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Die kasachische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Almaty hat die wichtigsten Informationen zur kasachischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Kasachstans Wirtschaft ist in der ersten Jahreshälfte 2019 um vier Prozent gewachsen. Nach dem Ölpreisverfall 2014 und der signifikanten Währungsabwertung 2015 ist die Talsohle durchschritten und die kasachische Wirtschaft erlebt einen moderaten Aufschwung.

Die kasachische Industrie – insbesondere der Ölsektor – bleibt Kasachstans Wachstumstreiber. Kasachstan förderte im Jahr 2018 insgesamt 90,3 Mio. Tonnen Erdöl – ein Rekordergebnis. Von Jänner bis September 2019 stieg die Ölförderung in Kasachstan um 0,8 Prozent auf insgesamt 58,11 Mio. Tonnen Rohöl und 8,93 Mio. Tonnen Gaskondensat. Kasachstan plant seine Ölproduktion bis 2024 auf 100 Millionen Tonnen im Jahr zu steigern.

Erhöhte Gehälter und Pensionen führten in Kasachstan zu einem Konsumzuwachs von 1,6 Prozent. Kredite privater Haushalte nahmen zu und Kasachstan bleibt weiterhin das einzige Land Zentralasiens, das wirtschaftlich nicht von den Überweisungen im Ausland arbeitender Staatsbürger abhängig ist.

Besondere Entwicklungen

Zu den prioritären Zielen der kasachischen Regierung zählen die Industriemodernisierung, die Diversifizierung und die Digitalisierung der kasachischen Wirtschaft.

Die Weltbank erhöhte die Position Kasachstans im „Doing Business“-Ranking um 3 Plätze im Jahr 2019. Von insgesamt 190 Ländern belegt Kasachstan nun den 25. Platz. Gründe dafür sind Reformen der bestehenden Gesetzgebung, Verbesserung des Lizenzierungssystems, Vereinfachung der Verfahren zur Unternehmensgründung, Optimierung der staatlichen Kontroll- und Aufsichtstätigkeiten und der Entwicklung des Geschäftsklimas. Ein umfangreiches Programm soll außerdem in den kommenden Jahren die Privatisierung von mehr als 900 staatlichen Unternehmen sichern.

Kasachstan ist in Zentralasien mit bisher USD 300 Mrd. DER Magnet für ausländische Direktinvestitionen. Insgesamt stiegen die ausländischen Direktinvestitionen seit 2015 um 58 Prozent und beliefen sich im Jahr 2018 auf USD 23 Mrd. Hauptsektoren der Direktinvestitionen bleiben auf Öl und Gas, sowie Bergbau und Metallurgie konzentriert. Kasachstan ist jedoch bemüht, andere Sektoren wie unter anderem IT, Start-ups, Renewables attraktiver für Investoren zu machen. Im Jahr 2019 wurde in der Stadt Saran das größte Solarkraftwerk in Zentralasien gebaut und mit einem Brutkasten für Tech-Startups in Nur-Sultan das kasachische Start-up Eco System ausgebaut.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Kasachstan ist Österreichs bedeutendste Exportdestination in Zentralasien und drittgrößter Exportmarkt in der GUS, hinter Russland und der Ukraine.Das bilaterale Außenhandelsvolumen betrug 2018 insgesamt 1,6 Mrd. Euro Im ersten Halbjahr 2019 legten die österreichischen Exporte um 13 Prozent stark zu und beliefen sich auf 91,7 Mio. Euro. Die wichtigsten Warengruppen im österreichischen Export sind traditionell Pharmazeutika, diverse Maschinen und Anlagen, Mess- und Prüfinstrumente, Papier und Pappe, Waren aus Eisen und Stahl, die v.a. in die Ölindustrie verkauft werden, keramische Erzeugnisse sowie essbare Zubereitungen und Getränke.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Kasachstan.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Almaty für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Kasachstan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Erneuerbare Energien

Kasachstan ist ein großes, jedoch spärlich besiedeltes Land mit vielen natürlichen Ressourcen. Schnelles wirtschaftliches Wachstum seit der Erlangung der Unabhängigkeit vor mehr als 25 Jahren hat zu einer Steigerung des Energiekonsums geführt. Aktuelle Projektionen der EBRD gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach elektrischer Energie bis 2030 jährlich um +2,5 % erhöhen wird.

Trotz der weiterhin bestehenden Dominanz fossiler Energieträger kommt es vermehrt zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Deren technisches Potential schätzt UNDP auf 4,12 Mio. MW. Alleine durch die volle Ausschöpfung des Windkraftpotenzials könnte Kasachstan seinen nationalen Energiebedarf 10-fach abdecken. Aktuell liegt der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion in Kasachstan bei knapp 1 %. Durch den Beschluss unterschiedlicher Strategien und Gesetzesakte hat die kasachische Regierung die rechtliche Grundlage für die gesteigerte Nutzung erneuerbarer Energiequellen geschaffen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Kasachstan hat mit seinen politischen und gesetzlichen Initiativen zur Förderung erneuerbarer Energien Neuland betreten. In allen Bereichen erneuerbarer Energien besteht deshalb großer Entwicklungs- und Investitionsbedarf. Neben Wind, Solar und Hydro gibt es auch in der Nische der Bioenergie genug zu tun: Als riesiger Agroproduzent sind u.a. Themen wie Verwertung von Stroh und Baumwollresten ein Thema.

Gefragt ist die Planung und Projektierung von Projekten sowie deren Umsetzung. Des Weiteren ist man auf den Import von Ausrüstung und Anlagen zur Projektumsetzung angewiesen. Daneben können Anbieter mit Know-how für Energieeffizienz punkten. Das Engagement internationaler Finanzinstitutionen (IFI) wie z.B. der EBRD können interessierte Investoren zur Ko-Finanzierung und Absicherung nutzen bzw. ergeben sich auch Beratungsaufträge rund um IFI-finanzierte Projekte Geschäftschancen. Einige österreichische Unternehmen haben in den vergangenen Jahren bereits beachtliche Erfolge im Bereich der erneuerbaren Energien in Kasachstan gefeiert.

Sie suchen ausführlichere Informationen zum kasachischen Energiemarkt und Renewable-Projekten? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Almaty.

Agrarwirschaft

Kasachstan war nicht nur einer der wichtigsten Rohstofflieferanten der ehemaligen Sowjetunion, sondern auch eine ihrer größten Kornkammern. Nach dem Zusammenbruch des Landwirtschaftssektors in den 1990er Jahren erholte sich dieser schnell und wuchs vor allem in den vergangenen zehn Jahren beträchtlich. Laut offiziellen Daten entfiel 2017 auf die Land-, Forst- und Fischwirtschaft ein Anteil von 4,43 % des BIP. Der Agrarsektor wird neben anderem als prioritäre Kraft zur Verringerung der wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Öl- und Gassektor gesehen. Knapp ein Viertel aller Beschäftigten Kasachstans ist im landwirtschaftlichen Sektor tätig (mit derzeit abnehmender Tendenz).

Der Staat fördert das Wachstum und die Modernisierung des Agrarsektors und die Lebensmittelproduktion im Inland. Das erste Regierungsprogramm „Agrobusiness 2020“, welches im Jahr 2014 begannt, wurde durch ein neues „Regierungsprogramm zur Entwicklung der Agrarwirtschaft 2017 – 2021“ erweitert. Eines der Ziele dieses Programms ist es, der Auslandsabhängigkeit bei Grundnahrungsmitteln entgegenzuwirken (der Importanteil beträgt derzeit über 20 %). Ebenso wird der Kreditzugang für kleinere und mittlere Betriebe durch dieses Programm verbessert. Die staatlichen Anreize umfassen unter anderem zinsgünstige Darlehen, Investitionsförderungen für Bauarbeiten sowie Landmaschinen und –anlagenkauf, Vergütung von Kredit- und Leasingzinsen, Erstattung der Ausgaben für Futter und veterinärmedizinische Vorkehrungen etc.

Chancen für österreichische Unternehmen
Österreichische Unternehmen können vor allem mit dem Image des Technologieführers und Qualitätsgaranten punkten. Langsam aber stetig bildet sich bei kasachstanischen Geschäftsleuten ein Bewusstsein für Investitionen, die sich langfristig amortisieren und europäische Qualität hat einen steigenden Stellenwert. Kasachstans enormer Bedarf an modernen Landmaschinen, bzw. Know-how zur Steigerung der Produktionseffizienz bietet österreichischen Unternehmen im Agrarbereich interessante Geschäftsmöglichkeiten.

Sie suchen ausführlichere Informationen zum kasachischen Landwirtschaftssektor? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Almaty.

Anlagenbau und Smart Factory

In Kasachstan existieren laut aktueller Zählung des kasachischen Maschinenbauverbands rund 1.800 Maschinenbau-Unternehmen. 28 % des Gesamtoutputs des Sektors wird durch Automobilhersteller generiert, gefolgt von elektrischen Maschinen mit 22 % und Bahntechnik mit 21 %. Die kasachischen Maschinenbauer haben einen Anteil von 4,4 % an der Gesamtindustrieproduktion des Landes. Der Sektor beschäftigt derzeit rund 65.000 Menschen. Ein Großteil der Produktionsausrüstung ist veraltet und es besteht ein großes öffentliches Interesse an der Modernisierung des Sektors. Erst im September 2018 wurde ein „Plan zur Entwicklung der Maschinenbauindustrie Kasachstans für 2019 – 2020“ durch den kasachischen Maschinenbauverband und das Ministerium für Industrie und Infrastrukturentwicklung verabschiedet.

36,5 % der Importe nach Kasachstan umfassen Maschinen und Anlagen. Die Liste der Hauptimporteure wird angeführt von Russland (27,4 % Importanteil), gefolgt von China (21,4 %) und Deutschland (8,1 %). Aufgrund des hohen Altgerätebestandes und der weiterhing geringen Eigenproduktionskapazität wird die Nachfrage nach im Ausland produzierten Maschinen auch längerfristig hoch bleiben. Hochwertige Maschinen aus Europa sind begehrt und genießen gegenüber Billigwaren aus anderen Ländern ein gutes Image. Trotzdem bilden diese aufgrund deren niedrigen Preises weiterhin die größte Herausforderung und Konkurrenz für europäische Qualitätswaren.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Maschinen und Anlagen stehen in Kasachstan für Qualität und genießen ein positives Image. Dies schlägt sich auch immer wieder in der österreichischen Exportstatistik nieder: Maschinen belegten nach Pharmazeutischen Erzeugnissen konstant Platz 2 der wichtigsten Exportgüter nach Kasachstan. Interessante Geschäftspotentiale bietet kasachische Rohstoffsektor, der weiterhin der wichtigste Nachfrager in Kasachstan ist. Weitere Absatzmöglichkeiten bestehen bei Landtechnik, im verarbeitenden Gewerbe, sowie in der kasachischen Bauwirtschaft.

Sie suchen ausführlichere Informationen zum kasachischen Maschinenbausektor? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Almaty.

Gesundheitssystem & Einrichtungen

Die nationale Gesundheitspolitik wird von der kasachischen Regierung festgelegt und durch die nationalen und lokalen Behörden umgesetzt. Seit 2016 gibt es eine neu eingeführte gesetzliche Krankenversicherung, im Rahmen derer der Staat eine kostenlose medizinische Behandlung in einem festgelegten Umfang garantiert. Dienstleistungen, die nicht als essentiell angesehen werden, wie beispielsweise Zahnbehandlungen, plastische Chirurgie o. ä. sind gebührenpflichtig. Erste Hilfe oder Behandlungen in akuten Fällen werden gebührenfrei geleistet. Die Regierung setzt verstärkt auf

die Schaffung eines einheitlichen Gesundheitsinformationssystems, den Bau und die Einrichtung von Krankenhäusern, Kliniken und Laboratorien, Produktionswachstum von einheimischen wettbewerbsfähigen pharmazeutischen und medizinischen Produkten, Investitionsmöglichkeiten im Gesundheitssektor für private Unternehmen und die Ausbildung und Umschulung von Gesundheitsfachkräften.

Chancen für österreichische Unternehmen

Der größte Anteil der Medizintechnik-Importe kommt aus Deutschland (17,6 Prozent), gefolgt von China (14,4 Prozent), USA (12,9 Prozent) und (Japan 9,1 Prozent). Österreich steuert mit 0,6 Prozent hierzu noch einen verhältnismäßig kleinen Beitrag bei. In Kasachstan gibt es ca. 70 Pharmaproduzenten, die rund 14 Prozent des Bedarfes an Medikamenten und medizinischen Produkten abdecken. Die restlichen 86 Prozent werden importiert. Der Markt für medizinische Geräte in Kasachstan wächst zunehmend, dennoch ist das Land stark vom Import medizinischer Geräte abhängig. Vor allem im Bereich der medizinischen Ausrüstung gibt es eine hohe Nachfrage, speziell bei Diagnosegeräten, Medizinische Laser, Endoskopen und im Bereich der zahnärztliche Ausrüstung. Die kasachische Regierung unterstützt im Zuge des Reformplans ausländische Geldgeber, die im Bereich der medizinischen Hochtechnologie in den Standort Kasachstan investieren. Langfristig bietet der kasachische Markt großes Potenzial. Der Nachholbedarf im Medizinsektor, das Bevölkerungswachstum und die steigende Lebenserwartung sowie die wachsenden Realeinkommen wirken sich positiv auf die Nachfrage im Medizinsektor aus.

Sie suchen ausführlichere Informationen zum kasachischen Gesundheitssektor? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Almaty.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Kasachstan problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Almaty anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Kasachstan.

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Kasachstan haben.

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