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Die irakische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Amman/Damaskus hat die wichtigsten Informationen zur irakischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Iraks Wirtschaft erholt sich allmählich nach den wirtschaftlichen Herausforderungen und innenpolitischen Spannungen der letzten Jahre. Während das BIP 2016 noch um 11% wuchs, verzeichnete der Irak 2017 ein Minus von 2,1%. 2018 zog die Wirtschaft wieder an und verzeichnete ein Plus von ca.1,2% aufgrund einer spürbaren Verbesserung der Sicherheitsbedingungen und höherer Ölpreise. Für 2019 wird ein Wachstum von 4,5% und für die Jahre 2020-23 ebenfalls ein Aufschwung um die 2-3% - Marke erwartet.

Die Nicht-Öl-Wirtschaft wuchs 2018 vorläufig um 4%, während die Ölförderungen im Einklang mit der OPEC-Vereinbarung zur Drosselungen der Fördermenge, geringer ausfielen als 2017. Die Einschränkung der Förderungen läuft Ende Juni 2019 aus, man geht jedoch davon aus, dass die OPEC diese um weiteres halbes Jahr verlängern wird.

Das Land scheint sich nach langen Jahren bewaffneter Auseinandersetzungen wieder in Richtung einer gewissen Normalität zu bewegen bzw. spürt man eine optimistische Stimmung, da die Sicherheitslage sich verbessert hat, die irakische Regierungsbildung großteils abgeschlossen werden konnte und die Beziehungen zwischen Bagdad und Erbil sich wesentlich verbessert haben.  

Diesen positiven Entwicklungen stehen gleichwohl weiterhin Herausforderungen gegenüber: der Irak befindet sich im Spannungsfeld USA-Iran und versucht hier außen- wie auch innenpolitisch eine Balance zu finden. Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran und die Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen bleibt weiterhin hinter den Erwartungen zurück. 

Besondere Entwicklungen  

Die irakischen Gemeinderats- und Parlamentswahlen (auf nationaler Ebene) fanden am 12. Mai 2018 statt und waren die ersten seit dem offiziellen Sieg über den IS im Irak Ende 2017. Der schiitische Geistliche Moqtada al-Sadr kam mit seiner Liste (Sairun), ein Büdnis aus Sadristen und Kommunisten, auf den 1. Platz. Nach einer erneuten Stimmenauszählung und langwierigen Verhandlungen schlossen sich Mitte September 2018 vier Parteien, darunter Sairun, zu einer Koalition zusammen und im Oktober 2018 wurde die neue irakische Regierung unter Premierminister Adel Abdul Mahdi bestätigt. Das Parlament wählte Barham Salih zum Staatspräsidenten und Mohammed Halbusi zum Parlamentspräsidenten. Traditionell bekleidet ein Schiit das Amt des Premierministers, ein Kurde jenes des Präsidenten und ein Sunnit das Amt des Parlamentssprechers. 

Weiterhin offen ist die Besetzung zweier Schlüsselministerien, das Ministerium für Inneres und jenes für Verteidigung, da die diversen Blöcke im Parlament sich bisher nicht einigen konnten. 

In der Autonomen Region Kurdistan fanden am 30. September 2018 Wahlen zum Regionalparlament statt. Auch hier kam es zu zähen Verhandlungen zw. den zwei großen Parteien, der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK). Anfang Juni 2019 wurde Nechirvan Barzani zum neuen Präsidenten gewählt. Zuletzt war er Ministerpräsident der Region und folgt seinem Onkel, Masoud Barzani, nun im Amt des Präsidenten nach. Neuer Ministerpräsident wurde Masrour Barzani, Sohn des ehemaligen Präsidenten und Cousin des jetzigen Präsidenten. Er wurde mit der Bildung einer Regierung beauftragt. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Im Jahr 2018 summierten sich die österreichischen Ausfuhren in den Irak auf 68,1 Mio. EUR und verringerten sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 18,5 %. Der Irak war damit 2018 für Österreich der 78. wichtigste Exportmarkt. Die irakischen Exporte nach Österreich erreichten 2018 274,8 Mio. EUR und bestanden zu 99 % aus Erdöl. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Rückgang um 19 % dar.  Die Außenhandelsbilanz aus österreichischer Sicht war somit 2018 erneut negativ, das Defizit belief sich auf 206,7 Mio. EUR.  

Im ersten Quartal 2019 gingen die österreichischen Exporte um 32,5 % zurück und fielen auf 10,3 Mio. EUR. Die Importe sanken um 6,2% und beliefen sich auf 38,2 Mio. EUR. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des  AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus dem Irak

Das AußenwirtschaftsCenter Amman berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zum Irak haben.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Irak der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.  

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Irak.

Das AußenwirtschaftsCenter Amman/Damaskus berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zum Irak haben.