische Maschinenbau, die österreichische Metallwarenindustrie und österreichische Unternehmen flankierender Branchen können von der starken globalen Marktpräsenz und der hohen Exportorientierung der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer profitieren.

Die geografische Nähe Österreichs zu Deutschland und das hervorragende technische Know-how sind Vorteile österreichischer Zulieferunternehmen.

Mit Blick auf die Schlagworte smart factory, smart services, smart products, intelligente Vernetzung, künstliche Intelligenz (KI), predictive maintenance, IT-Sicherheit, Simulation, digitaler Zwilling nehmen innovative Lösungen aus Software und IT eine wachsende Rolle ein.

Aber auch Lösungen zu den Themen Energie- und Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit, CO2-Fußabdruck bzw. CO2-Bilanz spielen für die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland eine zunehmende Bedeutung.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Maschinen- und Anlagenbau? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München

Metalle und Metallverarbeitung 

Die metallerzeugende und metallverarbeitende Industrie in Deutschland ist als Ausgangspunkt der industriellen Wertschöpfungskette enorm wichtig. Als Zulieferer für bedeutende Industrien wie etwa der Automobilsektor, der Maschinenbau und die Bauwirtschaft, spielt sie eine zentrale Rolle.

246.810 Beschäftigte in 750 Betrieben zählt die metallerzeugende und -verarbeitende Industrie und erwirtschaftet ca. einen Jahresumsatz von 100 Milliarden Euro. Im Bereich der Herstellung von Metallerzeugnissen sind 3.569 Betriebe mit 574.067 Beschäftigten aktiv, die eine Umsatz von rund 99,7 Milliarden Euro erzielten.

Regional betrachtet zeigt sich eine deutliche Konzentration der Betriebe auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Insbesondere Nordrhein-Westfalen ist als Standort für die Metallindustrie immens wichtig: mehr als 40 % des gesamten Umsatzes der Branche werden hier erzielt.

Vor allem die Stahlindustrie ist als Basisindustrie für die nachgelagerten Sektoren in der Wertschöpfungskette von herausragender Bedeutung, Besonders eng verflochten ist sie etwa mit dem Maschinenbau und der Fahrzeugindustrie.

Deutschlands Stahlindustrie ist europaweit mit großem Abstand die Nummer eins und rangiert weltweit betrachtet auf Platz 7 der Top-Stahlerzeuger.

Chancen für österreichische Unternehmen 

In die industrielle Wertschöpfungskette in Deutschland sind österreichische Zulieferer schon sehr stark eingebunden. Der Top-Exportpartner Österreichs bezieht bereits jährlich Metalle und Metallerzeugnisse im Wert von mehr als 6 Milliarden Euro.

Die Verflechtungen der jeweiligen Metallindustrien der Länder sind also stark, die Branche an sich hat allerdings mittel- bis langfristig einige Herausforderungen zu bewältigen, wie etwa den Strukturwandel der Automobilindustrie als wichtige Abnehmerbranche. Die Energiewende bringt Herausforderungen für etablierte Standorte, und immer ambitioniertere Anforderungen die CO²-Emmisionen bei den Produktionsvorgängen zu senken zwingen zu erheblichen Investitionen. Hinzu kommt der starke Wettbewerb mit ausländischen Produzenten.

Die Transformation der Industrie im Zuge der „Energiewende“ unter Verzicht auf fossile Energieträger wie Kohle und Erdgas stellen gerade die Stahlindustrie vor tiefgreifende Herausforderungen.

Die Herausforderungen bieten jedoch auch Chancen: bei den großen Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, green steel, sustainable production und Themen rund um die Digitalisierung können österreichische Zulieferer mit innovativen Lösungen punkten. KI, predictive maintenance und smart manufactoring sind etwa Schlüsselbereiche, in denen österreichische Technologieunternehmen ihr großes Know-How unter Beweis stellen können.

Für weiterführende Informationen zur Branche Metalle und Metallverarbeitung ist das AußenwirtschaftsCenter Düsseldorf gerne für Sie da. 

Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Umweltschutz – das neue Lieferkettengesetz  

Das kürzlich beschlossene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (Lieferkettengesetz) verpflichtet deutsche Unternehmen, ab dem Jahr 2023, die Einhaltung der internationalen Richtlinien zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in ihren Geschäftsbereichen zu kontrollieren. Anwendbar ist das Gesetz zunächst für global agierende Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitern. Ab 2024 auch für Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Bei Verstößen drohen Haftungsansprüche.  

Auch auf EU Ebene wird an einem Gesetzesentwurf gearbeitet, welcher die einzuhaltenden Sorgfaltspflichten für Unternehmen festlegt. Dabei sollen die Regelungen über jene des deutschen Lieferkettengesetzes hinausgehen. 

Anwendbar ist das Lieferkettengesetz auch für Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen in Deutschland. Damit einhergehend wirft das Gesetz viele Fragen auf. Etwa, wie kann den Regelungen wirtschaftlich und effektiv nachgekommen werden? 
Wie können Unternehmen ihre Zulieferer unterstützen? 
Wie gehen Unternehmen mit bekanntgewordenen Verstößen um? 

Für diese und viele weitere Fragen rund um das Lieferkettengesetz schaffen wir Antworten und beschäftigen uns, im Rahmen einer geplanten Wirtschaftsmission, eingehend mit dem Thema.  

Sie suchen ausführlichere Informationen rund um das Thema Lieferkette und das neue Lieferkettengesetz? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Berlin oder das AußenwirtschaftsCenter München.

Umwelttechnologie 

Die Umwelttechnologie - Umwelttechnik und Ressourceneffizienz - nimmt in Deutschland eine bedeutende Position ein. Der deutsche GreenTech-Markt wächst um 8,8 Prozent pro Jahr – und damit deutlich stärker als der internationale Markt.

Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2020 weiterhin dynamisch. Mehr als 310.000 Beschäftigte arbeiten in fast 11.000 kommunalen und privaten Unternehmen auf allen Stufen der Wertschöpfung und erwirtschaften dabei einen Umsatz von rund 85 Milliarden Euro sowie eine Bruttowertschöpfung von rund 28 Milliarden Euro. Dies ist im Vergleich zu 2010 ein Anstieg um 18 %.

Konkurrenzsituation

Die Bundesrepublik Deutschland übernimmt mit ihrer starken Recyclingindustrie weltweit eine Vorreiterrolle. Dennoch gibt es hier noch Verbesserungspotenzial. So ist der Verpackungsverbrauch weiter gestiegen. Im Jahr 2018 fielen insgesamt 18,9 Millionen (+0,7 %) Tonnen Verpackungsabfall an. Pro Kopf entspricht dies durchschnittlich 227,5 kg. Davon wurden 69 % dem Recycling zugeführt, der Rest wurde größtenteils energetisch verwertet. Die erreichte Recyclingquote variiert bei den unterschiedlichen Materialien. Vergleichsweise hoch ist sie bei Glas (83,0 %), Papier/Karton (87,7 %), Stahl (91,9 %) und Aluminium (90,1 %). Bei Kunststoffen (47,1 %) und Holz (25,3 %) ist jedoch noch viel Recyclingpotenzial vorhanden.

Trends und Entwicklungen

Die Kreislaufwirtschaft wird in den kommenden Jahren zu einem zunehmend wichtigeren Akteur des wirtschaftlichen Wandels werden. Die Voraussetzungen der deutschen Kreislaufwirtschaft dafür sind gut. Hohe Investitionen in Personal und Technik verbessern kontinuierlich die Standards. In die Kernbereiche der Kreislaufwirtschaft (Abfallsammlung, -behandlung und -verwertung) wurden in den Bereichen Forschung und Entwicklung im Jahr 2018 rund 200 Millionen Euro investiert. Die Branche verzeichnet damit einen sprunghaften Anstieg der so genannten „Innovatorenquote“, d.h. des Anteils der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen. Dieser Wert stieg von 21 % im Jahr 2016 auf 49 % im Jahr 2018 an. Die Investitionen lohnen sich, denn durch die Diskussionen um die Circular Economy als neue Wirtschaftsform zur Reduzierung des Ressourcenverbrauches wird die Kreislaufwirtschaft künftig die zentrale Rolle bei der Zurverfügungstellung von Rohstoffen für den Wirtschaftskreislauf zukommen. Bis zum Jahr 2030 wird der Kreislaufwirtschaft ein Zuwachs von bis zu 760.000 Arbeitsplätzen prognostiziert. Im Green-Tech-Atlas wird der Branche eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,4 % bis 2025 bescheinigt. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Potenziale für österreichische Unternehmen liegen beispielsweise bei den Themen Stofferkennung, StofftrennungDigitalisierung und künstliche Intelligenzalternative Antriebstechnologien für die Nutzfahrzeuge/Fahrzeugflotten der kommunalen und privaten Entsorgungsunternehmen, aber auch schon im Vorfeld der Kreislaufwirtschaft in den Bereichen einer nachhaltigen Produkt- bzw. Verpackungsgestaltung

Auf der größten Umwelttechnologiemesse der Welt, IFAT in München, präsentiert die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft alle zwei Jahre ihre Innovationen und Strategien, um Ressourcen langfristig zu erhalten. Österreich zählt hier zu den wichtigsten Aussteller- und Besucherländern.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Umwelttechnologie in Deutschland? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München (Ansprechpartnerin: Frau Franca Pawels), oder das AußenwirtschaftsCenter Berlin.

Schienenverkehr

Bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele der deutschen Bundesregierung spielt die Weiterentwicklung des Schienenverkehrs eine zentrale Rolle. Die Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf die Schiene wird stark vorangetrieben und bringt folglich einen hohen Investitionsbedarf mit sich. Zentrale Themen sind hierbei die Mehrgleisigkeit, Geschwindigkeitsanhebungen, die Verlängerung von Überholgleisen und der Ausbau von Neubaustrecken.

Chancen für österreichische Unternehmen

Neben anderen Investitionen im Infrastrukturbereich soll vor allem auch das deutsche Schienen- und Straßennetz deutlich ausgebaut werden. Hier sind in den kommenden 10 Jahren mehr als 90 Milliarden Euro vorgesehen, zehn Milliarden alleine für die Elektrifizierung der Schiene.

Die Bahnindustrie als Querschnittsmaterie, beinhaltet darüber hinaus eine Vielzahl von (Teil-) Branchen. Von der Metallerzeugung und –Verarbeitung, der Herstellung elektrischer Ausrüstung, bis hin zu Gummi- und Kunststofferzeugnissen. Der große Bedarf der Branche hält vielversprechende Möglichkeiten für die starke und innovative österreichische Bahnindustrie bereit.

Sie suchen ausführlichere Informationen rund um das Thema Mobility und Schienenverkehr? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Berlin

Start-up-Ökosystem

Junge innovative Unternehmen werden zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Jahr 2020 gab es rund 2800 Start-up-Neugründungen in Deutschland, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. An der Spitze steht hierbei Berlin, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Mehr als 4000 aktive Business Angels sorgen für die nötige Finanzierung und verhelfen den Start-ups durch Management-Expertise und ein dichtes Netzwerk zu internationalem Erfolg.

Chancen für österreichische Unternehmen

Berlin und München gehören zu den führenden Start-up Hubs in Europa. Hier werden inspirierende Kontakte geknüpft und innovative Zukunftspartnerschaften geschlossen. Pitching Sessions vor führenden, innovativen Industrieunternehmen in München, Stuttgart und Düsseldorf eröffnen weitreichende Möglichkeiten und auch im Kreativ- und Konsumgüterbereich bieten sich vielversprechende Chancen bei Webinaren, Workshops oder Pitching Sessions.

Sie suchen ausführlichere Informationen rund um das Start-ups und Innovation? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Berlin und das AußenwirtschaftsCenter München.

Ausführliche Informationen

Damit Ihre Marktbearbeitung in Deutschland problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Berlin und AußenwirtschaftsCenter München anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Deutschland.

Unsere AußenwirtschaftsCenter in BerlinDüsseldorf und München beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Deutschland haben.

Stand: