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Die französische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter Paris hat die wichtigsten Informationen zur französischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage

Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU und Nummer 6 der Welt, setzt sein ambitioniertes Wirtschafts- und Reformprogramm weiterhin erfolgreich um. Auch wenn die positiven Effekte geringerer Energiekosten und eines schwachen Euros gegenüber dem US-Dollar abnehmen, so sind ein bevorstehender BREXIT, ein bis vor Kurzem noch schwelender Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten (Stichworte: GAFA-Besteuerung, Boeing- und Airbus-Subventionen), ein prononcierterer Handelskonflikt zwischen den USA und der V.R. China und eine sich abschwächende Weltwirtschaft Szenarien, welche den Reformprozess etwas verzögern könnten. Wir gehen allerdings davon aus, dass Staatspräsident Emmanuel Macron bis zum Ende seines Mandates im Jahre 2022 genügend Zeit hat Frankreich als treibende Kraft Europas zu positionieren, um ausländische Investoren von der Attraktivität des Landes zu überzeugen, das Wirtschaftswachstum weiter anzukurbeln, Steuersätze weiter zu senken, das Leistungsbilanzdefizit auf unter 1% und das Budgetdefizit auf unter 3% (2019: 3,3%) des BIP zu drücken und die öffentlichen Ausgaben als auch die Arbeitslosigkeit weiter zu reduzieren. Frankreich wird alles daran setzen von der voranschreitenden Globalisierung und Digitalisierung stark zu profitieren und gleichzeitig die sozialen Standards zu halten. Das französische Modell soll Vorbild für andere Staaten werden und z.B. das skandinavische Wohlfahrtssystem neu abbilden.

Besondere Entwicklungen

Zu erwartende Steuersenkungen, z.B. die Reduktion der Körperschaftssteuer für KMUs (bis max. EUR 75.000,- Gewinn) von bislang 33,3% auf 28% und weiter auf 25% bis zum Jahre 2022 und Maßnahmen zur Arbeitsplatzschaffung werden sich positiv auf das Verbraucherverhalten auswirken. Die effektive Körperschaftssteuerrate i.d.H. von knapp 20%, liegt unter dem EU-Durchschnitt und auch die Mehrwertsteuerrate von 20% wird bei einer Mehrheit von Produkten unterschritten. Der Einkommenssteuersatz liegt bei ca. 45%. Die Abschaffung der Wohnraumsteuer für knapp 70% der französischen Haushalte sowie die Steuer auf Großvermögen und die eingeführte Quellenbesteuerung nach dem angelsächsischen PAYE (pay-as-you-earn) System unterstützen den Reformkurs in Frankreich.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Mit einem bilateralen Handelsvolumen (inkl. Dienstleistungsexporte) von rund EUR 13 Mrd. im Jahr 2018 ist Frankreich auch im ersten Halbjahr 2019 und einem Zuwachs von +10% in den ersten Monaten der viertwichtigste Exportmarkt Österreichs weltweit und der drittwichtigste in der EU, hinter Deutschland und Italien. Die eidgenössische Schweiz folgt sehr knapp an fünfter Stelle. Das Aktivum in der Handelsbilanz mit Frankreich ist mit fast EUR 2,1 Mrd. eines der höchsten weltweit. Die österreichischen Exporte nach Frankreich basieren zwar auch auf sogenannten Sondereffekten bei der antizyklischen Lieferung von Hormonen, allerdings ist der positive Trend über fast alle Warengruppen weiterhin stimmig und führt zu einem bereinigten satten Exportplus von knapp 7%.                                                                              

Mit der Eröffnung der #AUTFRA LandingZone für österreichische Startups im AußenwirtschaftsCenter Paris, setzt das Büro im Geschäftsjahr 2019/20 klar auf Innovation. Es werden österreichischen Jungunternehmen einerseits eine eigne LandingZone in Form eines Büros mit technischer Infrastruktur und vier Workdesks zur Verfügung gestellt; Weiters kann unmittelbar auf das Know-how und das Know-who der Fachmitarbeiter in den unterschiedlichsten „verticals“ direkt zugegriffen werden. Als Clou bietet das AC Paris auch noch ein fein gewobenes, dichtmaschiges Netz an Kontakten und Verstärkern wie bspw. die Innovations-Abteilungen von handverlesenen CAC40 börsennotierten Unternehmen an, die ihre Hackatons und andere Events anbieten.

Die strategischen Geschäftsfelder für die kommenden Jahre stellen neben der stärkeren Unterstützung bei Handelsvertreter-Suche folgende 7 Leuchttürme dar 1. der Bereich Mobilität, hier spezialisiert auf Automotive, Aerospace und Eisenbahntechnologie, 2. der Hoffnungsmarkt Lebensmittel mit einem starken Fokus auf Bionahrungsmittel, 3. Der Themenschwerpunkt Silver Economy einem aufgrund der demographischen Entwicklung Frankreichs immer attraktiver werdenden Sektor, 4. Luxury & Lifestyle mit Fokus auf Mode, Architektur und Design, 5. Smart Factory, Innovation und Urban Technologies aber auch 6. die Bereiche Energieeffizienz und Green Building, bei denen Österreich von seiner Vorreiterrolle profitieren kann, sowie bei 7. Chemie und Kunststoff sowie Neuen Materialien, und besonders Verbundstoffe.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des  AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Frankreich (inkl. Exkurs Monaco)

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Paris für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Frankreich der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Aerospace/Sicherheit

Die französische Luft- und Raumfahrtindustrie deckt den gesamten zivilen und militärischen Bereich ab, Flugzeugbau, Motorenherstellung, Kabinenausstattung und Navigationsgeräte und Flughafeninfrastrukturen. die wichtigsten Hersteller sind Airbus, Airbus Helicopters und Dassault Aviation sowie Safran, Zodiac, Thales. Frankreich hat auch mehrere internationale Carrier. Insgesamt beschäftigt die Branche 350.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Firmen sind als Zulieferanten in der Luft- und Raumfahrtindustrie bereits gut etabliert. Im Luftfahrtbereich bestehen Chancen insbesondere in der innovativen Ausstattung der Flugzeugkabine, bei Lightweight-Sitzplätzen, im On board Entertainment und On board-Konnektivität sowie bei der Digitalisierung und im Bereich Cyber-Security. Des weiteren wird der Bereich vorausschauende Instandhaltung und Reparatur sowie generell leichtere Materialien, Simulation aber auch User experience im Flughafen immer interessanter.

Automotive

Die französischen Automobilkonzerne PSA (Peugeot, Citroën und DS), Renault und Renault Trucks befinden sich weiter in einem Aufwärtstrend (+17% auf 7,8 Mio. weltweit produzierte Fahrzeuge), und liegen europaweit in der Produktion auf dem zweiten resp. dritten Platz.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Firmen sind als Zulieferanten  in der Automobilindustrie bereits gut etabliert. Der Automobilsektor bietet Marktchancen bei Elektro- und Hybridfahrzeugen, sowohl in der Produktion als auch in der dazu erforderlichen Infrastruktur. So soll etwa der Bestand an Ladestationen bis 2022 von 20.000 auf 100.000 verfünffacht werden. Zunehmende Bedeutung gewinnt der Carsharing-Sektor.

Im Bereich Autonomes Fahren hat die Regierung den Automilkonzernen grünes Licht für Testfahrten in breitem Ausmass erteilt, wobei großes Augenmerk auf die gesicherte Konnektivität der Fahrzeuge gelegt wird. Big Data, künstliche Intelligenz, Infotainment, Augmented Editorial Experience sind nur einige der zukunftsträchtigen Bereiche.

Schienenverkehr

Mit 30.000 Schienenkilometern ist das französische Schienennetz das zweitgrößte in Europa und figuriert in internationalen Rankings als sechstbestes Schienennetz weltweit. Mit 3,8 Mio. Kunden pro Tag liegt der Sektor der Personenbeförderung in der Bedeutung weit über dem der Güterbeförderung. Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF, Nummer 2 im Personenverkehr in Europa, wird in den nächsten Jahren mit der Marktöffnung konfrontiert sein. Auch der international tätige Pariser U-Bahn-Konzern RATP liegt in internationalen Rankings im Spitzenfeld.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Firmen sind als Zulieferanten in der Eisenbahnbranche bereits gut etabliert. Der Lokomotivfahrer wird vom fahrerlosen Zug verdrängt, gleichzeitig wird die Marktöffnung auch eine Interoperabilität in der Streckenbenützung und im Datenaustausch zur Streckensicherheit, aber auch in der immer stärker werdenden vorausschauenden Wartung, erfordern.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Frankreich problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Paris anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Frankreich.

Das AußenwirtschaftsCenter Paris berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Frankreich haben.