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Die luxemburgische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Brüssel hat die wichtigsten Informationen zur luxemburgischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Nach einem relativ geringen Rückgang von 1,8% im Jahr 2020 – und damit weit unter dem Eurozonen-Durchschnitt von -6,5% – stieg das BIP im vergangenen Jahr um +7% kräftig. Dieses starke Wachstum wird hauptsächlich vom Finanzdienstleistungssektor und vom Privatkonsum getragen, der im dritten Quartal 2021 bereits über dem Vorkrisenniveau lag. Die Investitionen stiegen in den ersten beiden Quartalen, bevor sie im dritten Quartal 2021 zurückgingen. Fast alle Sektoren trugen 2021 positiv zum BIP-Wachstum bei, wobei die Informations- und Kommunikationsdienstleistungen die günstigste Dynamik aufwiesen. Trotz der hohen Impfrate wurde das Wachstum im vierten Quartal durch eine Verschlechterung der Pandemie-Situation, die zur neuerlichen Einführung zusätzlicher Maßnahmen führte, beeinträchtigt. Diese Einschränkungen betrafen vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie den Kultursektor. Dennoch blieb das BIP-Wachstum im letzten Quartal, auch wenn es sich verlangsamte, positiv.

Das BIP wird den Prognosen zufolge auch in den Jahren 2022 und 2023 weiter wachsen, wenn auch verhaltener als im Jahr 2021, mit Wachstumsraten von 3,9% bzw. 2,9%.

Besondere Entwicklungen 

Luxemburg zeigt eine überraschende Widerstandsfähigkeit sowohl in Bezug auf die wirtschaftliche Aktivität und die Beschäftigung als auch im Bereich der öffentlichen Finanzen. Der unmittelbare Fokus der Regierung – eine Koalition aus Liberalen, Sozialisten und Grünen unter dem Liberalen Xavier Bettel als Premierminister – liegt auf der Unterstützung und Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Erholung nach der Covid-Krise. Die Luxemburger Regierung handelte entschlossen und schnürte ein umfangreiches Hilfspaket, um die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus abzufedern. Die Kurzarbeit kostete dem Staat in den letzten beiden Jahren 784 Mio. Euro und weitere 805 Mio. Euro an Unterstützungsmaßnahmen wurden den Unternehmen gewährt.

Der derzeitige Anstieg der Energiepreise trifft die Privathaushalte, aber auch die Unternehmen hart. Für einkommensschwache Haushalte stellte die Regierung kürzlich ein Entlastungsprogramm in der Höhe von 75 Mio. Euro mit einem einmaligen Energiebonus von 200 bis 400 Euro und der Übernahme der Gasnetzkosten vor. Weiters werden die Mineralölsteuern bis Ende Juli 2022 um 7,5 Cent pro Liter gesenkt. Die Regierung einigte sich außerdem mit den Sozialpartnern auf eine Indexanpassung im April 2022, jedoch wird eine zweite Indexanpassung auf 2023 verschoben (in Luxemburg werden die Gehälter automatisch angepasst, wenn der durchschnittliche Verbraucherpreisindex im vorangegangenen Halbjahr um 2,5% gestiegen ist). Für von hohen Energiepreisen betroffene Unternehmen wird es Sonderhilfen geben.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Die österreichischen Exporte nach Luxemburg zeigten 2021 ein Plus von 4,8%. Insgesamt wurden Waren im Wert von 195,2 Mio. Euro ins Großherzogtum geliefert. Die Importe aus Luxemburg wuchsen noch kräftiger, nämlich um 22,7% auf 346,6 Mio. Euro. Das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich dadurch von 96,2 Mio. Euro auf 151,4 Mio. Euro.

Die wichtigste Exportkategorie war 2021 die der Maschinen, Apparate und mechanischen Geräte, die mit 31 Mio. Euro (-2,2%) einen Anteil von 15,9% an den Gesamtexporten aufweist. Auf den zweiten Platz fielen elektrische Maschinen und Geräte zurück, die um -43,6% einbrachen und mit 24,9 Mio. Euro 12,8% der Gesamtexporte darstellen. Auf den dritten Rang stiegen dank eines Zuwachses von +45% die Kunststoffe auf, die mit 15,3 Mio. Euro einen Anteil von 7,9% an den Exporten halten.

Es folgen Waren aus Eisen oder Stahl, die um +23,2% auf 15 Mio. Euro zunahmen, dank einer Steigerung von +33,3% bei den Schienen. Die Top-5 schließt die Gruppe der Möbel, Bettwaren, Beleuchtungskörper und vorgefertigten Gebäude, die um +29,5% auf 14,2 Mio. Euro wuchs. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Luxemburg

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Brüssel für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Luxemburg der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Verkehrs-Infrastruktur/Tiefbau 

Angesichts der stets steigenden Einwohnerzahl müssen die Infrastrukturen in Luxemburg angepasst werden. Eines der Hauptanliegen der Regierung ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Mobilität ist für Luxemburg von entscheidender Bedeutung, angesichts der hohen Zahl an Pendlern, die täglich mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit kommen. Ebenfalls müssen mehrere Krankenhäuser modernisiert und ausgebaut oder neugebaut werden. In Luxemburg besteht nach wie vor große Nachfrage an Wohnraum. Die Regierung hat inzwischen den Wohnungsbau zur Priorität erklärt und mit dem 600 Mio. Euro schweren Wohnbauprogramm die Errichtung von mehr als 10.000 staatlich finanzierten Wohnungen bis 2025 angekündigt. 

Chancen für österreichische Firmen 

Luxemburg bleibt als Zielmarkt für Projekte im Bau und Infrastruktur weiterhin extrem interessant. Die Affinität zu Österreich, das mit Qualität und Verlässlichkeit assoziiert wird, bietet dabei eine gute Ausgangsbasis. Deutsch ist als Geschäftssprache anerkannt und erleichtert die Kontaktaufnahme mit Kunden und Partnern.

Die Absatzchancen für hochqualifizierte Serviceleistungen österreichischer Betriebe sind sehr gut. Vor allem Firmen, die innovative und kostensparende Produkte und Materialien anbieten, haben in den nächsten Jahren vermehrt Absatzchancen. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Bau & Infrastruktur? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Brüssel

Erneuerbare Energien 

Mit einem sehr geringen Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch gehört Luxemburg zu den Schlusslichtern in Europa. Der Aktionsplan für erneuerbare Energie will hier ansetzen und den Einsatz von Biomasse, Photovoltaik und Windenergie verstärken.

Die luxemburgische Regierung will in Zukunft verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Demnach soll Luxemburg seine komplette Energieversorgung bis 2050 auf erneuerbare Energien umstellen. Im Bereich der Photovoltaik würde das den Bau von 437.000 neuen PV-Anlagen bedeuten. 

Chancen für österreichische Firmen 

Da Luxemburg einen hohen Nachholbedarf bei erneuerbaren Energien aufweist, ist mit starken Investitionssteigerungen zu rechnen. Aufgrund der im Land bestehenden hohen Ansprüche und der derzeitigen Entwicklungen ist der Markt für qualitativ hochwertige Produkte aus Österreich mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis durchaus positiv zu betrachten. Das Land ist vor allem interessant für österreichische Firmen mit Expertise im Bereich Windenergie, Photovoltaik und Biomasse.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Brüssel

Nahrungsmittel & Softdrinks

Fokus auf Bio 

In der Lebensmittelbranche ist Luxemburg stark auf Importe angewiesen.

Was die Kaufkraft angeht, befinden sich die luxemburgischen Konsumenten im internationalen Spitzenfeld: Der Einzelhandel profitiert von Haushaltsausgaben, die im Vergleich zu den Nachbarstaaten Belgien und Niederlande um etwa 60 % höher sind.

Eine besondere Herausforderung für den Lebensmitteleinzelhandel stellt jedoch die Zusammensetzung der luxemburgischen Bevölkerung dar: Einerseits beherbergt Luxemburg seit Jahrzehnten eine starke italienische und portugiesische Gemeinschaft, andererseits sind durch die in Luxemburg ansässigen europäischen Institutionen Staatsbürger vieler Nationalitäten hier ansässig geworden, deren jeweilige Einkaufswünsche zu befriedigen für den Einzelhandel eine besondere Herausforderung darstellt.

Bio-Lebensmittel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Im Moment kann die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln nicht gedeckt werden, weshalb Luxemburg auf den Import dieser Waren angewiesen ist. 

Chancen für österreichische Firmen 

Österreichische Waren und Erzeugnisse haben generell ein sehr gutes Image in Luxemburg. Der typische Luxemburger ist markenbewusst und auch gerne bereit, für qualitativ hochwertige Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. Daneben haben auch Aufmachung und Design einen wichtigen Stellenwert. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Nahrungsmittel & Getränke? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Brüssel.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Luxemburg problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Brüssel anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Luxemburg

Das AußenwirtschaftsCenter Brüssel berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Luxemburg haben.

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