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Die norwegische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Stockholm hat die wichtigsten Informationen zur norwegischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Norwegen ist ein hochentwickeltes Industrieland, dessen Wirtschaftsleistung über mehrere Jahrzehnte zu 20% bis 25% dem Offshore Bereich (vor allem Erdöl- und Gassektor) zuzurechnen war. Aus diesem Grund legen Norwegens Wirtschaftsforscher Wert auf die differenzierte Bewertung der Entwicklung in beiden Bereichen. Das heißt, neben der traditionellen Festlandsökonomie gab es über mehrere Jahrzehnte hinweg massive Impulse durch die enorme Wertschöpfung aus der Nordsee.

Die Konjunkturzahlen zeigen deutlich, wie das gesamte Wirtschaftswachstum von den Erfolgen der Offshore Industrie beeinflusst wird. Dazu gehören die Leistungen des Ingenieur- und Werkstättensektors an Land sowie die Einnahmen aus dem Verkauf von Erdöl und Erdgas. Dies erlaubt der norwegischen Regierung eine expansiven Finanzpolitik, die massive staatliche Investitionen in die Infrastruktur zulässt, aber auch das Konsumverhalten der Haushalte positiv beeinflusst. Mittelfristig soll jedoch eine Abkehr von der Ausbeutung endlicher Bodenschätze hin zu einer nachhaltigen, zirkulären Wirtschaft erreicht werden.

Besondere Entwicklungen

2016 hatte die norwegische Regierung erstmals eine bis dahin vermiedene offensive Nutzung von Einnahmen aus der Offshore-Industrie beschlossen, die dem Land weiterhin ökonomischen Spielraum und einen ausgeglichenen Staatshaushalt verschafft.

Davon profitiert u.a. die norwegischen Infrastrukturbehörde, welche im Nationalen Transportplan für 2018-2029 annähernd gleich viel Mittel für Bahn und Straße vorgesehen hat, was allein für die Schiene rd. 114 Mrd. Euro ausmacht.

Bei der Umsetzung wird besonders auf Nachhaltigkeit und hohe Umweltstandards geachtet, da der Ausstoß von Treibhausgasen stark reduziert werden soll. Schließlich hat sich Norwegen zum Ziel gesetzt, bis 2030 als weltweit erstes Land CO2 neutral zu sein.

Der Verbreitung des Coronavirus wurden von der norwegischen Regierung frühzeitig radikale Maßnahmen entgegengesetzt. Dazu gehören strenge Grenzkontrollen, Reisebeschränkungen bzw. -verbote für einzelne Berufsgruppen, die Schließung von Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie zahlreicher Dienstleistungsbetriebe. Zwar gibt es in Norwegen keine Großbetriebe, die durch erzwungene Produktionsniederlegungen und damit verbundenen massenhaften Freisetzungen von Personal die Wirtschaftslage unmittelbar beeinträchtigen würden, jedoch kann sich eine kleine Volkswirtschaft wie Norwegen nur begrenzt gegen globale Trends wehren. Der merkbare Rückgang des Privatkonsums sowie der dramatische Verfall des für Norwegen so wichtige Ölpreises tragen ebenfalls zur deutlichen Schrumpfung der Wirtschaft bei.

Aufgrund des höchst soliden Staatshaushaltes konnte die Regierung kurzfristig rd. 13 Mrd. Euro an Finanzmitteln zur Krisenbekämpfung bereitstellen. Weitere Stützungsmaßnahmen werden von staatlicher Seite über die Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, Zuschüssen für Arbeitende in Teilzeitmodellen und Sonderfinanzierungen für einzelne Branchen oder Schlüsselbetriebe ermöglicht. Unter der Voraussetzung, dass die Volkswirtschaft im Lauf des zweiten Quartals 2020 wieder langsam hochgefahren werden kann, rechnen Ökonomen mit einer Gesamtbelastung des Staatshaushaltes durch Corona-Maßnahmen in der Größenordnung 20 Mrd. Euro im laufenden Jahr.

Die Berechnungen zur weiteren Entwicklung der norwegischen Wirtschaft klaffen angesichts höchst unsicherer Lagebeurteilung deutlich auseinander und liegen 2020 zwischen 4% und 6,3% im Minus. Immerhin gehen alle Prognosen von einem deutlichen Aufschwung im Jahr 2021 aus, allerdings liegen diese Werte zum Teil dramatisch unter dem Niveau des vorangegangenen Abschwungs im Jahr 2020.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die gute Konjunktur des Jahres 2019 zeigte sich auch bei der Entwicklung des bilateralen Handels. Österreichs Exporte kletterten 2019 auf 718 Mio. Euro. Das ist ein außergewöhnlicher Zuwachs von 23,7%, der in unserem Wirtschaftsbericht– siehe Infokasten - näher erläutert wird. Österreichs Einfuhren von norwegischen Produkten entwickelten sich ebenfalls gut und erreichten einen Gesamtwert von 359 Mio. Euro, ein Zuwachs von 3,1%. 

Traditionell schätzen Norweger hochwertige Maschinen und Anlagen aus Österreich. Der massive Infrastrukturausbau sowie das Wachstum der Ballungszentren bedeuten Chancen für Architekten, Planer und die Bauindustrie. Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm trägt dem Rechnung und bietet Möglichkeiten zu direkten Kontakten mit den wichtigsten Akteuren und Entscheidungsträgern.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Norwegen.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Stockholm für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Norwegen der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Norwegen problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Stockholm anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Norwegen

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Norwegen haben.

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