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Die niederländische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Den Haag hat die wichtigsten Informationen zur niederländischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Das niederländische BIP ging im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 8,5 % zurück, wobei mehr als die Hälfte auf den Rückgang des Konsums der privaten Haushalte zurückzuführen ist. Der Rückgang des BIP ist in den Niederlanden trotzdem geringer als der Durchschnitt der Eurozone. Für das gesamte Jahr 2020 erwartet man einen Rückgang des BIP von 6 %.  

Die Staatsverschuldung der Niederlande (eine der niedrigsten in der EU) lag 2019 bei 49 %. Durch die Covid-19-Krise erwartet man für 2020 einen Anstieg auf 62 %. Für 2021 sieht die EU Kommission einen Rückgang auf 58 %. 

Auch der Arbeitsmarkt litt – wenn auch geringer als in anderen Ländern – unter den Beschränkungen. 2019 betrug die Arbeitslosenquote in den Niederlanden noch 3,4 %. 2020 dürfte diese bei 4,6 % liegen und für 2021 wird eine 5,5%ige Arbeitslosenquote prognostiziert.  

Die Waren- und Dienstleistungsexporte lagen im 2. Quartal 2020 um 10,9 % unter dem des zweiten Quartals 2019. Erhebliche Rückgänge gab es vor allem bei Dienstleistungsexporten sowie bei Ausfuhren von Transportmitteln, Erdölerzeugnissen und Maschinen.  Im Vorquartal 2020 stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr noch um 2 %.

Die Importe von Waren und Dienstleistungen gingen wiederum um 9,5 % zurück, was hauptsächlich auf den geringeren Import von Dienstleistungen, Transportausrüstung und Maschinen zurückzuführen ist.  

Die Niederländer verfügen über den größten Logistik-Hub in Europa. Zentraler Bestandteil ist der Tiefseehafen Rotterdam. Im Jahr 2019 wurden 469,4 Mio. Tonnen Gütern umgeschlagen und somit ein Wachstum von knapp 0,1 % im Vergleich zum Vorjahr verbucht. Aber auch der Hafen Rotterdam muss 2020 mit Umsatzrückgängen rechnen, da wegen der vor allem in China eingeschränkten Produktionsmöglichkeiten zu Jahresbeginn weniger Container aus Asien nach Europa verschifft wurden. 

Besondere Entwicklungen

Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus hat die Wirtschaft den größten Produktionsschock in der Nachkriegszeit erlebt. Zum Ende des zweiten Quartals war die Wirtschaft um 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau, da die Inlandssperre von März bis Mai, die Störung des Welthandels und der Anstieg der vorsorglichen Verbraucherersparnis zu einer starken Umkehr der Wirtschaftstätigkeit geführt haben.  

Die niederländische Regierung hat Maßnahmen angekündigt, welche in drei Kategorien unterteilt werden können: direkte Ausgaben, indirekte Ausgaben und Kreditunterstützung. Die niederländische Regierung bevorzugt hierbei indirekte Konjunkturmaßnahmen (hauptsächlich Steueraufschub) und zwar in Höhe von rund 64 Mrd. Euro. Die Regierung hat zudem für die Zeit von März bis Oktober eine Stundung aller Einkommens- und Körperschaftssteuern neben der Umsatzsteuer zugelassen.  

Erwartet wird ein durchschnittliches Haushaltsdefizit von 1,4 % des BIP im Laufe der Jahre 2020-2024. Man geht davon aus, dass sich die Wirtschaft ab dem dritten Quartal erholen wird, dass aber der Rückgang des Gesamtwachstums mit 6 % im Jahr 2020 erheblich sein wird.   

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

2019 erreichten Österreichs Exporte mit einem Plus von 1,3% (nach 14,7% im Jahr 2018) auf Euro 2,94 Mrd. im vierten Folgejahr einen neuen Exportrekord. Sehr gute Verkäufe waren bei Pharmazeutika, Nahrungsmitteln und Getränken, Motorrädern, Bekleidung und auch Büchern zu verzeichnen. Die führende Position bei den österreichischen Exporten in die Niederlande waren 2019 der Bereich Maschinen und Fahrzeuge mit einem Exportwert von Euro 1,23 Mrd. gefolgt von der Gruppe der bearbeiteten Waren mit Euro 546 Mio., darunter Papier, Eisen und Stahl, Metallwaren, Aluminium oder auch Holz , gefolgt von chemischen Erzeugnissen mit Euro 406 Mio. am dritten Platz.

Österreich importierte 2019 um 1,4% weniger Waren aus den Niederlanden als in der Vorjahresvergleichsperiode und kaufte damit für Euro 4,22 Mrd. im Königreich ein. Größte Position waren mit Euro 1,303 Mrd. ebenfalls Maschinen und Fahrzeuge, gefolgt von chemischen Erzeugnissen mit Euro 1,049 Mrd. und Nahrungsmitteln mit Euro 544 Mio.. Größere Importzuwächse gab es bei mineralischen Brennstoffen, Gemüse, Bekleidung, Eisen- und Stahlwaren, Kupfer, Schiffen, PKW und Kunstgegenständen.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus den Niederlanden

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Den Haag für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Niederlande der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Nahrungsmittel/Softdrinks 

Die Niederlande zählen zu den weltgrößten Produzenten von Käse, Milchprodukten, Fleisch, Wurstwaren, Obst und Gemüsen, Bier, Schokolade und Stärkederivaten.

Die Mehrzahl der kleineren Supermarktunternehmen hat sich in der Einkaufsgenossenschaft Superunie (Teil von EMD) zusammengeschlossen. Den größten Marktanteil mit 35,4 % besitzt die Supermarktkette Albert Heijn (Ahold), gefolgt von Superunie (29,1 %). Der Umsatz niederländischer Supermärkte belief sich 2017 auf 35,5 Mrd. Euro.

Der niederländische Konsument interessiert sich derzeit zunehmend für Geschäftsmodelle, bei denen ein Laden gleichzeitig als Supermarkt, Imbiss, Traiteur und z.B. Elektronik- oder Kleidungsgeschäft fungiert. Die Grenzen zwischen LEH, Gastgewerbe und Lifestyle verschwimmen rasch 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Firmen, die im Allgemeinen erfolgreich durch eine gesunde Produkt- und Qualitätspolitik in den Nachbarländern Fuß gefasst haben, finden durchaus auch Chancen in den Niederlanden vor. Gerade der Sektor der biologischen Produkte zeigt aber noch sehr gutes Aufnahmepotential.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Nahrungsmittel/Softdrinks? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Den Haag.

Möbel/Interior

Die niederländische Möbelindustrie ist im mittleren und oberen Preissegment angesiedelt, hier verlangt der Markt Qualität und Luxus. Etwa 150.000 Personen sind in der Möbelindustrie beschäftigt. Die Möbelbranche in den Niederlanden verfügte im Jahr 2017 über 9.656 Geschäfte.

Die Branche der Wohnungseinrichtung erwirtschaftete im Jahr 2017 mit einem Umsatz von 7,9 Mrd. Euro 7 % des Umsatzes im gesamten Einzelhandel.

Die Wohnungsbranche sieht sich in den kommenden Jahren großen Herausforderungen gegenüber. Die Haus- und Wohnungspreise 2018 (ausgenommen Neubauten) sind gegenüber 2017 um durchschnittlich 8,9 % gestiegen.

In der Zukunft erwarten sich Konsumenten, dass ein Geschäft leichter erreichbar ist, d.h. die Möglichkeiten werden sich weiterhin auf digitale Kommunikation ausdehnen 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Große Chancen bieten sich für Hersteller von Büromöbeln (aufgrund des Wachstums bei Home-Office), aber auch im Bereich Lifestyle (Produkte, die die Identität des Kunden zum Ausdruck bringen).

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Möbel/Interior? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Den Haag.

Erneuerbare Energien

Im Bereich der erneuerbaren Energien gehören die Niederlande mit fast 6 % Anteil zu den Schlusslichtern in Europa. Beispielsweise hat die Verwendung der Sonnenenergie seit 2011 zwar deutlich zugenommen, macht jedoch immer noch unter 5 % der erneuerbaren Energiequellen aus.

Mit der EU-Richtlinie 2009/28/EG wurde ein verbindliches Ziel von 20 % Anteil erneuerbarer Energie am Energieverbrauch bis 2020 festgelegt; bei Kraftstoffen soll der Anteil erneuerbarer Energiequellen 10 % betragen. Mithilfe dieser Maßnahmen soll der Anteil erneuerbarer Quellen bis 2030 27 % betragen.

Energie zählt zu den 9 Topsektoren, die von der Im Bereich der Regierung formuliert werden, um international eine führende Rolle einzunehmen. Im Bereich der Elektromobilität nehmen die Niederlande eine Vorreiterrolle ein.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Niederlanden haben bei erneuerbarer Energie einen hohen Nachholbedarf. Daraus ergeben sich für österreichische Firmen Chancen in Bereichen wie Energieeinsparung bei Neubauten (hoher Energieverbrauch durch hohe Decken, schlechte Isolierung, etc.), dezentrale Energieerzeugung (wie Windenergie), Smart Grids und auch Infrastrukturprojekte, Innovative Bodensanierungs- und Abfallverarbeitungstechniken und Hochwasserschutz.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Den Haag.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in den Niederlanden problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Den Haag anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Niederlande

Das AußenwirtschaftsCenter Den Haag berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu den Niederlanden haben.

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