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Die neuseeländische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Sydney hat die wichtigsten Informationen zur neuseeländischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Das Bruttoinlandsprodukts (BIP) Neuseelands stieg 2017 um 3,2, was nach einem Wachstum von 4,0 % im Jahre 2016 zwar eine Verringerung darstellt, jedoch deutlich über den Prognosen von 2,3 % liegt. Damit liegt Neuseeland im weltweiten OECD-Vergleich sehr gut.

Die wichtigsten Impulsgeber im letzten Jahr waren der sich weiterhin äußerst positiv entwickelnde Bausektor, der satte 6,1 % zu Neuseelands BIP beiträgt. Auch nicht zu unterschätzen sind solide Einzelhandelsumsätze, wobei auch die Zuwanderung in Neuseeland (Bevölkerungswachstum +2 % p.a.) eine Rolle spielt, und die sehr erfolgreiche Tourismusbranche, die mit einem direkten Beitrag von 4,8 % zum BIP ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.

Besondere Entwicklungen

Nach dem überraschenden Rücktritt von John Key im Dezember 2016 und der Übernahme durch Vizeministerpräsident Bill English fanden im November 2017 Neuwahlen statt, bei denen bis zu einem Monat nach der Wahl nicht klar war, für welche Koalitionspartei sich die Kleinpartei NZ First entscheiden würde. Mit Jacinda Ardern, einer 37-jährigen Premierministerin der Labor Party, rückt das Land nach neun Jahren wirtschaftsliberaler Politik nach links. Erste Pläne der Labor-Partei beinhalten Restriktionen im Immobilienkauf seitens Ausländern, Gratis-Hochschulausbildung im ersten Jahr, sowie Umweltschutz. Die ersten 100 Tage ihrer Regierung wurden durchwegs positiv bewertet.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die österreichischen Exporte nach Neuseeland sind relativ breit gefächert, wobei der Schwerpunkt bei Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeugen liegt. 2017 sind die Exporte von 116,87. Euro auf 143,89 Mio. Euro gestiegen, was einem Plus von 23,1 % entspricht.

Der Wert der österreichischen Importe aus Neuseeland stieg im gleichen Zeitraum von 49,17 Mio. Euro auf 61,02 Mio. Euro, was einem Wachstum von 23,5 % entspricht. Die wichtigsten Einfuhrgüter aus Neuseeland sind landwirtschaftliche Erzeugnisse und diverse Maschinen.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Neuseeland.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Sydney für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Neuseeland der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Erneuerbare Energien

Mit der Ratifizierung des Paris-Protokolls verpflichtete sich Neuseeland seine Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren (Basisjahr 2005). Ziel der neuseeländischen Regierung ist es durch eine optimale Energienutzung und den Ausbau erneuerbarer Energien eine emissionsarme Wirtschaft zu etablieren. Neuseeland’s Emissionen stammen hauptsächlich aus dem Landwirtschafts- und Energiesektor (inkl. Verkehr/Transport), wobei 40 Prozent der Gesamtemissionen aus letzterem stammen. Der Anteil erneuerbarer Energien – hauptsächlich Wasser, Wind und Geothermie – an der neuseeländischen Stromerzeugung liegt bei 82 Prozent. Betrachtet man allerdings den Gesamternergieverbrauch ist der Anteil erneuerbarer Energien lediglich 40 Prozent und somit deutlich hinter dem fossiler Brennstoffe mit 60 Prozent.

Mit der Energiestrategie 2011-2021 sowie der begleitenden New Zealand Energy Efficiency and Conservation Strategy 2017-2022 (NZEECS) werden derzeit erneuerbare Energien, Energieeffizienz und innovative Technologien gefördert. Im Fokus stehen dabei:

  • die Erzeugung von Prozesswärme aus erneuerbaren Quellen und deren effiziente Nutzung
  • eine effiziente und emmissionsarme Mobilität
  • ein effizienter Stromverbrauch 

Chancen für österreichische Unternehmen

Potentiale für österreichische Unternehmen gibt es vor allem für Anlagen zur Bereitstellung von Prozesswärme aus erneuerbaren Energien (z.B. thermische Solarenergie, Wärmepumpen oder Biomasse-Anlagen), Biokraftstoffe, E-Mobilität, Photovoltaik sowie Green Building.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Sydney

Hochbau/Baustoffe

Mit 6 % Anteil am BIP ist die neuseeländische Bauindustrie einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes, noch vor IT Services und der traditionell starken Forstwirtschaft. Die Bauwirtschaft erzielt jährlich eine Bruttowertschöpfung von rund NZ$ 15,3 Milliarden (ca. 9,1 Milliarden Euro).

Die Wiederaufbauarbeiten nach den Erdbeben der jüngeren Vergangenheit sind zwar weitgehend abgeschlossen und der Immobilienboom in Auckland hat sich auf Grund geringerer Einwanderungszahlen auch etwas abgeschwächt, trotzdem ist die Bauleistung derzeit weiterhin hoch. Dabei schlagen nun auch Projekte der sozialistischen Regierung stark durch, die massiv in die Erneuerung und den Ausbau der sozialen Infrastruktur und den öffentlichen Nahverkehr investiert. Im Straßenbereich sind die Investitionen hingegen derzeit eher stagnierend.

Das seit Jahren dominierende Bauunternehmen Fletcher, das den Sektor von Geräten und Maschinen über Baumaterialien und Zulieferungen bis hin zu Design Built Projekten abdeckte, kam 2018 in Schieflage und zieht sich aus dem gewerblichen Hochbau und einigen anderen, wenig profitablen Bereichen zurück. Die extreme Niedrigpreispolitik, die das Unternehmen vor allem dazu eingesetzt hatte, die Konkurrenz aus dem Markt zu halten/drängen, ist nach Einschätzung von Experten Mitschuld für diese während eines Baubooms unerwartete Entwicklung. Darüber hinaus bot das Unternehmen Kostengarantien, die bei der Material- und Arbeitskostenentwicklung ebenso zu hohen Verlusten geführt haben, wie die fehlende Projektmanagementerfahrung bei Großprojekten. Besonders bei Letzteren wird daher in Zukunft eine vermehrte Beteiligung von internationalen Firmen erwartet.

Chancen für österreichische Unternehmen

In der neuseeländischen Bauindustrie wird vor allem auch aus Kapazitäts- und Kostengründen immer mehr Technologie verwendet, wobei unter anderem auf prefabrication technology und die verstärkte Verwendung von IT (artificial intelligence, building Information modelling etc.) gesetzt wird.

Ein weiterer Trend in der Baubranche ist die Verwendung von Brettsperrholz (CLT = Cross Laminated Timber). Die zunehmende Beliebtheit von CLT ist darauf zurückzuführen, dass es ein attraktives Designelement und einfach und rasch zu verarbeiten ist. Auf Grund der neuseeländischen Bauordnung (Termitenschutz) und von strengen Biosecurity-Beschränkungen sind Importe allerdings mit erhöhten Kosten und Mehraufwand verbunden.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Bauwesen? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Sydney.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Neuseeland problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Sydney anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Neuseeland

Das AußenwirtschaftsCenter Sydney berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Neuseeland haben.