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Die japanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Tokio hat die wichtigsten Informationen zur japanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die Wirtschaftsleistung Japans wird im Gesamtjahr 2020 um vermutlich 4,8% geschrumpft sein, hervorgerufen durch einen Fast-Lockdown am Übergang vom 1. zum 2. Quartal 2020. Die Wirtschaftserholung wird immer wieder durch neuerliche regional unterschiedliche Einschränkungen gebremst. Japan behält dabei die Infektionslage insgesamt recht gut im Griff, das Land zeigt gesamthaft ziemliche Resilienz auch in dieser Krise. Auch die wieder starke Exportnachfrage für die produzierende Industrie hilft, die Wirtschaft in Schwung zu halten. Die Stimmung in der japanischen Industrie ist schon wieder auf Vor-Krisen-Niveau. 

Sowohl die Insolvenz- als auch die Arbeitslosenzahlen sind unter Kontrolle, freilich zum Preis einer weiter enorm gestiegenen (inländischen) Staatsverschuldung, die schon über 270% des BIP ausmacht. Der Aktienmarkt befindet sich auch in Japan in Hochstimmung. 

Die seit September 2020 amtierende Regierung unter Premierminister Yoshihide Suga legt besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung der japanischen Verwaltung und Wirtschaft und bekennt sich nun auch zum Ziel der CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050, was neue Geschäftschancen für die japanische wie auch internationale Exportindustrie eröffnen wird. Das Bekenntnis Japans zum multilateral geordneten Freihandel und die in der jüngsten Vergangenheit abgeschlossenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EU, Pazifik-Anrainerstaaten, Südost- und Ostasien, UK) bringen besseren gegenseitigen Marktzugang und zeigen bereits erste Früchte durch neue Exporte.

Besondere Entwicklungen

Mit der Wirtschaft und den Bürgerrechten geht Japans Regierung in der COVID-19-Krise viel behutsamer um als viele andere Staatsführungen. Das Gesundheitssystem bricht nicht zusammen, die COVID-19-Mortalität bleibt mit 73 Todesfällen pro 1 Mio. Ew (Stand April 2021) gering.

Schon vor COVID-19 an das Tragen von Masken gewohnt, verwenden Japaner diese derzeit im gesamten öffentlichen Raum, nutzen Desinfektionsmittel und vermeiden weitgehend Körperkontakt, was aber ohnehin Teil der Kultur ist. „Harte Lockdowns“ hat es bisher nicht gegeben, wenngleich vor allem das Gastgewerbe immer wieder regionalen Einschränkungen unterworfen wurde.  

Es besteht seit März 2020 eine sehr strikt durchgezogene Einreisesperre für Ausländer, im Moment dürfen nur Menschen mit langfristiger Aufenthaltsgenehmigung in Japan einreisen. Auch für Geschäfts- und Montagereisen werden nur in wenigen Einzelfällen Ausnahmen gemacht. die japanische Regierung hat auch klar gemacht, dass selbst zu den Olympischen und Paralympischen Spielen im Sommer 2021 nur die qualifizierten Sportler mit ihren engsten Betreuern, wenige Sportfunktionäre sowie akkreditierte Medienvertreter zugelassen werden, es aber keine Visa für andere ausländische Besucher geben wird.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die Gesamtimporte Japans aus Österreich sind im Jahr 2020 nach mehreren Rekorden in Serie nur verhältnismäßig gering gefallen, Nippon ist damit auf der Rangliste österreichischer Exporte sogar um einen Platz auf Nr. 18 gestiegen. Einzelne österreichische Exporteure leiden freilich auch an empfindlichem Japan-Umsatzrückgang im Krisenjahr, wobei sich die Lage 2021 wieder langsam zu verbessern scheint. Vier von fünf österreichischen Japanexporteuren sind KMUs.  

Der bilaterale Reiseverkehr ist 2020 vollkommen zusammengebrochen und hat der - nach wie vor hochaktiven Dienstleistungsbilanz – schweren Schaden zugefügt. Mit einer Erholung des Incoming-Tourismus aus Japan ist auch nach Pandemie-Ende erst mittelfristig zu rechnen. 

Die seit über einem Jahr bestehenden Reiserestriktionen machen die Marktbearbeitung für ausländische Firmen zunehmend schwieriger. Die Außenwirtschaft Austria bietet im Wege des AußenwirtschaftsCenters Tokio maßgenschneiderte Unterstützung mit persönlichen Einsatz der vor Ort befindlichen Mitarbeiter sowie lokal rekrutiertem Personal, um den Schaden daraus so gering wie möglich zu halten.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Japan.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Tokio für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Japan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik.  

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Pharmazeutik, Medizintechnik, Laborbedarf

Nicht nur aus gegebenem Anlass ist die Kooperation österreichischer Unternehmen des Pharmabereichs und der Medizintechnik inkl. Labortechnik in einem der am höchsten angesehenen Länder der Welt von besonderem Interesse. Das AußenwirtschaftsCenter Tokio unterstützt nicht nur bei den Exportbemühungen österreichischer Unternehmen des Pharma- und Medizintechnikbereichs, sondern identifiziert auch Möglichkeiten zur Technologiezusammenarbeit, vermittelt Möglichkeiten zu klinischen Studien u.v.a.m. 

Der japanische Markt für Medizintechnik wird mit 30 Mrd. Euro beziffert. Der Import medizintechnischer Geräte übersteigt bei weitem den Export aus Japan von knapp über 5 Mrd. Euro. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Abgesehen vom aktuellen Thema Coronavirenerkrankungen, in dessen Umkreis bereits mehrere Kooperationen zwischen Österreich und Japan laufen, bietet die Gesellschaftsentwicklung Japans mit einer starken Überalterung inkl. immer mehr Pflegebedürftigen auch für österreichische Unternehmen enormes wirtschaftliches Potential. Bereits jetzt ist Japan nach den USA der zweitgrößte Markt für Medizintechnik. 

Eine hohe Nachfrage lässt sich u.a. bei implantierbarer Technik wie künstliche Herzen, Biochips für Diagnosezwecke, Diagnose- und Behandlungsapparaten mit molekulaerer Technik und regenerativer Medizin ablesen. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Medizintechnik & Laborbedarf? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Tokio.  

Forst- und Holzwirtschaft

Japan ist trotz ähnlicher Bewaldungsdichte wie Österreich ein guter Markt für die österreichische Holzindustrie; nicht nur als Exportmarkt für Bauholz, sondern auch in vor- und nachgelagerten Bereichen, von Forsttechnik bis zu Biomassetechnologie. 

Im japanischen Markt werden jährlich etwa 75 Mio. Kubikmeter Bauholz genutzt. Der überwiegende Teil davon, ca. 65%, wird importiert, die Selbstversorgungsquote liegt entsprechend bei lediglich 35%. Die starke Nachfrage stammt zum Großteil aus der Bauindustrie – über die Hälfte aller Wohnungsbauten nutzen den Werkstoff Holz stark, insbesondere als tragende Bauelemente. Laubhölzer insgesamt machen ca. 40% der japanischen Holznachfrage aus, bei Nadelhölzern dominieren die japanische Sicheltanne („Sugi“) mit 21% und die Scheinzypresse („Hinoki“) mit 12%. Lärchenholz folgt mit 8%, Kiefer mit ca. 4%.  

Österreichische Anbieter konnten sich einen beachtlichen Marktanteil erobern und lieferten Holzprodukte im Wert von etwa 195 Mio. Euro nach Japan. Weiterführende Informationen dazu finden Sie in unserem Webinar Holzmarkt Japan: Erfolgreich in Österreichs wichtigstem Übersee-Holzmarkt

Chancen für österreichische Unternehmen

Eine wesentliche Rahmenbedingung für den Markteintritt im Bereich Bauholz ist die sogenannte F☆☆☆☆ (Formaldehyd 0,4mg/L) Zertifizierung. Die Sparte „engineered wood“ (CLT und hybride Baustoffe sowie sonstige innovative „smarte“ modulare Bauelemente, z.B. mit eingebauten Sensoren) boomt derzeit in Japan, viele Experten rechnen mit einem weiteren starken Ansteigen der Nachfrage nach Holz auch in der Architektur.

Dass trotz der dichten Bewaldung Japans (70% des Territoriums) der Eigenbedarf bei weitem nicht gedeckt werden kann liegt vor allem an der mangelnden oder ineffizienten Nutzung der Holzreserven. Österreich trägt diesem Umstand Rechnung durch eine Reihe von Exportinitiativen. Das AußenwirtschaftsCenter Tokio sieht auch durch regionale und gesamtstaatliche Förderprogramme in Japan sehr gute Möglichkeiten für österreichische Technologie- und Dienstleistungsexporte (Schulung von Förstern etc.).

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Japan problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Tokio anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Japan.

Das AußenwirtschaftsCenter Tokio berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Japan haben.

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