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Die niederländische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Den Haag hat die wichtigsten Informationen zur niederländischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Das Wirtschaftswachstum der Niederlande hat 2018 nach vorläufigen Berechnungen real 2,6% erreicht und soll sich nach der Augustberechnung des Zentralen Planungsbüros CPB 2019 mit1,8% und 2020 mit 1,4% fortsetzen. Damit wird die niederländische Wirtschaft das EU-Wachstum in den kommenden zwei Jahren nur noch leicht übertreffen. CPB rechnet trotz steigender Energieausgaben damit, dass die Kaufkraft der Bürger sowohl 2019 als auch 2020 mit 1,2% steigen wird. Im ersten Halbjahr 2019 konnten die Niederlande ihre Ausfuhren um 5,3% auf EUR 257,2 Mrd. erhöhen, während die Importe um 5,8% auf EUR 229,2 Mrd. stiegen. Die Handelsbilanz mit den EU-Staaten und Afrika weist einen Überschuss von rund EUR 45 Mrd. aus. Mit Amerika und vor allem Asien beläuft sich das Defizit auf EUR 26 Mrd.. Die Exporte zogen 2018 mit Plus 5,6% auf Euro 493,7 Mrd. leicht an.  Die Importe nahmen 7,7% auf Euro 440,5 Mrd. zu.

Im Global-Competitiveness-Index 2018 des World Economic Forum (WEF) nehmen die Niederlande weltweit nach der Schweiz, den USA, Singapur, Deutschland und Japan, aber vor Hong Kong und dem Vereinigten Königreich den 6. Platz ein.  Langfristig befinden sich die hoch wettbewerbsfähigen und zu den europäischen Innovationsführern zählenden Niederlande auf einem stabilen, nachhaltigen Kurs mit einem durchschnittlichen jährlichen realen Wirtschaftswachstum zwischen ein und zwei Prozent bis zum Jahr 2050

Besondere Entwicklungen

Da die Niederlande im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen den CO₂-Ausstoß bis 2030 um 49% senken müssen, hat die Regierung Ende Juni 2019 nach intensiven nationalen Beratungen den neuen Maßnahmenkatalog zur Zielerreichung vorgestellt. Für die Schwerindustrie wird eine nationale CO₂-Steuer eingeführt, die bei EUR 30 pro Tonne beginnt und sich auf EUR 125 - 150 bis 2030 erhöhen wird. 14,3 Megatonnen an Kohlenstoffdioxid müssen durch die Industrie insgesamt eingespart werden. Durch steuerliche Maßnahmen im Energiebereich wird Strom billiger und Gas teurer werden.  Ein Wärmefonds wird aufgelegt, um z.B. die Kreditaufnahme für Wärmepumpen zu begünstigen. Im Mobilitätsbereich sollen elektrische Autos geringer besteuert werden und alle Neu-KFZ-Verkäufe sollten bis 2030 elektrisch sein. Dieselkraftstoff wird höher besteuert und die Einführung von Straßennutzungsgebühren bis 2026 wird weiter verfolgt. Wasserstoff soll für den Schwerverkehr eine wichtige Rolle spielen. Das niederländische Finanzministerium veröffentlichte am 2. Juli 2019 einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der geänderten EU-Anti-Tax-Avoidance-Richtlinie (ATAD2). Die neuen Rechtsvorschriften sollen ab dem 1. Januar 2020 in Kraft treten. Die niederländische Regierung wird damit der Steuervermeidung und Steuerhinterziehung für multinationale Unternehmen ein Ende setzen, die bis jetzt versuchen länderübergreifende Unterschiede bei Steuersystemen zu nutzen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

2018 erreichten Österreichs Exporte mit einem Plus von 14,7% auf Euro 2,9 Mrd. im dritten Folgejahr einen neuen Exportrekord.  Sehr gute Verkäufe waren bei Pharmazeutika, Kosmetika, PKW, KFZ-Motoren, Eisen und Stahl, Aluminium, Maschinen, Nahrungsmitteln und Getränken und auch Büchern zu verzeichnen.  Die führende Position bei den österreichischen Exporten in die Niederlande waren 2018 der Bereich Maschinen und Fahrzeuge mit einem Exportwert von Euro 1,3 Mrd. gefolgt von der Gruppe der bearbeiteten Waren mit Euro 546,5 Mio., darunter Papier, Eisen und Stahl, Metallwaren, Aluminium oder auch Holz. Traditionelle Exportstützen waren außerdem:  Messinstrumente, Optische Geräte, Motorräder, Spielgeräte, Bekleidung und Schuhe. Österreich importierte 2018 um 4,9% mehr Waren aus den Niederlanden als in der Vorjahresvergleichsperiode und kaufte damit für Euro 4,285 Mrd.  im Königreich ein.  Starke Zuwächse gab es bei mineralischen Rohstoffen, Kunststoffen, Pharmazeutika, Aluminium, elektrischen Maschinen, PKW und Fahrrädern (ohne Motor) und Bekleidung. Auch in den ersten fünf Monaten 2019 verbuchten die österreichischen Exporte einen Zuwachs von 7,5% auf EUR 1,234Mrd, während sich die Importe nur noch leicht um 2,6% auf EUR 1,814 Mrd. erhöhten.

Der Stand der österreichischen Auslandsinvestitionen in den Niederlanden erreichte 2018 mit Euro 29,6 Mrd.  fast das Rekordniveau von 2017 (EUR 29,9 Mrd.). Damit bleiben die Niederlande vor Deutschland an erster Stelle der Welt. Umgekehrt nahmen die Niederlande mit einem Stand an Direktinvestitionen in Höhe von Euro 13,9 Mrd.  in Österreich den vierten Platz ein. Die Niederlande bleiben als Investitionsstandort weiterhin attraktiv.  

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus den Niederlanden

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Den Haag für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Niederlande der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Nahrungsmittel/Softdrinks 

Die Niederlande zählen zu den weltgrößten Produzenten von Käse, Milchprodukten, Fleisch, Wurstwaren, Obst und Gemüsen, Bier, Schokolade und Stärkederivaten.

Die Mehrzahl der kleineren Supermarktunternehmen hat sich in der Einkaufsgenossenschaft Superunie (Teil von EMD) zusammengeschlossen. Den größten Marktanteil mit 35,4 % besitzt die Supermarktkette Albert Heijn (Ahold), gefolgt von Superunie (29,1 %). Der Umsatz niederländischer Supermärkte belief sich 2017 auf 35,5 Mrd. Euro.

Der niederländische Konsument interessiert sich derzeit zunehmend für Geschäftsmodelle, bei denen ein Laden gleichzeitig als Supermarkt, Imbiss, Traiteur und z.B. Elektronik- oder Kleidungsgeschäft fungiert. Die Grenzen zwischen LEH, Gastgewerbe und Lifestyle verschwimmen rasch 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Firmen, die im Allgemeinen erfolgreich durch eine gesunde Produkt- und Qualitätspolitik in den Nachbarländern Fuß gefasst haben, finden durchaus auch Chancen in den Niederlanden vor. Gerade der Sektor der biologischen Produkte zeigt aber noch sehr gutes Aufnahmepotential.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Nahrungsmittel/Softdrinks? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Den Haag.

Möbel/Interior

Die niederländische Möbelindustrie ist im mittleren und oberen Preissegment angesiedelt, hier verlangt der Markt Qualität und Luxus. Etwa 150.000 Personen sind in der Möbelindustrie beschäftigt. Die Möbelbranche in den Niederlanden verfügte im Jahr 2017 über 9.656 Geschäfte.

Die Branche der Wohnungseinrichtung erwirtschaftete im Jahr 2017 mit einem Umsatz von 7,9 Mrd. Euro 7 % des Umsatzes im gesamten Einzelhandel.

Die Wohnungsbranche sieht sich in den kommenden Jahren großen Herausforderungen gegenüber. Die Haus- und Wohnungspreise 2018 (ausgenommen Neubauten) sind gegenüber 2017 um durchschnittlich 8,9 % gestiegen.

In der Zukunft erwarten sich Konsumenten, dass ein Geschäft leichter erreichbar ist, d.h. die Möglichkeiten werden sich weiterhin auf digitale Kommunikation ausdehnen 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Große Chancen bieten sich für Hersteller von Büromöbeln (aufgrund des Wachstums bei Home-Office), aber auch im Bereich Lifestyle (Produkte, die die Identität des Kunden zum Ausdruck bringen).

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Möbel/Interior? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Den Haag.

Erneuerbare Energien

Im Bereich der erneuerbaren Energien gehören die Niederlande mit fast 6 % Anteil zu den Schlusslichtern in Europa. Beispielsweise hat die Verwendung der Sonnenenergie seit 2011 zwar deutlich zugenommen, macht jedoch immer noch unter 5 % der erneuerbaren Energiequellen aus.

Mit der EU-Richtlinie 2009/28/EG wurde ein verbindliches Ziel von 20 % Anteil erneuerbarer Energie am Energieverbrauch bis 2020 festgelegt; bei Kraftstoffen soll der Anteil erneuerbarer Energiequellen 10 % betragen. Mithilfe dieser Maßnahmen soll der Anteil erneuerbarer Quellen bis 2030 27 % betragen.

Energie zählt zu den 9 Topsektoren, die von der Im Bereich der Regierung formuliert werden, um international eine führende Rolle einzunehmen. Im Bereich der Elektromobilität nehmen die Niederlande eine Vorreiterrolle ein.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Niederlanden haben bei erneuerbarer Energie einen hohen Nachholbedarf. Daraus ergeben sich für österreichische Firmen Chancen in Bereichen wie Energieeinsparung bei Neubauten (hoher Energieverbrauch durch hohe Decken, schlechte Isolierung, etc.), dezentrale Energieerzeugung (wie Windenergie), Smart Grids und auch Infrastrukturprojekte, Innovative Bodensanierungs- und Abfallverarbeitungstechniken und Hochwasserschutz.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Den Haag.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in den Niederlanden problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Den Haag anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Niederlande

Das AußenwirtschaftsCenter Den Haag berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu den Niederlanden haben.