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Die marokkanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Casablanca hat die wichtigsten Informationen zur marokkanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Nach einem beschleunigten Wachstum von +4,1 % im Jahr 2017, wurde 2018 eine leichte Abschwächung auf +3,1 % verzeichnet. Trotz der beachtlichen Steigerung der marokkanischen Exporte um 10,6 % hat sich das Handelsbilanzdefizit 2018 durch eine Zunahme der Importe um 9,8 % weiter verschlechtert. Im gesamten Jahr 2018 vergrößerte sich das Defizit um +10,9 % auf umgerechnet ca. 21 Milliarden US-Dollar. Das Budgetdefizit hat sich von -7,3 % (2012) auf -3,6 % (2017) verringert und bewegte sich auch 2018 auf demselben Niveau. Für die Leistungsbilanz nehmen Tourismuseinnahmen und Überweisungen der Auslandsmarokkaner eine wichtige Ausgleichsfunktion ein. Anfang 2018 hat die Zentralbank das Fluktuationsband gegenüber dem Währungskorb von +/- 0,3 % auf +/- 2,5 % erhöht und somit einen weiteren Schritt in Richtung Liberalisierung der Währung gesetzt. Ausländischen Direktinvestitionen haben sich um 28 % auf 3 Mrd. Euro gesteigert. Mit über 130 Firmen aus 22 Ländern konnte sich Casablanca als Finanzdrehscheibe für die Afrikanischen Märkte positionieren. Der Beschäftigungsgrad der Bevölkerung liegt bei 47 %, die Arbeitslosigkeit hat sich 2018 von 10,2 % leicht auf 9,8 % vermindert. Neue Industrien sorgen für Wachstumsimpulse: Phosphat-, Pharma-, Automobil- und Luftfahrtindustrie. Wichtiger entwicklungspolitischer Schwerpunkt Marokkos ist auch der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Marokko setzt bewusst auf erneuerbare Energiequellen und ist in Nordafrika regionaler Vorreiter: 2018 erreichte der Anteil der erneuerbaren Energien 38 % der Stromproduktion, bis 2020 soll dieser auf 42 % und bis 2030 auf 52 % erhöht werden. 

Besondere Entwicklungen

Obwohl die europäischen Exporte nach Marokko in absoluten Werten Jahr für Jahr zulegen, geht der Marktanteil der EU zugunsten von China, USA oder Türkei zurück. Die EU exportiert fast doppelt soviel nach Marokko, wie sie importiert. Seit Anfang der Dekade haben die österreichischen Exporte nach Marokko um 60 % zugelegt und die Importe aus Marokko haben sich mehr wie verdoppelt. Anfang 2019 wurde sowohl das neue Fischereiabkommen, als auch das Landwirtschaftsabkommen zwischen der EU und Marokko ratifiziert. Das Landwirtschafts­abkommen sieht eine weitere gegenseitige Liberalisierung des Handels mit Agrarprodukten vor. Internationale Kredite und OeKB Soft-Loans für Marokko: Marokko ist ein soft-loan-taugliches Empfängerland gemäß OECD Länderrisikokategorie 3. Anfang 2019 hat Marokko Kreditvereinbarungen in Höhe von USD 700 Mio. mit der Weltbank und 270 Mio. Euro mit der ADB unterzeichnet.

Situation Westsahara: Die Verabschiedung der EU-Abkommen über Landwirtschaft und Fischerei durch das Europaparlament bestätigt, dass „jedes Abkommen, das die marokkanische Sahara abdeckt, nur vom Königreich ausgehandelt und unterzeichnet werden kann, wenn es seine volle Souveränität über diesen Teil seines Territoriums ausübt.“ Durch besonders vorteilhafte Bedingungen sollen ausländische Investoren angezogen werden. Es bestehen keine Bedenken auf Firmenebene, Kontakte zu Unternehmen in der Westsahara zu pflegen.

Die wirtschaftliche Entwicklung Marokkos bleibt abhängig von der allgemeinen politischen Lage in Nordafrika und der wirtschaftlichen Dynamik in den EU-Staaten. 

Wirtschaftsbeziehungen in Österreich

Österreichische Ausfuhren ziehen an: kräftige Steigerung von +18 %. Fast die Hälfte der Ausfuhren von 162 Mio. Euro sind Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge wie Maschinen für die Textil-, Leder-, Nahrungs- und Futtermittelindustrie, Spezialmaschinen, Maschinen für die Kunststoffindustrie, Kompressoren, Kräne und Fördervorrichtungen.

Wareneinfuhr aus Marokko : Mit einem Volumen von 190 Mio. Euro konnten die Importe aus Marokko im Jahr 2018 um weitere +8,8 % zulegen. Die Position sonstige Fertigwaren wie Textilien, Bekleidung und Schuhe bildet den Hauptbestandteil der marokkanischen Lieferungen. Mit einem Zuwachs von +24 % konnten die Importpositionen Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge auf nahezu gleich hohe Werte zulegen.

Die Absatzchancen für österreichische Lieferungen bleiben gut: Der insgesamt positive Ausblick von ca. 3 % Wirtschaftswachstum für die Jahre 2019 und 2020 zieht mittelfristig Geschäftschancen in den unterschiedlichsten Bereichen nach sich: es gilt, Prozesse zu optimieren und die Industrie zu modernisieren.

Ausführliche Informationen zu Wirtschaftslage und wirtschaftlicher Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Marokko.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Casablanca für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Marokko der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Automotive

Marokko hat 2018 über 400.000 Autos erzeugt und gehört somit weltweit zu den Top 30 Automobilproduzenten, noch vor den Niederlanden, Portugal und Australien, und ist der wichtigste Exporteur in der MENA-Region. Inzwischen beschäftigen 200 Produktionsstätten der KFZ- und KFZ-Zulieferbranche mehr als 160.000 Menschen. Vor 5 Jahren wurde beispielsweise das Renault-Dacia-Werk eröffnet, das neue Automobilwerk von PSA-Citroën mit einer Investition von mehr als 600 Mio. Euro soll 2019 seinen vollen Betrieb aufnehmen und auch der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD hat die Errichtung eines großen Werks mit mehr als 2.500 Beschäftigen angekündigt. VW und Ford evaluieren ebenfalls die Errichtung eines Werks in Marokko. Zudem haben Zulieferer wie Leoni, Valeo, Simoldes, Alfagomma, Kansai, Delfi oder auch Magna und Hirschmann aus Österreich neue Produktionswerke oder Erweiterungsinvestitionen angekündigt. Anreiz für diese Investitionen sind die niedrigen Produktionskosten sowie die strategisch günstige Lage zwischen den Heimatmärkten in Europa und der Region Afrika/Nahost.

Mittlerweile erwirtschaftet die KFZ-Industrie nahezu 30 % der Gesamtausfuhren (2011: 1,5 %). Das Umsatzziel für 2020 liegt bei 10 Mrd. Euro. Ab 2022 sollen in Marokko eine Million Fahrzeuge vom Fließband laufen und die lokale Integration der Zulieferungen von derzeit 52 % auf 80 % gesteigert werden.

Die Automobilbranche erweitert sich derzeit vor allem durch Spezialisierungen mit hoher Wertschöpfung wie Verglasungen, Aluminiumfelgen, Lenk- und Getriebesysteme und sogar Business Engineering. Weitere Zulieferer für Stoßdämpfer, Armaturenbretter und Navigationssysteme planen eine Niederlassung.

Chancen für österreichische Unternehmen

Der marokkanische Automobilindustrieverband AMICA geht mit den Herstellern PSA und Renault in die zweite Runde. Gesucht werden investitionswillige Zulieferer/Erzeuger nachstehender Produktgruppen: 

  • Motorkomponenten (PSA ist 100 % Käufer, Renault ist Abnehmer für die Beschaffung): Motorblock, Zylinderkopf, Nockenwelle, Verbindungsstange, Kurbelwelle, Motorsegmente, Motorlager, Starter, Lichtmaschine, Wasserpumpe, Ölpumpe, Motorgehäuse, Ventil, Auspuffkrümmer, Injektor, Zündkerze, Einspritzpumpe, Ventil, Becher, Servolenkung, Motorhalterung
  • Bremssysteme (PSA und Renault sind Käufer): Servobremse, Hauptzylinder, Radzylinder, Bremsscheibe, Bremstrommel, Hinterachsen, Sensor-Bremssattel, ABS, ESP, Keramikbremsbelag
  • Darüber hinaus besteht sehr großes Interesse an Herstellern von elektrischen Fahrzeugen und an Autoreifenproduzenten.

Das AussenwirtschaftsCenter Casablanca sucht derzeit österreichische Firmen, die Interesse haben, sich in Marokko zu etablieren um die Autoindustrie zu begleiten. Geplant ist eine Incoming-Mission im Herbst 2019 aus Marokko mit Vertretern der Automobilindustrie. Ein Gegenbesuch soll im Frühjahr 2020 stattfinden, mit einem kompakten Programm: Besichtigung der Automobil-Freihandelszonen Kenitra und Tanger, Ausbildungszentren (Casablanca, Kenitra) und der Renault- und PSA-Werke, sowie Gespräche mit Fachexperten, Einkaufsleitern, Entscheidungsträgern und Vertretern der Regierung.

Agrarwirtschaft

Die guten Erträge in den letzten Jahren haben spürbar das Einkommen der ländlichen Bevölkerung gehoben. Durch staatliche Programme wie dem „Plan Maroc Vert“ (PMV) wurden auch Akzente zur Effizienzsteigerung und Modernisierung in der Landwirtschaft gesetzt. Nach einer Rekordernte 2017 waren die landwirtschaftlichen Erträge 2018 leicht rückläufig. Für 2019 wird eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion von 5 % erwartet. Mit einem BIP-Anteil von 15 % und einem Beschäftigtenanteil von fast 40 % bleibt die nach wie vor stark witterungsabhängige Landwirtschaft maßgeblicher Faktor für Konjunkturentwicklung, Konsum und Beschäftigung.

Anfang 2019 wurde das Landwirtschaftsabkommen zwischen der EU und Marokko ratifiziert. Das Abkommen umfasst auch Produkte, die aus dem Gebiet der Westsahara stammen und sieht eine weitere gegenseitige Liberalisierung des Handels mit Agrarprodukten vor.

Chancen für österreichische Unternehmen

Der Modernisierungsdruck, der auf der Branche lastet, eröffnet interessante Chancen für österreichische Unternehmen: Marokko ist nach wie vor hauptsächlich auf Importe von Maschinen, landwirtschaftlichen Geräten und andere Ausrüstung angewiesen. Die Einfuhr erfolgt in der Regel über designierte Handelsvertreter, Importeure oder Direktbezieher. Teil des PMV ist die Verdoppelung des Bestandes an Traktoren bis 2020. Insgesamt liegt der Bestand 2015 bei 60.000 Traktoren. Jedoch verläuft die Ausrüstung mit Landtechnik trotz Anstrengungen der marokkanischen Regierung hinter den Zielsetzungen des PMV. Die Verkäufe von Traktoren sind stark niederschlagsabhängig, in Spitzenjahren werden bis zu 7.000 Einheiten verkauft. 2013 beliefen sich die Importe von Landtechnik auf rund 197 Mio. Euro. Dies zeigt, dass es durchaus Potenzial für internationale Unternehmen gibt, da die Einfuhr von Traktoren rund 80 % der gesamten Landtechnikimporte ausmacht und deswegen ein guter Indikator für den Mechanisierungsgrad ist. Vor allem gefragt sind robuste, leicht bedienbare Maschinen. Ebenso ist das Know-how im Bereich der Ausbildung zur Wartung und Pflege der Landtechnik stark gefragt.

Weitere gute Absatzchancen für österreichische Exportunternehmen gibt es im Bereich Viehzucht, Solarpumpen, Bewässerungssysteme und Biodünger.

Ebenso besteht ein großes Marktpotential im Bereich der Weiterverarbeitung von Agrarprodukten. Die marokkanische Regierung ist in den letzten Jahren immer mehr um den Aufbau einer Lebensmittelindustrie bemüht, die den europäischen Qualitäts- und Hygienestandards entspricht. Seit der Gründung des Amtes für Lebensmittelsicherheit ONSSA Anfang 2009 treiben die immer umfangreicher werdenden Hygienerichtlinien für Lebensmittel sowie deren Herstellung, Lagerung, Verarbeitung, Verpackung und Etikettierung die professionelle Entwicklung des Sektors voran. Dies setzt vor allem die Verarbeiter von empfindlichen Waren (Molkereiprodukte, Fleisch, Geflügel, etc.) unter Druck, moderne Schlachthöfe, Verarbeitungszentren und Verteilerzentralen einzurichten. Zudem formieren sich aktuell Verbraucherschutzbewegungen, die transparente Herstellungsprozesse und hygienisch und geschmacklich einwandfreie Produkte fordern. Dadurch ergeben sich gute Absatzchancen für Lebensmittelzusatzstoffe sowie ein hohes Potenzial für Hersteller von Maschinen und Produktionstechnologien. Die getreide-, gemüse- und fischverarbeitende Industrie braucht neue Maschinen, um ihre Produktivität erhöhen zu können. Auch Verpackungstechnik und -anlagen sowie Verpackungsmaterialien für verderbliche Lebensmittel sind gefragt. Im Zuge der zunehmenden Qualitätskontrollen gibt es auch Absatzchancen für Laborausrüstung und -technik. Im Sinne des Innovationsdrucks bieten sich auch gute Chancen für österreichisches Know-how und Consulting-Dienste.

Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau

Wichtiger entwicklungspolitischer Schwerpunkt Marokkos ist der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die im Eiltempo ausgebaut wird. Projekte wie der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Tanger und Casablanca, der doppelgleisige Eisenbahnbau der Strecke Fes-Meknès, Straßenbahnprojekte in Rabat und Casablanca, Autobahnverbreiterungen und -verbindungen sowie Flughafenausbau setzen in der Verkehrsinfrastruktur neue Akzente, die auch den ländlichen Raum erschließen. Die staatlichen Investitionen haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. 

Die Flughafeninfrastruktur Marokkos nimmt mit 16 internationalen Flughäfen, 10 nationalen Flughäfen, 6 Militärflughäfen und mehr als 20 weiteren Landepisten eine zentrale Funktion in der Globalisierung der marokkanischen Wirtschaft sowie in den ehrgeizigen Entwicklungsplänen für den Tourismussektor ein. 

Zwei Milliarden Euro sind in den Seehafen Tanger-Med bei Tanger investiert worden, der 2007 seinen Betrieb aufgenommen hat. 2013 veröffentlichte die Regierung Pläne für den Neubau des Hafens Nador West Med an der Mittelmeerküste. In zwei Bauabschnitten soll ein moderner Erdölterminal 25 Mio. t Verarbeitungskapazität entstehen. 2014 wurde ein Fünfjahresplan für den weiteren Hafenausbau beschlossen. Die ANP plant in diesem Rahmen Projekte mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 562 Mio. Euro. Unter anderem soll in Safi ein weiterer Industriehafen entstehen, in Agadir soll ein Hafen mit einem neuen Kreuzfahrtterminal den Tourismus weiter fördern. All diese Investitionen sorgten dafür, dass Marokko im Jahr 2014 auf den weltweit 16. Platz beim Liner Shipping Connectivity Index der UNCTAD aufgestiegen ist. Dieser Index misst unter anderem anhand der Anzahl an Containerschiffen und der Liniendienste, inwieweit Länder in das globale Schifffahrtsnetzwerk eingebunden sind. Somit hat sich Marokko zu einer Drehscheibe des internationalen Handels entwickelt. 

Wichtigstes aktuelles Projekt der marokkanischen Eisenbahngesellschaft (ONCF) ist der LGV Maroc (ligne à grande vitesse). Dabei handelt es sich um das erste Hochgeschwindigkeitsnetz Afrikas, das dem französischen TGV-Netz nachempfunden ist und im Jahr 2035 eine Länge von 1500 km erreichen soll. Geplant sind zwei Hauptstrecken: eine rund 900 km lange „atlantische Linie“ (TangerRabatCasablancaMarrakeschAgadir) und eine rund 600 km lange „Maghreb-Linie“ (Rabat–MeknèsFèsOujda). Die erste Etappe der atlantischen Linie von Tanger bis Kenitra beträgt 200 km und wurde im November 2018 eröffnet.

Die Neubaustrecke soll nicht nur die Reisezeiten drastisch verkürzen (Höchstgeschwindigkeit 320 km/h), sondern auch die bereits bestehenden stark beanspruchten und kurvenreichen Strecken zwischen Casablanca und Tanger entlasten. Die Verlagerung des Personenfernverkehrs auf die Schnellfahrstrecken soll Kapazitäten für den Güterverkehr auf den atlantischen Altbaustrecken öffnen.

Langfristig ist die Erweiterung der Maghreb-Linie über die Grenze bis nach Algier und Tunis vorgesehen. Zudem bestehen Pläne für einen Anschluss der LGV Tanger-Kenitra an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz. Dies soll ein Gibraltartunnel unter der Straße von Gibraltar, der Tanger mit Tarifa in der spanischen Region Andalusien verbindet, ermöglichen. Die Hauptstädte Rabat und Madrid würden dann nur 4 Zugstunden voneinander trennen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Angesichts der zahlreichen Straßen-, Schienen-, Wasserstraßen- und Luftfahrtinfrastrukturprojekte sind in Marokko in sämtlichen Bereichen Innovation, neue Technologien, Knowhow und Expertise gefragt. Gesucht werden u.a. innovative Bautechnologien, Maschinen und Ausstattung für Bau und Infrastruktur, Sonderfahrzeuge, Hafen-/Flughafenausstattung, Sicherheitstechnik, Bauausrüstung und Schalungstechnik, Baustoffe und neue Materialien sowie Expertise und Materialien in den Bereichen Energieeffizienz, Brückenbau, Eisenbahn und Personenbeförderung, Ingenieurwesen.

Weitere Informationen zu den Schwerpunktbranchen und den Geschäftschancen für österreichische Unternehmen erhalten Sie beim AussenwirtschaftsCenter Casablanca: Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Marokko problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Casablanca anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Marokko

Das AußenwirtschaftsCenter Casablanca berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Marokko haben.