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Die litauische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Riga hat die wichtigsten Informationen zur litauischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage

Litauens Wirtschaft erreichte bereits im 1. Quartal 2021 wieder das Vor-Covid-Niveau, nachdem der Rückgang im Pandemie-Krisenjahr 2020 dank angemessener Finanzpolitik, gezielter nationaler Unterstützungsmaßnahmen, der Resilienz der Industriefertigung und der relativ geringen Abhängigkeit vom Incoming-Tourismus unter einem Prozent gelegen war. 2021 wurde das wiedererstarkte Wachstum von +5,1% vor allem von Privatkonsum, Industrieproduktion und Außenhandel getragen. Damit setzt das krisenerprobte Land seinen langjährigen dynamischen Konversionskurs fort.

Besondere Entwicklungen

Litauen zählt zu den stärksten Verfechtern harter Wirtschaftssanktionen gegen Russland und ist bereit, deren Folgen kompromisslos zu tragen. Als erstes Land in der EU hat es im April einen kompletten Importstopp von russischem Gas umgesetzt.

Die anhaltend hohen Lohnsteigerungen führen zu zunehmender Kaufkraft, erhöhen aber auch den Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, ist der Sprung in technologieintensivere Produktion und Forschung entscheidend.

Sehr erfolgreich entwickeln sich die innovativen Branchen BioTech und FinTech. In der traditionell wichtigen Logistikbranche kommen Transithändler auf der West-Ost-Achse unter Druck; umgekehrt gewinnt das Schienenverkehrs-Großprojekt „Rail Baltica“ für die Nord-Süd-Anbindung noch an Bedeutung; im Straßentransport sind litauische Lkw-Flotten europaweit aktiv.   

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Mit einem Waren- und Dienstleistungsaustausch von insgesamt EUR 1,35 Mrd. im Jahr 2021 ist Litauen weiterhin mit Abstand der wichtigste der drei baltischen Handelspartner.

Die österreichischen Warenexporte nach Litauen konnten 2021 besonders dynamisch um +27,2% auf EUR 341,6 Mio. steigen. Auch die Bezüge aus Litauen legten in allen wichtigen Warengruppen stark um +21% auf EUR 333,48 Mio. zu.

Im Gegensatz zu dieser fast ausgeglichenen Handelsbilanz erzielte Litauen ein hohes Dienstleistungsaktivum: dabei dominieren die litauischen Transportleistungen mit EUR 540 Mio.

Litauen ist als Partner für wettbewerbsfähige Industriezulieferungen für österreichische Unternehmen – insbesondere in Kleinserienfertigung – interessant. Daneben besteht noch ungenütztes Potential für Nearshoring-Standorte in Litauen bei der Neuausrichtung von Lieferketten.  

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Litauen.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Riga für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Litauen der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Logistik

Die Bedeutung und Wichtigkeit der Transport- und Logistikbranche für Litauen zeigt sich in der Tatsache, dass dieser Wirtschaftssektor sogar während der Wirtschaftskrise keinen gravierenden Einbruch erlitt. Ganz im Gegenteil konnte sogar eine Zunahme des Umsatzes im Transportsektor verzeichnet werden. Dies zeigt deutlich eine stabile Stärke der Branche, welche 2017 über 11 % zum landesweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitrug.

Angesichts der hervorragenden geographischen Lage ist Litauen mit allen Transportmitteln schnell und einfach zu erreichen. Litauen hat ein außerordentlich gut ausgebautes Verkehrsnetz. Insbesondere die Straßen- und Bahnnetze sind generell gut organisiert und bestens mit dem wichtigen Ostseehafen Klaipeda verbunden.

Zusätzlich stärkt der Umstand, dass die vom Staat geförderte Weiterentwicklung hochtechnologischer Logistiklösungen, darunter multimodale öffentliche Logistikzentren, gut funktioniert. Mit diesen Ausbauten ist ein effektives Netz für die Frachtbeförderung auf See, mit der Bahn und auf der Straße weiterhin gewährleistet und lässt den Transport- und Logistiksektor weiter wachsen.

Somit stellt die Transport- und Logistikbranche zweifelsohne einen mehr als interessanten Bereich dar, wenn man die zukünftige Entwicklung in Litauen betrachtet. Die günstige Lage Litauens an wichtigen internationalen Verkehrskorridoren in ostwestliche und nordsüdliche Richtung, ein gut ausgebautes Transportnetz, moderne Logistikterminals und beste internationale Beziehungen lassen für die Transport- und Logistikbranche auch zukünftig beste Aussichten zu.

Chancen für österreichische Unternehmen

Litauische Unternehmer haben auf Grund der langen Erfahrung als Transitland dementsprechend viel Routine und Expertise in der Zusammenarbeit mit dem Westen und Osten, was besonders in der Kommunikation mit Russland von großer Bedeutung ist.

Die Entwicklung des "Rail Baltica"-Schienenprojekts, welches die europäische Normalspur mit der in Russland gängigen Breitspur verbinden soll, bietet attraktive Geschäftsmöglichkeiten für Bahnzulieferungs- und Frachtbeförderungsunternehmen an.

Bei den Investitionsprojekten im Seehafenbereich sollte auch die geplante Expansion und der Betrieb des Tiefseehafens bei Klaipeda beobachtet werden. Dabei ergeben sich Geschäftschancen für Hafeninfratsrukturlösungen und –produkte anbietende Unternehmen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Transport und Logistik in Litauen? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga und holen Sie sich unser Branchenprofil ein.

Sicherheit/Aerospace

Sicherheit ist in Litauen wie auch im ganzen Baltikum ein großes Thema. Das Land erfüllt die Verpflichtung gegenüber der NATO, 2 % des Brutto-Inlandsproduktes den Militärzwecken zu widmen, bereits. Dabei sollen mindestens 20 % der Zuteilungen auf Ausrüstungsanschaffungen fallen. 

Die Prioritäten gelten den Investitionen in die Ausrüstung und Sicherheit, vor allem für die Anschaffungen von Transportmitteln, Sondertechnik, Waffen, Munition und Anlagen im Militärbereich, für die Entwicklung der Kommando- und Kommunikationstechnologien und selbstverständlich für die Cyber-Sicherheit.

Auf Initiative Litauens haben sich 2018 neun EU-Mitgliedstaaten bereit erklärt, eine schnelle Eingreiftruppe für Cyberangestellte einzusetzen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Zulieferungschancen an litauisches Heer bestehen für alle österreichischen Unternehmen, die Produkte und Services für den Militär- und den Cyber-Security-Bereich anbieten.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Sicherheit und Militärausrüstung in Litauen? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga

Zukunftstrends & Innovation

Litauen positioniert sich heutzutage in Europa als Hub für die Finanztechnologien. Der Markt wird sowohl von der Nationalbank als auch von den Fonds und Privatinvestoren bewegt. Ende 2018 waren in Litauen mehr als 100 FinTech-Unternehmen von der litauischen Nationalbank zugelassen, die sich vorwiegend mit den Geld- und e-Money-Transaktionen und Betrieb von Kreditplattformen beschäftigten. In der permanent wachsenden Branche sind insgesamt etwa 150 Unternehmen tätig.

Einer der bedeutendsten Faktoren für die Einschätzung des FinTech-Marktes ist die Menge von e-Money, die in Litauen Ende 2018 insg. etwa 188 Mio. Euro betrug. Gemäß der Anzahl von den in der EU zugelassenen e-Money-Unternehmen belegte Litauen mit 45 Unternehmen den 2. Platz EU-weit.

Zwecks Marktförderung hat die litauische Nationalbank zu den Testzwecken von Finanzinnovationen die sog. Sandbox (eng. regulatory sandbox) eröffnet, wo die FinTech-Firmen ihre Produkte unter den realen Zuständen ausprobieren können.

Die litauische Regierung hat einen Entwicklungsplan für den FinTech-Sektor befürwortet. Zu den Zielen gehört es, zusätzliche FinTech-Unternehmen nach Litauen heranzuziehen und ein günstiges Wirtschaftsklima für die FinTech-Unternehmen zu schaffen.

Unter anderen bereits in Litauen tätigen FinTech-Unternehmen sind solche Namen wie Contis Group, BBS, Forbis, Google Payment, Revolut, Instarem, TransferGo, Blender, FinBee, Coingate, SpectroCoin und viele andere zu erwähnen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Die Prozesse zur Erlangung von Tätigkeitszulassungen und anderen erforderlichen Genehmigungen laufen in Litauen 4 - 5 mal schneller ab als in anderen EU-Ländern. Die günstige Umgebung dient als Anlass zur Gründung nicht nur von einheimischen, sondern auch von ausländischen FinTech-Unternehmen. Die existierende Infrastruktur kann nicht nur für die operative Tätigkeit, sondern auch als Produkt- und Technologieentwicklungsstandort verwendet werden.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche FinTech in Litauen? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Riga.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Litauen.

Das AußenwirtschaftsCenter Riga berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Litauen haben.

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