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Die deutsche Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Deutschland haben die wichtigsten Informationen zur deutschen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Nach einer zehnjährigen Wachstumsphase war das preisbereinigte BIP Deutschlands im Gesamtjahr 2020 um 5,0 % niedriger als im Vorjahr (eine ähnliche Entwicklung wie zuletzt während der Finanz-/Wirtschaftskrise 2009 mit -5,7 %). Nach einem gravierenden Einbruch der Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2020 (-11,3 %, erster harter Lockdown) haben die Lockerungen ab Mai 2020 wieder zu einer schnellen Erholung geführt ( -3,9 % im 3. bzw. -2,0 % im 4.Quartal). Der positive Aufwärtstrend wurde durch den zweiten Lockdown (ab Dezember), der aktuell bis zum 7. März verlängert worden ist, vorerst gebremst. Die Inzidenzzahlen entwickeln sich positiv, jeder Impfwillige soll bis Ende September eine Erstimpfung erhalten.

Ab dem zweiten Quartal 2021 ist mit einem starken Wachstum zu rechnen. Unter Berücksichtigung der Erholung der globalen Wirtschaft, steigenden Exporten, einer hohen Konsumnachfrage, zunehmenden Investitionen in Ausrüstungen und abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie sowie den Maßnahmen zur Eindämmung liegen die Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2021 zwischen 3,0 und 4,0 % (Prognose der Bundesregierung: +3,0 %). 

Besondere Entwicklungen

In der Industrieproduktion, die in vielen Bereichen nur indirekt von der Pandemie betroffen ist, hatten vor allem der Maschinenbau- und die Automobilindustrie unter der Krise zu leiden.

Im Gesamtjahr 2020 wurden in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr 19,1 % weniger Pkw neu zugelassen (vor allem in den ersten Monaten der Corona-Krise wurde die Produktion heruntergefahren, Autohäuser mussten geschlossen bleiben). Etwa 800.000 Menschen sind in der Automobilindustrie beschäftigt. Der Verband der deutschen Automobilindustrie rechnet mit einer Erholung ab dem 2. Quartal 2021, laut Prognosen würde der Neuwagenabsatz um etwa 9 % steigen. Viele Unternehmen dieser Branche nützen die Krise um sich auf das Kerngeschäft zu fokussieren, sich noch besser aufzustellen und auf umfassende Maßnahmen gerade bei der Nachhaltigkeit und der Digitalisierung in Betrieb, Produktion, Vertrieb und bei den Produkten zu setzen. Bis 2025 investiert die deutsche Automobilindustrie laut Aussage des Verbandes etwa 150 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien, vor allem Elektromobilität und Digitalisierung. Ebenso sollen verstärkt neue Märkte erschlossen werden.

Im Maschinenbau ist die Produktion 2020 um etwa 14 % eingebrochen, von den rückgängigen Absatzzahlen waren vor allem jene Unternehmen betroffen, die die Automobil- und Zulieferindustrie beliefern. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Obwohl der Deutschland-Anteil der österreichischen Warenexporte seit 1995 im Lichte der Diversifizierung nach dem EU-Beitritt Österreichs um beinahe zehn Prozentpunkte gesunken ist, führt Deutschland die Rangliste der österreichischen Handelspartner nach wie vor deutlich an: 2019 hatten 29,3 % der gesamten heimischen Ausfuhren Deutschland als Ziel. Dieser Wert war nicht nur vier Mal so hoch wie jener des zweiten USA, sondern entsprach auch der Höhe des kumulierten Warenexports nach Asien, Amerika, Afrika und in die Nicht-EU-Staaten in Europa.
2019 blieben die österreichischen Warenlieferungen mit 45,0 Milliarden Euro (-0,4 %) praktisch gleich. Im Zeitraum Jänner bis November 2020 gingen Österreichs Warenexporte nach Deutschland um 4,8 % auf 39,9 Milliarden Euro zurück.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Deutschland.

Deutschland ist groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regional-Wirtschaftsberichten erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in den einzelnen Teilen Deutschlands:

Darüber hinaus stehen Ihnen unsere AußenwirtschaftsCenter in BerlinDüsseldorf und München für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Melden Sie sich einfach bei uns!

Statistik: Länderprofil

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Deutschland der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen 

Automotive 

Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer noch nie da gewesenen Transformation, die Kernthemen sind Elektromobilität, Autonomes Fahren, Connectivity, Digitalisierung und Flexibilisierung, sie gestalten die Zukunft der Mobilität. 

Die Automobilindustrie ist Deutschlands bedeutendster Industriezweig, gemessen am Umsatz (EUR 436 Mrd. in 2019). Der weltweite Marktanteil deutscher Marken-Fahrzeuge beträgt 20%, wobei mehr als doppelt so viele Fahrzeuge im Ausland (2019: 11,4 Mio. PKW) produziert werden wie in Deutschland (4,7 Mio. PKW). Der Exportanteil der in Deutschland produzierten PKWs beträgt 75%. Davon wurden 55% allein nach China exportiert (Tendenz steigend), wodurch die Bedeutung des chinesischen Marktes für die deutsche Automobilindustrie deutlich zunimmt und Krisenzeiten ausgleichend wirkt.

In Forschung und Entwicklung investieren die dt. Automobilisten jährlich weltweit über EUR 44 Mrd., davon EUR 22 Mrd. in Deutschland.

Über 830 000 Mitarbeiter sind direkt bei Automobilherstellern und –Zulieferern beschäftigt, insgesamt sind sogar 2,5 Millionen Beschäftige in D direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie vernetzt oder von ihr abhängig.

Chancen für österreichische Unternehmen 

75% des Exports der österreichischen Fahrzeugindustrie gingen 2019 ins europäische Ausland und davon 43% nach Deutschland! In Österreich ist die Fahrzeugindustrie drittstärkster Industriezweig, mit einem jährlichen Umsatz von 18 Mrd. Euro / 900 Unternehmen und einer Exportquote von knapp 90%.

Die österreichische Fahrzeugindustrie profitiert von der global aufgestellten und exportorientierten deutschen Automobilindustrie.

Innovative Lösungen für die Mobilität von morgen sind gefragt in den Forschungs- u. Entwicklungsbereichen der deutschen OEMs, der Systemlieferanten und Entwicklungsdienstleister. Im Fokus stehen vor allem die Reduzierung von CO2 Emissionen, Hybridisierung, Elektromobilität und alternative Antriebe sowie Leichtbau & neue Werkstoffe, Connectivity & Security, Digital Services, automatisiertes und autonomes Fahren, neue Mobilitätskonzepte und Flexibilisierung in der Produktion.

Sie suchen ausführliche Informationen und Möglichkeiten zur Vernetzung mit der deutschen Automobil Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München: Automotive ist unser Branchenschwerpunkt, wir unterstützen Sie gerne! 

Aerospace

Nach knapp einem Jahr COVID-19-Pandemie blickt die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland wieder zuversichtlich und mit Hoffnung in die Zukunft.

Viele mittelständische Betriebe haben in der Pandemie Corona-Soforthilfen, Kurzarbeit und diverse Unterstützungsmaßnahmen genutzt und das Unternehmen restrukturiert, flexibilisiert und neu ausgerichtet.

Inzwischen ist die Abnahme der Airlines besser als erwartet und der wichtigste Absatzmarkt China erreicht im Segment Verkehrsflugzeuge bereits das Vorkrisenniveau. 

Die Branche konnte wie die Jahre zuvor auch 2019 ein Rekordjahr (Umsatz EUR 41 Mrd. /114 000 Beschäftigte) verbuchen, mit einer Exportquote von 75%.

Dabei stellt die Zivilluftfahrt das größte Segment der Branche (78%) mit einem Umsatz von 32 Mrd. Euro (+ 10% ggü. 2018!) und 81.000 Beschäftigten dar. Mit einem deutlichen Abstand folgt die Militärische Luftfahrzeugindustrie mit einem Umsatz von 6,7 Mrd. Euro und 23.000 Mitarbeitern vor der Raumfahrt mit einem Umsatz von EUR 2,7 Mrd. Euro und 10.000 Beschäftigten. 

Die Aerospace Industrie investierte 2019 EUR 3,3 Mrd. in die Forschung und Entwicklung, dies entspricht 8% des Branchenumsatzes. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Auch die Luftfahrtindustrie befindet sich – ebenso wie die Automobilindustrie – in einer noch nie da gewesenen Transformationsphase, diese ist geprägt von den Themen Reduktion von CO2 Emissionen und Lärm, alternative Antriebe, klimaneutrales Fliegen, Leichtbau und neue Werkstoffe, neue Mobilitätskonzepte (UAV, Lufttaxis,…), Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette, Cyber-Sicherheit, Digitalisierung, Restrukturierung, Flexibilisierung und der Corona-Pandemie!

Sie suchen ausführliche Informationen zur Aerospace Branche in Deutschland?
Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München: Aerospace ist unser Branchenschwerpunkt, wir unterstützen Sie gerne! 

Architektur

Die Baubranche boomt generell weiterhin in Deutschland. Seit ca. 2009 ist ein kontinuierlicher Aufschwung zu verzeichnen. Die Bauwirtschaft ist aufgrund der hohen Auftragsbestände gut durch das coronageprägte Jahr 2020 gekommen. Im Fokus stehen nach wie vor die Modernisierung/Erneuerung der Infrastruktur und der Wohnungsbau.

Der Wohnungsbau spielt eine entscheidende Rolle und wird die Baukonjunktur weiter stabilisieren. Die Bevölkerungszahl wächst, die Städte vergrößern sich – der Wohnungsmangel in den Großstädten ist vorprogrammiert, Wohnungen sind kaum bezahlbar. Deutschland braucht dringend Wohnungen. 2019 wurden 293.000 Wohnungen fertiggestellt (auch durch den Bau von Mehrfamilienhäusern). Für 2021 hat man sich zum Ziel gesetzt, rund 300.000 Wohnungen neu zu errichten. Die in 2018 gefassten Beschlüsse des deutschen Wohngipfels greifen zunehmend. So fördert die Bundesregierung den sozialen Wohnungsbau und Städtebau mit mehreren Milliarden Euro (z.B. durch Erhöhung des Wohngeldes, neue Sonderabschreibungen etc.).

Rund 10% des deutschen BIP werden für Baumaßnahmen verwendet; 2019 waren dies 373 Milliarden Euro. Das Baugewerbe ist mit 2,6 Millionen Erwerbstätigen (fast 6% aller deutschen Erwerbstätigen) eines der größten Arbeitgeber Deutschlands. Davon entfallen 870.000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe.

Staatsnahe Betriebe wie die Deutsche Bahn investieren über 12 Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur. Dazu gehören: Erneuerung der Gleise und Weichen; Erneuerung und Modernisierung von Brücken, Modernisierung von Bahnhöfen.

Immer wichtiger wird das Thema Nachhaltigkeit beim Bauen: Holz als neuer Baustoff. Wer mit Holz baut, baut klimaneutral, ist schneller, billiger und effektiver. Die Ressourcen sind noch lange nicht ausgeschöpft. Öffentliche Bauten wie Kindertagesstätten und Schulen, aber auch Wohn- und Bürogebäude werden immer mehr mit Holz/Holzmodulen gebaut.

Aber auch weitere ökologische Baustoffe wie Meeresalgen, Altpapier, Stroh, Kork, Lehm treten immer mehr in den Vordergrund und sind hier nicht mehr wegzudenken.

Die Digitalisierung im Baubereich entwickelt sich langsamer als in anderen Bereichen. Hier gibt es noch viel Nachholbedarf. Ca. 50% der deutschen Unternehmen haben allerdings bereits Erfahrungen mit „digitalem Planen und Bauen“ gesammelt.

Ein weiterer Punkt ist das Thema Denkmalschutz. Die Erhaltung des kulturellen Erbes ist unerlässlich und soll weiter gefördert werden. Fachleute schätzen, dass es rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler in Deutschland gibt (Einzeldenkmäler, Wohn- und Industrieanlagen bis hin zu historischen Stadtkernen). Ein Drittel davon ist dringend sanierungsbedürftig.

Chancen für österreichische Unternehmen

Seit Jahren stoßen die deutschen Bauunternehmen aufgrund der hohen Nachfrage an ihre Grenzen. Hier bieten sich für österreichische Unternehmen in vielen Bereichen der Bauwirtschaft (auch Ausstattung und Zulieferungen sowie im Denkmalschutz), aber auch bei gewerblichen innerstädtischen Immobilien, nach wie vor große Chancen. Österreich ist Vorreiter im nachhaltigen Bauen und in der Digitalisierung. So will beispielsweise die Bundeshauptstadt Berlin Vorreiter für Nachhaltigkeit werden und sucht weiterhin erfahrene Unternehmen und Fachkräfte, die ihr Wissen an die deutschen Unternehmen weitergeben oder geplante Projekte mit realisieren können.

Sie haben Fragen oder suchen ausführliche Informationen zur Branche Architektur? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Berlin

Maschinenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine der bedeutendsten Branchen in Deutschland und als Kern der Investitionsgüterindustrie im Mittelpunkt der industriellen Leistungsfähigkeit.

Die Branche ist Lieferant komplexer Erzeugnisse und Bezieher technologisch anspruchsvoller Vorlieferungen.

Börsennotierte Großunternehmen zählen ebenso wie eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, darunter auch familiengeführte Unternehmen zur breiten Basis der Branche. Mit rund einer Million Beschäftigten ist der Maschinen und Anlagenbau der größte Arbeitgeber im verarbeitenden Gewerbe und stark exportorientiert.

Verwerfungen im Maschinen- und Anlagenbau zeigten sich auf Grund von Unsicherheiten am Weltmarkt und der Transformationsprozesse, beispielsweise im Automobilbau schon in 2019, die sich in vielen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus durch die Corona-Pandemie beginnend in 2020 noch verstärkten.

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA wurden die Produktionen 2020 am Laufen gehalten und der Ausblick auf 2021 ist zuversichtlich. Optimistisch stimmen den VDMA der Regierungswechsel in den USA und der Europäische Aufbauplan.

Chancen für österreichische Unternehmen

Der österreichische Maschinenbau, die österreichische Metallwarenindustrie und österreichische Unternehmen flankierender Branchen können von der starken globalen Marktpräsenz und der hohen Exportorientierung der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer profitieren.

Die geografische Nähe Österreichs zu Deutschland und das hervorragende technische Know-how sind Vorteile österreichischer Zulieferunternehmen.

Mit Blick auf die Schlagworte smart factory, smart services, smart products, intelligente Vernetzung, künstliche Intelligenz (KI), predictive maintenance, IT-Sicherheit, Simulation, digitaler Zwilling nehmen innovative Lösungen aus Software und IT eine wachsende Rolle ein.

Aber auch Lösungen zu den Themen Energie- und Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit, CO2-Fußabdruck bzw. CO2-Bilanz spielen für die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland eine zunehmende Bedeutung.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Maschinen- und Anlagenbau? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München

Metalle und Metallverarbeitung 

Die metallerzeugende und metallverarbeitende Industrie in Deutschland ist als Ausgangspunkt der industriellen Wertschöpfungskette enorm wichtig. Als Zulieferer für bedeutende Industrien wie etwa der Automobilsektor, der Maschinenbau und die Bauwirtschaft, spielt sie eine zentrale Rolle.

246.810 Beschäftigte in 750 Betrieben zählt die metallerzeugende und -verarbeitende Industrie und erwirtschaftet ca. einen Jahresumsatz von 100 Milliarden Euro. Im Bereich der Herstellung von Metallerzeugnissen sind 3.569 Betriebe mit 574.067 Beschäftigten aktiv, die eine Umsatz von rund 99,7 Milliarden Euro erzielten.

Regional betrachtet zeigt sich eine deutliche Konzentration der Betriebe auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Insbesondere Nordrhein-Westfalen ist als Standort für die Metallindustrie immens wichtig: mehr als 40% des gesamten Umsatzes der Branche werden hier erzielt.

Vor allem die Stahlindustrie ist als Basisindustrie für die nachgelagerten Sektoren in der Wertschöpfungskette von herausragender Bedeutung, Besonders eng verflochten ist sie etwa mit dem Maschinenbau und der Fahrzeugindustrie.

Deutschlands Stahlindustrie ist europaweit mit großem Abstand die Nummer eins und rangiert weltweit betrachtet auf Platz 7 der Top-Stahlerzeuger.

Chancen für österreichische Unternehmen 

In die industrielle Wertschöpfungskette in Deutschland sind österreichische Zulieferer schon sehr stark eingebunden. Der Top-Exportpartner Österreichs bezieht bereits jährlich Metalle und Metallerzeugnisse im Wert von mehr als 6 Milliarden Euro.

Die Verflechtungen der jeweiligen Metallindustrien der Länder sind also stark, die Branche an sich hat allerdings mittel- bis langfristig einige Herausforderungen zu bewältigen, wie etwa den Strukturwandel der Automobilindustrie als wichtige Abnehmerbranche. Die Energiewende bringt Herausforderungen für etablierte Standorte, und immer ambitioniertere Anforderungen die CO²-Emmisionen bei den Produktionsvorgängen zu senken zwingen zu erheblichen Investitionen. Hinzu kommt der starke Wettbewerb mit ausländischen Produzenten.

Die Herausforderungen bieten jedoch auch Chancen: bei den großen Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, green steel, sustainable production und Themen rund um die Digitalisierung können österreichische Zulieferer mit innovativen Lösungen punkten. KI, predictive maintenance und smart manufactoring sind etwa Schlüsselbereiche, in denen österreichische Technologieunternehmen ihr großes Know-How unter Beweis stellen können.

Für weiterführende Informationen zur Branche Metalle und Metallverarbeitung ist das AußenwirtschaftsCenter Düsseldorf gerne für Sie da. 

Umwelttechnologie 

Die Umwelttechnologie - Umwelttechnik und Ressourceneffizienz - nimmt in Deutschland eine bedeutende Position ein. Der deutsche GreenTech-Markt wächst um 8,8 Prozent pro Jahr – und damit deutlich stärker als der internationale Markt.

Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2020 weiterhin dynamisch. Mehr als 310.000 Beschäftigte arbeiten in fast 11.000 kommunalen und privaten Unternehmen auf allen Stufen der Wertschöpfung und erwirtschaften dabei einen Umsatz von rund 85 Milliarden Euro sowie eine Bruttowertschöpfung von rund 28 Milliarden Euro. Dies ist im Vergleich zu 2010 ein Anstieg um 18%.

Konkurrenzsituation

Die Bundesrepublik Deutschland übernimmt mit ihrer starken Recyclingindustrie weltweit eine Vorreiterrolle. Dennoch gibt es hier noch Verbesserungspotenzial. So ist der Verpackungsverbrauch weiter gestiegen. Im Jahr 2018 fielen insgesamt 18,9 Millionen (+0,7%) Tonnen Verpackungsabfall an. Pro Kopf entspricht dies durchschnittlich 227,5 kg. Davon wurden 69% dem Recycling zugeführt, der Rest wurde größtenteils energetisch verwertet. Die erreichte Recyclingquote variiert bei den unterschiedlichen Materialien. Vergleichsweise hoch ist sie bei Glas (83,0%), Papier/Karton (87,7%), Stahl (91,9%) und Aluminium (90,1%). Bei Kunststoffen (47,1%) und Holz (25,3%) ist jedoch noch viel Recyclingpotenzial vorhanden.

Trends und Entwicklungen

Die Kreislaufwirtschaft wird in den kommenden Jahren zu einem zunehmend wichtigeren Akteur des wirtschaftlichen Wandels werden. Die Voraussetzungen der deutschen Kreislaufwirtschaft dafür sind gut. Hohe Investitionen in Personal und Technik verbessern kontinuierlich die Standards. In die Kernbereiche der Kreislaufwirtschaft (Abfallsammlung, -behandlung und -verwertung) wurden in den Bereichen Forschung und Entwicklung im Jahr 2018 rund 200 Millionen Euro investiert. Die Branche verzeichnet damit einen sprunghaften Anstieg der so genannten „Innovatorenquote“, d.h. des Anteils der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen. Dieser Wert stieg von 21 % im Jahr 2016 auf 49 % im Jahr 2018 an. Die Investitionen lohnen sich, denn durch die Diskussionen um die Circular Economy als neue Wirtschaftsform zur Reduzierung des Ressourcenverbrauches wird die Kreislaufwirtschaft künftig die zentrale Rolle bei der Zurverfügungstellung von Rohstoffen für den Wirtschaftskreislauf zukommen. Bis zum Jahr 2030 wird der Kreislaufwirtschaft ein Zuwachs von bis zu 760.000 Arbeitsplätzen prognostiziert. Im Green-Tech-Atlas wird der Branche eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,4% bis 2025 bescheinigt. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Potenziale für österreichische Unternehmen liegen beispielsweise bei den Themen Stofferkennung, StofftrennungDigitalisierung und künstliche Intelligenzalternative Antriebstechnologien für die Nutzfahrzeuge/Fahrzeugflotten der kommunalen und privaten Entsorgungsunternehmen, aber auch schon im Vorfeld der Kreislaufwirtschaft in den Bereichen einer nachhaltigen Produkt- bzw. Verpackungsgestaltung

Auf der größten Umwelttechnologiemesse der Welt, IFAT in München, präsentiert die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft alle zwei Jahre ihre Innovationen und Strategien, um Ressourcen langfristig zu erhalten. Österreich zählt hier zu den wichtigsten Aussteller- und Besucherländern.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Umwelttechnologie in Deutschland? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter München (Ansprechpartnerin: Frau Franca Pawels), oder das AußenwirtschaftsCenter Berlin.

Ausführliche Informationen

Damit Ihre Marktbearbeitung in Deutschland problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Berlin und AußenwirtschaftsCenter München anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Deutschland.

Unsere AußenwirtschaftsCenter in BerlinDüsseldorf und München beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Deutschland haben.

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